Smartphones unter 200 Euro werden zur Seltenheit. Der globale KI-Boom treibt die Preise für zentrale Hardware-Komponenten in die Höhe – und macht damit günstige Einsteigergeräte deutlich teurer. Analysten warnen vor höheren Preisen und einer schrumpfenden Auswahl im Budget-Segment.
Die Ära stetig sinkender Preise für preisbewusste Käufer ist vorbei. Eine Welle von Kostensteigerungen bei Speicherchips und Prozessoren, angetrieben durch den Hunger der künstlichen Intelligenz, führt zu einem fundamentalen Trendbruch. Während technischer Fortschritt früher oft günstigere Geräte brachte, kehrt sich das nun um. Die Integration von KI-Funktionen direkt auf dem Gerät und der massive Bedarf der KI-Rechenzentren verteuern die Produktion spürbar.
Speicherkrise: KI-Server entziehen Smartphones die Chips
Die Hauptursache für die Preissteigerungen liegt paradoxerweise nicht in den Handys selbst. Sie steckt in den riesigen Rechenzentren von OpenAI, Google und Microsoft. Für ihre KI-Server benötigen diese Konzerne gewaltige Mengen an spezialisiertem Hochleistungs-Arbeitsspeicher (HBM). Große Hersteller wie Samsung und SK Hynix priorisieren ihre Produktion daher für diesen hochprofitablen Markt.
Die Folge: Standard-Speicherchips (DRAM und NAND-Flash), die in jedem Smartphone stecken, werden knapp und teuer. Laut dem Marktforschungsunternehmen Trendforce stiegen die Vertragspreise für DRAM allein im vierten Quartal 2025 um 50 bis 55 Prozent. Diese Explosion bei einer zentralen Komponente schlägt nun voll auf die Kalkulation der Hersteller durch.
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On-Device-KI erfordert teurere Prozessoren
Ein zweiter Kostentreiber ist die Hardware für künstliche Intelligenz im Gerät selbst. KI wird nicht mehr nur aus der Cloud geladen, sondern zunehmend lokal verarbeitet. Das ist schneller und datenschutzfreundlicher, erfordert aber leistungsfähigere – und teurere – Prozessoren.
Chip-Entwickler wie Qualcomm und MediaTek bauen spezielle neuronale Prozessoreinheiten (NPUs) ein. Die Entwicklung dieser komplexen Chips ist kostspielig. Diese Technologie sickert nun von den Top-Modellen in die Mittel- und Einsteigerklasse durch. Damit entsteht eine neue, höhere Kostenbasis, die auch für günstige Modelle gilt.
Folgen: Höhere Preise, weniger Auswahl unter 200 Euro
Diese doppelte Belastung trifft das preissensible Einsteigersegment am härtesten. Hersteller von Geräten unter 200 Euro arbeiten mit extrem knappen Margen. Laut Counterpoint Research stiegen die Materialkosten in diesem Segment 2025 bereits um 20 bis 30 Prozent.
Analysten erwarten für 2026 zwei Konsequenzen: Die Preise für neue Einsteigermodelle steigen. Und das Angebot an günstigen Smartphones könnte schrumpfen, weil eine vollständige Weitergabe der Kosten an die Kunden kaum möglich ist. Einige Prognosen rechnen sogar mit einem leichten Rückgang des gesamten Marktes, da höhere Preise die Nachfrage dämpfen.
Strategien für Käufer: Refurbished oder Kompromisse?
Für Verbraucher verändert sich die Lage grundlegend. Die Definition eines Einsteiger-Smartphones verschiebt sich von reiner Konnektivität hin zu KI-Fähigkeiten – zu einem höheren Preis. Käufer stehen vor neuen Abwägungen.
Analysen legen nahe: Ein generalüberholtes Flaggschiff von 2024 könnte eine bessere Preis-Leistung bieten als ein neuer Mittelklassegerät von 2026, bei dem am Gehäuse oder Display gespart wurde. Einige Hersteller suchen nach Gegenstrategien. Gerüchte um ein mögliches Google Pixel 10a deuten an, dass der gezielte Einsatz eines älteren, bewährten Prozessors den Preis attraktiv halten könnte.
Der Preisdruck wird 2026 voraussichtlich anhalten. Die Nachfrage der KI-Rechenzentren bleibt hoch, der Wettlauf um die beste On-Device-KI treibt die Chip-Entwicklung voran. Käufer müssen sich entscheiden: Höhere Preise für moderne KI-Fähigkeiten akzeptieren oder bewusst auf sie verzichten. Die KI-Revolution kommt in der Breite des Marktes an – und fordert dort ihren Tribut.
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