KI-Gesetz in Kenia: Parlament setzt Ausschuss einen Monat für Bericht

Ein Parlamentsausschuss soll binnen eines Monats Grundlagen für ein KI-Gesetz zu Datenschutz, Sicherheit und verantwortlichem Einsatz erarbeiten.

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In Kenia befasst sich das Parlament verstärkt mit den Risiken und Chancen Künstlicher Intelligenz in sensiblen Gesellschaftsbereichen. Der Ausschuss für Kommunikation, Information und Innovation der kenianischen Nationalversammlung hat eine Frist von einem Monat erhalten, um einen umfassenden Bericht über den Einsatz von KI im Bildungs- und Gesundheitswesen vorzulegen.

Das Gremium unter dem Vorsitz des Abgeordneten John Kiarie aus dem Wahlkreis Dagoretti South bereitet dazu Anhörungen mit Vertretern des Bildungs- sowie des Gesundheitsministeriums vor.

Die parlamentarische Untersuchung soll die Grundlage für ein eigenständiges Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz schaffen. Ein solches Gesetzeswerk soll zentrale Bereiche wie Datenschutz, Cybersicherheit, die Rechenschaftspflicht von Systemen sowie den Schutz vor schädlichen Anwendungen verbindlich regeln.

Zugleich steht die akademische Integrität im Fokus der Gesetzgeber, da automatisierte Systeme vermehrt im universitären und schulischen Alltag Anwendung finden.

Fokus auf Gesundheit und Bildung

Mehrheitsführer Kimani Ichung’wah mahnte eine klare Priorisierung der Bereiche Bildung und Gesundheit an. Er warnte vor den Gefahren, wenn KI-Systeme unreguliert für das Verfassen akademischer Arbeiten oder für gesundheitliche Selbstdiagnosen herangezogen würden. Falsche Diagnosen oder unkontrollierte Anwendungen könnten erhebliche Risiken für die Bevölkerung bergen.

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Unter den Abgeordneten herrscht jedoch eine differenzierte Debatte über das richtige Tempo und den Ansatz der Regulierung. Die Abgeordnete Millie Odhiambo aus Suba South wies darauf hin, dass die technologische Entwicklung derzeit schneller voranschreite als die gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Vor diesem Hintergrund forderte sie klare Leitlinien für eine ethische Nutzung der Technologie. Dagegen warnte der Abgeordnete David Ochieng aus dem Wahlkreis Ugenya davor, ein KI-Gesetz übereilt zu verabschieden. Eine Regulierung müsse sorgfältig abgewogen werden, um Innovationschancen nicht vorschnell zu ersticken.

Ähnlich äußerte sich der Abgeordnete Kimani Kuria aus Molo. Er plädierte dafür, Künstliche Intelligenz nicht grundsätzlich als Bedrohung wahrzunehmen. Stattdessen gelte es, Wege zu finden, wie sich moderne Technologien in kenianische Strukturen integrieren lassen, ohne gesellschaftliche Werte aufzugeben.

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Regulatorische Debatten nehmen weltweit zu

Die XML-Struktur der globalen Entwicklung spiegelt eine Debatte in Nairobi wider, in der Aufsichtsbehörden und Parlamente versuchen, mit der Dynamik neuer KI-Modelle Schritt zu halten. Erst am 13. Oktober 2026 hatte die südkoreanische Datenschutzbehörde PIPC bei einer Parlamentsanhörung eingeräumt, dass der bestehende Datensicherheitsrahmen den neuen technologischen Entwicklungen erheblich hinterherhinke.

Die Behördenleiterin Song Kyoung-hee kündigte in diesem Zuge an, den Datenschutzrahmen mit Blick auf autonome Systeme und sogenannte Agentic AI zu überprüfen und zugleich das seit September geltende Sanktionsregime mit Strafgeldern von bis zu 10 Prozent des Umsatzes konsequent durchzusetzen.

Für Kenia markiert die nun laufende einmonatige Berichtsfrist des Parlamentsausschusses den Auftakt zu einem formellen Gesetzgebungsverfahren. Die Ergebnisse der Befragungen von Fachministerien und Sachverständigen sollen klären, wie der Staat Risiken in Klassenzimmern und Hospitälern eindämmen kann, während er zugleich den Anschluss an die digitale Wirtschaft wahrt.