Der Personaldienstleister ManpowerGroup hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2025–2026 vorgelegt. Unter dem Leitmotiv „Human First, Digital Always“ rückt das Unternehmen die gezielte Weiterbildung von Beschäftigten ins Zentrum seiner Strategie und stuft Qualifizierungsprogramme als wesentlichen Nachhaltigkeitsfaktor für die Bewältigung der Transformation durch künstliche Intelligenz ein.
Programme zur Qualifizierung und interne Weiterbildung
Im Rahmen des Berichts verweist das Unternehmen auf mehrere Initiativen zum Kompetenzaufbau. Über das Programm „People & Prosperity 2025“ wurden weltweit 209.130 Zeitarbeitnehmende in Qualifizierungsmaßnahmen eingebunden, wofür 43,1 Millionen US-Dollar investiert wurden. Die globale Initiative MyPath verzeichnet mittlerweile mehr als 332.000 Teilnehmende und Alumni.
Zusätzlich erreichte die Experis Academy im Jahr 2025 über 6.000 Teilnehmende in zwölf europäischen Ländern. Für die spanische Region Aragón wird laut dem Bericht erwartet, dass voraussichtlich mehr als 1.800 zusätzliche AWS-bezogene Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen.
Auch intern forciert der Konzern die Nutzung neuer Technologien: Mehr als 4.200 Beschäftigte wurden umfassend in KI geschult, wobei über 30.000 KI-bezogene Sessions stattfanden. Mittlerweile nutzen 81 Prozent der Beschäftigten des Unternehmens täglich KI-Tools.
Hürden bei der betrieblichen KI-Adoption
Dass Weiterbildung dringend erforderlich ist, unterstreicht die Untersuchung „The New Talent Equation“ von ManpowerGroup Talent Solutions für die USA und Großbritannien. Demnach setzen zwar über 90 Prozent der befragten Organisationen KI in der Talentgewinnung ein, doch weniger als 5 Prozent berichten von transformativen Ergebnissen.
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Lediglich 17 Prozent sehen eine fortgeschrittene Vorbereitung ihrer Belegschaft, während 86 Prozent die KI-bezogene Umschulung als oberste Priorität einstufen. Zudem verzeichnen fast 78 Prozent der Arbeitgeber Ängste vor Jobverlusten unter den Beschäftigten, und 63 Prozent registrieren Widerstände nach der Einführung von KI-Tools.
Die Dringlichkeit wird durch regionale Entwicklungen verdeutlicht: In Mexiko hatten 2025 rund 70 Prozent der Arbeitgeber Besetzungsschwierigkeiten, während der Mangel an IT-Fachkräften bei 77 Prozent lag.
Gleichzeitig stieg dort der Anteil an Stellenausschreibungen mit KI-Kompetenzanforderungen von 5,62 Prozent im Jahr 2023 auf 13,95 Prozent im Jahr 2025. Der mexikanische KI-Markt lag 2025 bei 17 Millionen US-Dollar und soll bis 2033 auf 180 Millionen US-Dollar anwachsen.
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Globalen Prognosen des Weltwirtschaftsforums zufolge müssen bis 2030 rund 59 Prozent der weltweiten Arbeitskräfte umgeschult werden, da sich die Kernkompetenzen um 70 Prozent verschieben.
Fortschritte bei Diversitäts- und Klimazielen
Neben der Qualifizierung dokumentiert der Bericht auch Fortschritte in den Bereichen Soziales, Governance und Ökologie. Bei einem europäischen Kunden aus dem Windenergiesektor stieg der Frauenanteil nach einer fünfjährigen Transformation von unter 8 auf über 38 Prozent. Im Bereich Governance hält das Unternehmen den EcoVadis-Gold-Status, womit es zu den besten 5 Prozent gehört, und erhielt zum 17. Mal die Auszeichnung von Ethisphere.
Bei den Umweltkennzahlen sanken die Treibhausgasemissionen der ManpowerGroup seit 2019 insgesamt um 24 Prozent. Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen gingen im Vergleich zum Basiswert von 2019 um 32 Prozent zurück, die Scope-3-Emissionen um 22 Prozent.
Der Anteil erneuerbarer Elektrizität erreichte 44 Prozent. Im Jahr 2025 verringerten sich zudem die Emissionen aus Geschäftsreisen um 28 Prozent und die lieferantenbezogenen Emissionen um 30 Prozent.

