Chinas Außenminister Wang Yi hat sich für eine verstärkte Kooperation zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten bei der Entwicklung und Regulierung Künstlicher Intelligenz ausgesprochen.
Bei einem Treffen mit Vertretern aus den USA am Rande des Global Governance Forum 2026 in der Planstadt Xiong’an in der Provinz Hebei betonte der Chefdiplomat, beide Nationen stünden in der Verantwortung, diese Schlüsseltechnologie gemeinsam voranzutreiben und verbindlich zu steuern.
Im Gespräch mit John L. Thornton von der Asia Society und dem Journalisten Thomas L. Friedman hob Wang Yi hervor, dass beide Staaten über die erforderlichen Kapazitäten verfügten, um die menschliche Kontrolle über KI-Systeme langfristig zu gewährleisten.
Ziel müsse es sein, gemeinsam bestehenden Risiken zu begegnen und über global anwendbare Regeln und Standards zu verhandeln, damit Künstliche Intelligenz dem weltweiten Wohlstand und der gemeinsamen Sicherheit diene. Am 23. Oktober 2026 unterstrich Wang Yi in diesem Kontext, dass Peking eine inklusive und dem Gemeinwohl verpflichtete Weiterentwicklung der Technologie befürworte.
US-Vertreter warnen vor Risiken durch Missbrauch
Thornton und Friedman warnten im Rahmen des Austauschs vor den potenziellen Gefahren einer unregulierten Verbreitung von KI. Ein Missbrauch der Technologie stelle das größte Risiko für konstruktive und strategisch stabile Beziehungen zwischen Washington und Peking dar. Beide US-Gesprächspartner sprachen sich daher für eine engere Zusammenarbeit auf diesem Gebiet aus.
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Zudem gratulierten Thornton und Friedman am 23. Oktober 2026 dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping zu dessen erfolgreichem Besuch in den Vereinigten Staaten. Sie äußerten die Erwartung, dass beide führenden Wirtschaftsmächte künftig verstärkt wichtige öffentliche Güter für die internationale Gemeinschaft bereitstellen sollten.
Das Treffen in Xiong’an fand vor dem Hintergrund eines international aufmerksam verfolgten diplomatischen Kalenders statt; unter anderem richtet sich der globale Blick auf die bevorstehende APEC-Gastgeberschaft Chinas.
Vereinbarte Dialogformate und Mechanismen
Der Vorstoß knüpft an die jüngsten Annäherungen beider Länder auf Regierungsebene an. Am 24. September 2026 hatte Xi Jinping im Weißen Haus erklärt, dass beide Staaten in der Lage seien, Künstliche Intelligenz gut zu entwickeln und zu steuern. Die Schaffung eines KI-Dialogmechanismus gehörte zu den acht zentralen Vereinbarungen dieses Gipfeltreffens. Im Rahmen dieser Vereinbarung ist für November 2026 ein weiteres Folgetreffen angesetzt.
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Teil der Abmachungen ist zudem ein dedizierter Kommunikationskanal für kritische KI-Zwischenfälle. Bereits im Vorfeld des Treffens von Xi Jinping und Präsident Trump hatte US-Finanzminister Scott Bessent am 20. September 2026 angekündigt, dass die Vereinigten Staaten einen neuen Benachrichtigungsmechanismus für KI-Vorfälle vorgeschlagen hätten, worüber zuvor Gespräche mit hochrangigen chinesischen Regierungsvertretern geführt worden seien.
Die jüngsten Beratungen in Xiong’an deuten darauf hin, dass beide Seiten trotz anhaltender Rivalitäten versuchen, bei grundlegenden Sicherheitsfragen im Technologiesektor im direkten Austausch zu bleiben.

