Ein globaler Engpass bei Speicherchips wird 2026 die Preise für PCs und Smartphones deutlich steigen lassen. Grund ist die immense Nachfrage der KI-Industrie, die die Produktion auf sich zieht. Experten warnen vor einer lang anhaltenden Hochpreisphase.
Die große Umverteilung: KI frisst Konsumentenchips
Die Krise hat eine klare Ursache: Die weltgrößten Speicherhersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron lenken ihre Produktionskapazitäten um. Statt herkömmlichem DRAM und NAND-Speicher für Consumer-Geräte produzieren sie vorrangig teures High-Bandwidth Memory (HBM). Dieser Speichertyp ist unverzichtbar für KI-Beschleuniger in Rechenzentren.
Die Nachfrage der Hyperscale-Cloud-Anbieter ist schier unersättlich. Prognosen zufolge könnten Rechenzentren 2026 bis zu 70 Prozent aller Hochleistungsspeicherchips verbrauchen. Die HBM-Produktion ist komplexer und verdrängt die Herstellung konventioneller Chips – aus einer HBM-Wafer werden zwei oder mehr Standard-Wafer. Es entsteht ein struktureller Engpass, der die Marktdynamik nachhaltig verändert.
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Konsumenten zahlen die Rechnung
Die Folgen dieser Umstellung spüren Verbraucher bereits an der Ladenkasse. Der Speicher macht einen erheblichen Teil der Materialkosten von Elektronik aus. Hersteller geben die gestiegenen Kosten weiter.
Der PC-Hersteller Lenovo hat bereits Preiserhöhungen für Endkunden bestätigt. Analysten prognostizieren, dass die Einzelhandelspreise für PCs 2026 um 20 Prozent oder mehr steigen könnten. Auch der Smartphone-Markt gerät unter Druck: Der Engpass könnte das globale Marktvolumen in diesem Jahr um bis zu fünf Prozent schrumpfen lassen. Besonders betroffen sind Einsteiger- und Mittelklassegeräte, bei denen der Speicheranteil an den Gesamtkosten höher ist. Preissteigerungen von fünf bis zehn Prozent bei günstigen Handys sind möglich.
Industrie warnt vor anhaltender Knappheit
Die Alarmzeichen mehren sich. In jüngsten Quartalsgesprächen warnten Führungskräfte von Samsung und SK Hynix vor erheblichen Versorgungsproblemen für PC- und Mobilfunkkunden. SK Hynix verwies darauf, dass die starke Nachfrage nach Serverprodukten die Lieferfähigkeit an die Consumer-Branche beeinträchtige.
Die Hersteller erleben zwar durch den HBM-Boom eine Phase hoher Profitabilität. Doch neue Fertigungskapazitäten aufzubauen, dauert Jahre. Micron kündigte zwar eine neue NAND-Fabrik in Singapur an, die Produktion soll dort aber erst in der zweiten Hälfte 2028 starten. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht.
Struktureller Wandel statt kurzer Zyklus
Experten betonen: Dies ist kein vorübergehendes Tief, sondern ein fundamentaler Wandel. Die anhaltende, nicht-zyklische KI-Nachfrage hat einen Speicher-„Superzyklus“ ausgelöst. Sassine Ghazi, CEO von Synopsys, rechnet damit, dass der Engpass bis 2027 anhalten wird.
Das könnte das Ende der Ära stetig sinkender Speicherpreise bedeuten. PC- und Smartphone-Hersteller müssen sich auf eine neue Realität einstellen: Sie konkurrieren direkt mit der kapitalstarken KI-Industrie um essentielle Bauteile.
Ausblick: Jahre hoher Kosten
Die Vertragspreise für konventionellen DRAM könnten allein im ersten Quartal 2026 um 55 bis 60 Prozent explodieren. Neue Fabriken werden frühestens 2027 nennenswert mehr Chips liefern.
Für Verbraucher heißt das: Die Preise für Elektronik werden weiter steigen. Die Hersteller stehen vor der schwierigen Entscheidung, entweder die Spezifikationen ihrer Geräte zu reduzieren oder die höheren Kosten vollständig weiterzugeben. Der globale KI-Wettlauf verändert die Technologielandschaft – und die Kosten dieser Innovation trägt am Ende der Verbraucher.
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