KI-Einführung: Nur 17 Prozent der Unternehmen sehen ihre Belegschaft vorbereitet

Nur 17 Prozent der Organisationen sehen ihre Belegschaft für KI gut gerüstet; zugleich bestehen Lücken bei Führung, Weiterbildung und Personalplanung.

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Die Einführung von Systemen künstlicher Intelligenz in Unternehmen schreitet voran, doch die Beschäftigten sind darauf in den seltensten Fällen ausreichend vorbereitet. Laut der Untersuchung „The New Talent Equation: Activating Workforce Confidence at Scale“ der Everest Group und der ManpowerGroup geben lediglich 17 Prozent der Organisationen an, dass ihre Belegschaft fortgeschritten oder transformativ auf den Einsatz von KI vorbereitet ist.

Die Ergebnisse verdeutlichen eine erhebliche Kluft zwischen dem technologischen Wandel und der Befähigung der Mitarbeiter. So berichten 78 Prozent der befragten Organisationen über Ängste der Beschäftigten vor einem Arbeitsplatzverlust durch KI.

Nach der Einführung entsprechender Werkzeuge verzeichnen 63 Prozent der Unternehmen Widerstände in der Belegschaft. Als weitere Begleiterscheinungen nennen 51 Prozent der Organisationen Rollenunklarheiten sowie 40 Prozent Verwirrung unter den Angestellten.

Vorbereitung der Führungsebene bleibt mangelhaft

Fast 49 Prozent der Organisationen stufen ihre Führungskräfte lediglich als mäßig vorbereitet auf KI-gestützte Arbeitsabläufe ein. Nur 3 Prozent betrachten ihr Führungspersonal als hochgradig vorbereitet.

Wenn Beschäftigte stark von den Auswirkungen der Technologie betroffen sind, setzen 63 Prozent der Arbeitgeber auf Umschulung und personelle Umsetzungen als häufigste Maßnahme. Ricardo Morales von Experis Colombia betonte in diesem Zusammenhang, dass Vertrauen und eine transparente Kommunikation für einen erfolgreichen Wandel entscheidend seien.

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Andere Untersuchungen bestätigen diese Entwicklung. Eine Erhebung des Beratungsnetzwerks Vistage zeigt, dass zwar 82 Prozent der Vorstandschefs und 80 Prozent der Führungsteams KI einsetzen, jedoch nur 22 Prozent der CEOs über eine umfassende Richtlinie zur KI-Governance verfügen.

Weitere 21 Prozent haben eine informelle oder teilweise Regelung etabliert. Selbst unter den Betrieben mit entsprechenden Leitlinien bieten lediglich 42 Prozent der Unternehmensleiter Trainings zur Nutzung an.

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Eine Erhebung von DataCamp und YouGov kommt zu einem ähnlichen Bild: Obwohl 82 Prozent der Entscheidungsträger angeben, Weiterbildungen bereitzustellen, klagen 59 Prozent über Kompetenzlücken. Lediglich 35 Prozent verfügen über ein ausgereiftes Weiterbildungsprogramm für die gesamte Organisation.

Strategische Lücken in der Personalplanung

Dieser Rückstand spiegelt sich ebenfalls in den Planungen der Personalabteilungen wider. Laut einer studie von The Conference Board unter US-Personalverantwortlichen haben zwar 82 Prozent der Unternehmen ihre Prozesse der Personalplanung infolge von KI angepasst, davon allerdings die Hälfte nur in geringfügigem Maße, 25 Prozent moderat und lediglich 7 Prozent deutlich.

Nur 19 Prozent der befragten Unternehmen haben die erwarteten Effekte vollständig in ihre unternehmensweite Personal- und Finanzplanung integriert. Zudem halten sich nur 4 Prozent für sehr gut auf die Arbeitsmarktveränderungen der kommenden zwei Jahre vorbereitet, während 55 Prozent angeben, zumindest etwas vorbereitet zu sein.

Als größte Hindernisse nannten die Verantwortlichen schwer absehbare Beschäftigungsfolgen mit 41 Prozent, begrenzte KI-Kompetenzen mit 39 Prozent sowie das Fehlen einer klaren Strategie mit 31 Prozent.

Ergänzende Branchendaten unterstreichen das Zögern bei strukturellen Anpassungen. Einer Erhebung von Gartner zufolge besitzen gegenwärtig lediglich 4 Prozent der Technologieverantwortlichen konkrete Pläne, bestehende Rollen für eine gemischte Belegschaft aus menschlichen Arbeitskräften und autonomen KI-Agenten grundlegend neu zu gestalten.