KI in der HR: 14% der Unternehmen erstellen Zeugnisse automatisiert

Bitkom-Studie: KI-Einsatz im Personalwesen wächst, Datenschutz und EU AI Act bleiben zentrale Hürden für Unternehmen.

In der deutschen Personalwirtschaft gewinnt der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) zunehmend an praktischer Relevanz. Wie aus aktuellen Daten des Digitalverbands Bitkom hervorgeht, setzen derzeit 14 Prozent der Unternehmen in Deutschland KI-gestützte Systeme ein, um Arbeitszeugnisse zu erstellen.

Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung von 602 Unternehmen ab drei Beschäftigten, die Einblicke in die digitale Transformation der Personalabteilungen gibt.

Steigendes Interesse an automatisierter Zeugniserstellung

Die Akzeptanz gegenüber technologischen Hilfsmitteln bei der Bewertung von Mitarbeitern hat in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommen. Demnach zeigen aktuell 52 Prozent der befragten Unternehmen Interesse an der Nutzung von KI für die Erstellung von Arbeitszeugnissen.

Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 45 Prozent. Dieser Trend deutet darauf hin, dass Personalverantwortliche verstärkt nach Wegen suchen, zeitintensive administrative Aufgaben durch automatisierte Prozesse effizienter zu gestalten.

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Breite Anwendung in der Personalverwaltung

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Verfassen von Zeugnissen. Die Studie zeigt eine wachsende Verbreitung in verschiedenen Disziplinen des Personalwesens.

Besonders im Bereich der betrieblichen Weiterbildung ist die Nutzung von 12 Prozent im Jahr 2024 auf nunmehr 16 Prozent gestiegen. Auch beim Onboarding neuer Mitarbeiter findet die Technologie vermehrt Anwendung; hier kletterte der Anteil von 11 Prozent im Jahr 2024 auf aktuell 14 Prozent.

Einen signifikanten Zuwachs verzeichnet die Analyse der Arbeitsbelastung. Während im Jahr 2024 lediglich 6 Prozent der Firmen KI-Tools für Belastungsanalysen nutzten, hat sich dieser Anteil mit aktuell 13 Prozent mehr als verdoppelt.

Darüber hinaus greifen 13 Prozent der Unternehmen auf KI-basierte Chat-Systeme für interne Anfragen der Belegschaft zurück, während 12 Prozent der Betriebe die Technologie bereits für die Leistungsbewertung einsetzen.

Regulatorische Hürden und Datenschutz als Hemmnisse

Trotz der erkennbaren Dynamik und des wachsenden Interesses identifiziert die Bitkom-Erhebung auch deutliche Barrieren, die einer noch schnelleren Verbreitung im Wege stehen.

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Als wesentliche Hemmnisse für den KI-Einsatz im Personalwesen nennen die befragten Unternehmen vor allem Bedenken im Bereich des Datenschutzes. Zudem wird der EU AI Act als regulatorische Herausforderung angeführt, die bei der Implementierung neuer Systeme berücksichtigt werden muss.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Künstliche Intelligenz zwar in immer mehr HR-Prozesse integriert wird, die rechtlichen Rahmenbedingungen und Sicherheitsanforderungen jedoch weiterhin die zentralen Entscheidungskriterien für deutsche Unternehmen bleiben. Die Personalverwaltung befindet sich somit in einem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Effizienzsteigerung und der Notwendigkeit einer rechtssicheren Anwendung.