KI-Governance: 71% der Admins berichten erhöhte Arbeitslast

IT-Administratoren stehen vor komplexen PST- und SharePoint-Migrationen. KI-Governance und verschobene Exchange-Updates erhöhen den Druck auf Unternehmen.

Die effiziente Verwaltung und Migration von Datenbeständen innerhalb von Microsoft-Ökosystemen bleibt eine zentrale Herausforderung für die IT-Infrastruktur in Unternehmen.

Insbesondere die Überführung von lokalen Outlook-Datendateien (PST) in Cloud-Umgebungen sowie die Sicherstellung von Governance und Compliance erfordern spezialisierte Werkzeuge und Strategien. Aktuelle Entwicklungen bei Softwarelösungen und Marktanalysen verdeutlichen die Komplexität dieser Prozesse.

Fortschritte bei Migrationstools für PST und SharePoint

Für die Verlagerung von lokalen E-Mail-Archiven nach Office 365 stehen Unternehmen verschiedene technologische Ansätze zur Verfügung. MailsDaddy Software bietet hierfür ein Migrationstool an, das speziell auf die Bulk-Konvertierung und selektive Migration von Ordnern und Postfächern ausgelegt ist.

Die Lösung unterstützt inkrementelle Migrationen, um Redundanzen zu vermeiden, und ist mit PST-Dateien älterer Versionen sowie Outlook 2019 und 2021 kompatibel. Das in Delhi ansässige Unternehmen positioniert die Anwendung als nahtlose Cloud- Lösung für den Transfer von Datendateien.

Ergänzend dazu adressiert SysTools den Bedarf an Migrationen innerhalb von SharePoint Online. Das entsprechende Werkzeug ermöglicht den Transfer von Dokumentbibliotheken, Dateien und Ordnern unter Beibehaltung der bestehenden Hierarchiestrukturen. Für IT-Administratoren bietet die Windows-kompatible Software detaillierte Berichte über die erfolgten Bulk-Transfers.

Um die Fehlerrate bei solchen Projekten zu senken, integriert WholeClear in der Version 11.0 einen automatisierten Diagnose-Check. Dieser prüft vor dem Start der Migration Parameter wie den verfügbaren Speicherplatz, Login-Daten und die Ordnerstruktur, da laut internen Erhebungen jede fünfte Support-Anfrage auf vermeidbare Transferfehler zurückzuführen ist.

Herausforderungen bei Governance, KI und Server-Updates

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Die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Bürokommunikation beeinflusst die Anforderungen an die Daten-Governance massiv. Eine Untersuchung von ShareGate zeigt, dass 78 Prozent der KI-Führungskräfte einen direkten Zusammenhang zwischen Governance-Maßnahmen und dem Vertrauen in KI-Investitionen sehen.

Obwohl 96 Prozent der Befragten der Governance innerhalb von Microsoft 365 vertrauen, berichteten 29 Prozent, dass KI-Anwendungen Inhalte offenlegten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Zudem verzeichneten 71 Prozent der Verantwortlichen eine erhöhte Arbeitslast durch Governance-Aufgaben nach der Aktivierung von KI-Funktionen.

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Parallel dazu kommt es bei der Bereitstellung von Kerninfrastruktur zu Verzögerungen. Microsoft hat das kumulative Update (CU1) für den Exchange Server erneut verschoben. Grund hierfür sind Ergebnisse aus KI-gestützten Code-Scans.

Nachdem die Veröffentlichung ursprünglich für das erste Halbjahr 2026 und später für das zweite Halbjahr 2026 geplant war, existiert derzeit kein verbindlicher Zeitplan mehr. Analyst Manoj Chandra Jha rät Unternehmen daher, die monatlichen Sicherheitsupdates konsequent zu verfolgen und das CU1-Update als triggerbasiertes Projekt einzuplanen.

Speziallösungen für Sicherheit und Datensicherung

In hochregulierten Bereichen wie dem Rechtswesen oder der Verteidigung steigen die Anforderungen an die Datensicherung. HYCU bietet mit R-Serve eine Backup-Lösung für die iManage Cloud an, die kundenkontrollierte Backups und unveränderliche WORM-Speicheroptionen auf Plattformen wie AWS, Azure oder Google Cloud umfasst.

Die Relevanz solcher Sicherungssysteme verdeutlicht eine Beispielrechnung für Kanzleien: Bei 200 Anwälten und einem angenommenen Stundensatz von 1.145 US-Dollar pro Person könnte ein zweistündiger Systemausfall zu einem Verlust von etwa 458.000 US-Dollar führen.

Für die militärische Kommunikation kooperieren Boldon James und INFODAS, um den sicheren E-Mail-Austausch über verschiedene Sicherheitsdomänen hinweg für die NATO zu ermöglichen. Hierbei wird das SAFEmail Military Messaging mit dem SDoT Security Gateway kombiniert, um NATO-Standards wie STANAG 4774 und 4778 zu erfüllen.

Im Bereich der Compliance für Regierungsauftragnehmer weist V2 Systems darauf hin, dass die bloße Nutzung der Cloud nicht automatisch zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben führt. Trotz der Aussetzung der CMMC Phase II im Juli 2026 bleiben Anforderungen wie NIST 800-171 weiterhin bindend.

Für die Wiederherstellung von Exchange-Datenbanken bietet zudem Shoviv Software einen Recovery Manager an, der für 219,05 Britische Pfund verfügbar ist und ab dem 2. Dezember 2026 bereitstehen soll.