KI-Browser Polar: 5,1 Millionen Euro für Aufgaben-Automatisierung

Polar erhält 5,1 Mio. Euro für KI-Browser, Nimble senkt Suchkosten um 51 Prozent. Linux Foundation startet Zahlungsstandard für Maschinen.

Eine neue Generation von KI-gesteuerten Browsern und Suchwerkzeugen revolutioniert die Art, wie Unternehmen das Internet nutzen. Statt nur Inhalte anzuzeigen, erledigen diese Systeme selbstständig komplexe Aufgaben – vom Datensammeln bis zur Bezahlung.

Polar: Der KI-Browser, der 15 Stunden Arbeit spart

Das Startup Polar hat heute eine Finanzierungsrunde über 5,1 Millionen Euro bekannt gegeben. Das Geld kommt von der US-Risikokapitalfirma Madrona sowie von prominenten Investoren wie GitHub-CEO Thomas Dohmke. Gegründet wurde das Unternehmen von Kevin Jiang, einem ehemaligen Ingenieur der KI-Suchmaschine Perplexity, gemeinsam mit Vishaal Ram und Howard Zhong.

Polars Browser ist speziell für Wissensarbeiter konzipiert. Er führt Arbeitsabläufe aus, die normalerweise stundenlanges manuelles Klicken und Dateneingabe erfordern. Die Bilanz nach sieben Monaten: mehr als 4,5 Millionen ausgeführte Aktionen. Einige Workflows sparen Anwendern Berichten zufolge bis zu 15 Stunden Handarbeit.

Das Besondere an der Technologie: Statt auf einen einzelnen KI-Assistenten zu setzen, arbeiten parallele Agenten zusammen und teilen sich einen gemeinsamen Arbeitsspeicher. Laut Unternehmensangaben schneidet das System in Branchentests besser ab als die allgemeinen KI-Modelle von OpenAI und Anthropic.

Polar ist zunächst kostenlos nutzbar – mit einem Kontingent an Credits. Für professionelle Anwender gibt es Abos ab 18 Euro pro Monat.

Nimble senkt KI-Kosten drastisch

Fast zeitgleich hat das Unternehmen Nimble seine „Web Search Agents“ vorgestellt. Die Spezial-Suchwerkzeuge lösen ein zentrales Problem der KI-Branche: die hohen Kosten für die Verarbeitung großer Datenmengen.

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Nimble, 2021 gegründet und mit insgesamt 68 Millionen Euro finanziert, verspricht eine Kostenreduktion von 51 Prozent bei der Token-Nutzung. Gleichzeitig steigt die Treffsicherheit bei der Informationssuche um 21 Prozentpunkte. Möglich machen das selbstlernende Suchmechanismen und eigene Datenverzeichnisse.

Die Zahlen sind beeindruckend: Täglich laufen bereits über 90 Millionen Suchanfragen über die Nimble-Infrastruktur. Entwickler können die Dienste über eine API, ein Software-Entwicklungskit und das Model Context Protocol nutzen.

Die Linux Foundation plant Maschinen-Zahlungen

Doch was nützen die besten KI-Agenten, wenn sie nicht bezahlen können? Genau hier setzt die x402 Foundation an, die heute von der Linux Foundation ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel: ein Standard für Maschine-zu-Maschine-Zahlungen.

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Die Unterstützerliste liest sich wie das Who-is-Who der Zahlungs- und Tech-Branche: Visa, Mastercard, Stripe, Google, AWS, Coinbase, Circle und Cloudflare ziehen an einem Strang. Das Projekt ermöglicht es KI-Agenten, Mikrozahlungen und digitale Transaktionen völlig autonom abzuwickeln.

Das Casper Network rüstet bereits seinen csprUSD-Stablecoin für den neuen x402-Standard. Damit entsteht eine finanzielle Infrastruktur für die wachsende Welt der autonomen Web-Agenten – ein Ökosystem, das sich rasant entwickelt.