KI-Betrüger zielen gezielt auf Smartphones

Polizei und BSI warnen vor einer Flut raffinierter Betrugsangriffe per SMS und Telefon, bei denen Kriminelle zunehmend auf KI-Technologie setzen, um Opfer zu täuschen.

Eine neue Welle raffinierter Betrugsmaschen überschwemmt Deutschland und zielt direkt auf Smartphones ab. Polizei und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen: Kriminelle nutzen zunehmend künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe persönlicher und überzeugender zu gestalten. Die Maschen reichen von manipulierten SMS bis zu täuschend echten Anrufen.

Smishing: Die gefährliche SMS-Falle

Besonders verbreitet ist derzeit Smishing – eine Kombination aus SMS und Phishing. Betrüger verschicken Textnachrichten, die angeblich von Banken, Paketdiensten oder Finanzdienstleistern stammen. Kürzlich verlor eine Reihe von Kunden des Neobrokers Trade Republic so zehntausende Euro. Die SMS warnten vor angeblichen Login-Versuchen und erzeugten gezielt psychologischen Druck.

Die Nachrichten werden immer schwerer von echten Benachrichtigungen zu unterscheiden. Sie nutzen die Unachtsamkeit im mobilen Alltag aus, um an Zugangsdaten zu gelangen oder zur Installation von Schadsoftware zu bewegen.

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KI-Anrufe: Wenn die Stimme des Sohnes täuscht

Neben SMS perfektionieren Betrüger auch telefonische Maschen. Aktuell geben sich Anrufer als Polizeibeamte oder Bankangestellte aus. Unter dem Vorwand eines kompromittierten Kontos drängen sie zu Überweisungen auf angebliche „Sicherheitskonten“.

Noch bedrohlicher ist der Einsatz von KI-gestützten Audio-Deepfakes. Diese Technologie kann Stimmen täuschend echt nachahmen. So simulieren Kriminelle etwa einen Anruf eines Familienmitglieds in Not. Die emotionale Manipulation macht diese Betrugsform besonders gefährlich.

Klassisches Phishing bleibt brandaktuell

Trotz neuer Methoden bleibt auch der klassische Phishing-Versuch per E-Mail eine ernste Gefahr. Die Verbraucherzentrale warnt laufend vor neuen Kampagnen. Aktuell zielen Betrüger etwa auf Kunden der DKB-Bank oder PayPal-Nutzer ab.

  • Methode: E-Mails mit Betreffzeilen wie „Wichtige Sicherheitsaktualisierung“ oder „Kontoeinschränkung“.
  • Trick: Es wird Handlungsdruck durch kurze Fristen aufgebaut und mit Kontosperrungen gedroht.
  • Ziel: Opfer sollen über Links sensible Daten preisgeben.

Warum die Angriffe immer raffinierter werden

Sicherheitsexperten sehen die Ursache in der breiten Verfügbarkeit von KI-Technologien. Was früher aufwendige Vorbereitung erforderte, lässt sich heute automatisiert umsetzen. KI kann öffentliche Daten auswerten, um maßgeschneiderte Nachrichten zu erstellen.

Die Zeiten schlecht übersetzter Phishing-Mails sind vorbei. Nutzer sehen sich nun mit sprachlich einwandfreien und persönlich wirkenden Betrugsversuchen konfrontiert. Analysten sprechen von einer „Demokratisierung der Cyberkriminalität“.

So schützen Sie sich vor den neuen Maschen

Das BSI und Verbraucherschützer raten zu erhöhter Wachsamkeit und grundlegenden Schutzmaßnahmen:

  • Klicken Sie nie auf Links in unaufgeforderten SMS oder E-Mails.
  • Banken und Polizei fordern niemals per Telefon oder Mail Passwörter, TANs oder Überweisungen an.
  • Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf und rufen Sie die Institution über eine vertrauenswürdige Nummer zurück.
  • Aktivieren Sie eine Bildschirmsperre mit PIN oder Biometrie.
  • Installieren Sie System- und App-Updates zeitnah.
  • Nutzen Sie ausschließlich offizielle App-Stores.
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