Die Preise für Festplatten explodieren – angetrieben von der unersättlichen Datengier der Künstlichen Intelligenz. Neue Marktanalysen zeigen, dass die Kosten für gängige Modelle in nur vier Monaten um durchschnittlich 46 Prozent gestiegen sind. Einige Hochkapazitäts-Festplatten verteuerten sich sogar um über 60 Prozent. Der Grund: KI-Rechenzentren kaufen den Markt leer und verursachen einen gravierenden Engpass.
Diese plötzliche Preisspirale markiert eine dramatische Wende für eine Technologie, die lange von stabilen oder sinkenden Kosten geprägt war. Die Hersteller priorisieren lukrative Großaufträge von Cloud-Giganten wie Amazon AWS oder Microsoft Azure. Für den Einzelhandel bleiben weniger Komponenten und Produktionskapazitäten übrig. Die Folge sind spürbar höhere Ausgaben für alle, die ihren PC aufrüsten oder eine NAS einrichten wollen.
KI-Rechenzentren leeren den Einzelhandel
Der KI-Boom frisst Exabyte an Daten. Zwar sind schnelle SSDs für die aktive Verarbeitung unverzichtbar, doch kostengünstige Festplatten bilden nach wie vor das Rückgrat für die Speicherung der gewaltigen Trainingsdatensätze. Cloud-Betreiber und KI-Firmen befinden sich in einem globalen Wettlauf um Speicherkapazitäten. Sie ordern massenhaft Hochkapazitäts-Festplatten im Nearline-Bereich.
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Diese Nachfrage der Unternehmen baut sich seit Monaten auf. Bereits im vierten Quartal 2025 stiegen die Vertragspreise so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Dieser Druck ist nun eindeutig auf den Verbrauchermarkt übergeschwappt. Die Hersteller konzentrieren ihre Ressourcen auf hochprofitable Enterprise-Festplatten. Dadurch entsteht ein systematischer Mangel an den kleineren, erschwinglicheren Laufwerken für Privatanwender.
Verbraucher zahlen bis zu 66 Prozent mehr
Die konkreten Auswirkungen sind drastisch. Beliebte Modelle aller großen Hersteller – Seagate, Western Digital und Toshiba – haben sich seit September 2025 deutlich verteuert. Preisdaten der deutschen Publikation ComputerBase und US-Marktanalysen belegen Steigerungen zwischen 23 und 66 Prozent bei bestimmten Laufwerken.
Ein Beispiel: Seagates ikonische 24-TB-BarraCuda-Festplatte, die im Angebot schon für umgerechnet etwa 220 Euro zu haben war, kostet bei Drittanbietern inzwischen fast 460 Euro. Auch Mainstream-Modelle sind betroffen. Ein 8-TB-Seagate-IronWolf-Laufwerk, das letztes Jahr noch 120 Euro kostete, liegt heute bei rund 185 Euro. Selbst 4-TB-Festplatten verteuerten sich um über 40 Prozent. Der Engpass betrifft also die gesamte Produktpalette.
Kein vorübergehender Preisschock, sondern ein struktureller Wandel
Branchenanalysten sehen darin keine vorübergehende Spitze, sondern einen fundamentalen Wandel des Speichermarktes. Die Nachfrage der KI-Branche ist so gewaltig, dass die großen Hersteller Auftragsbücher haben, die bis weit in das Jahr 2027 reichen. Diese anhaltende Enterprise-Nachfrage garantiert, dass der Angebotsdruck auf dem Verbrauchermarkt bestehen bleibt.
Diese Entwicklung hat die Festplattenindustrie revitalisiert, die viele bereits als Auslaufmodell im Schatten der schnelleren SSDs abgeschrieben hatten. Das enorme Datenvolumen der KI macht den Kosten-pro-Terabyte-Vorteil von Festplatten für Rechenzentren unverzichtbar. Infolgedessen sind Festplatten wieder ins Zentrum des Technologiewachstums gerückt. Die Aktien von Seagate und Western Digital verzeichneten im vergangenen Jahr Rekordkurse.
Die Prognose: Keine Entspannung in Sicht
Für den durchschnittlichen Verbraucher deutet alles darauf hin, dass eine Entspannung der Lage nicht bald kommt. Die Produktionskapazitäten der Hersteller für 2026 sind bereits weitgehend an Unternehmenskunden gebunden. Die Innovation konzentriert sich ebenfalls auf den KI-Markt. Seagate kündigte kürzlich neue 32-TB-Laufwerke speziell für KI- und Videoanalyse-Anwendungen an.
Während die KI-Branche ihren rasanten Expansionskurs fortsetzt, verändern die Auswirkungen die Wirtschaftlichkeit des PC-Baus und -Upgrades grundlegend. Die Ära des verlässlich günstigen Massenspeichers ist vorerst beendet. Verbraucher müssen sich wohl auf eine neue Realität einstellen: Festplatten sind kein Low-Cost-Massenprodukt mehr, sondern eine weitere, von der KI-Revolution beanspruchte Hochnachfrage-Komponente.
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