Deutsche Unternehmen investieren massiv in Künstliche Intelligenz, doch die erhofften Gewinne bleiben aus. Das zeigt die aktuelle PwC-CEO-Studie.
Mehr als die Hälfte der weltweit befragten Vorstandschefs sieht noch keinen Return on Investment (ROI) für ihre KI-Projekte. 56 Prozent der CEOs berichten, dass KI weder Umsatzwachstum noch Kostensenkungen gebracht hat. Die Studie offenbart eine globale Kluft zwischen hohen Investitionen und mageren kurzfristigen Erträgen.
Globaler Trend: Hohe Ausgaben, magere Rendite
Weltweit stecken Unternehmen Milliarden in KI, doch die Bilanz ist durchwachsen. Nur 30 Prozent der CEOs verzeichneten im vergangenen Jahr höhere Umsätze durch KI, 26 Prozent senkten Kosten. Jeder Fünfte (22 Prozent) musste sogar steigende Ausgaben verkraften.
Die Königsklasse – gleichzeitiges Umsatzwachstum und Kostensenkung – schafften nur zwölf Prozent der Unternehmen. Viele Firmen stecken offenbar in der Phase des „Innovation-Theaters“ fest: Sie führen Pilotprojekte durch, die sich nicht skalieren lassen und keinen strategischen Mehrwert bringen.
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Deutschlands Paradox: Top-Investitionsstandort mit Problemen
Deutschland gilt global als äußerst attraktiv. Das Land liegt gemeinsam mit Großbritannien und Indien auf Platz zwei der wichtigsten Investitionsziele. 13 Prozent der CEOs weltweit wollen hier wachsen.
Doch der Weg zur profitablen KI-Nutzung ist steinig. Ein massiver Fachkräftemangel bremst die Skalierung von Projekten aus. Zudem kämpfen viele Betriebe, besonders im industriellen Mittelstand, mit der Integration von KI in bestehende Altsysteme.
Die regulatorischen Hürden sind hoch. Das strenge deutsche Datenschutzrecht erschwert datenintensive KI-Projekte. Die noch junge EU-KI-Verordnung (AI Act) sorgt für erhebliche Rechtsunsicherheit bei den Unternehmen.
Die größten Bremsklötze: Daten und Know-how
Der Mangel an nutzbaren Daten hemmt den Fortschritt. Viele Firmen haben nur begrenzten Zugang zu großen industriellen Datensätzen. Auch offene Behördendaten werden noch zu wenig genutzt.
Doch die Einstellung ändert sich rasant. Während die Adoption bis 2023 schleppend verlief, sehen heute die meisten deutschen Unternehmen KI als kritisch für ihr Geschäftsmodell an. Die Budgets werden deutlich erhöht – ein klares Signal für den Aufholwillen.
Experten fordern einen mehrgleisigen Ansatz: eine Kultur der Zusammenarbeit und datenschutzkonforme, aber innovationsfreundliche Richtlinien.
Vom Nachteil zum Wettbewerbsvorteil?
Die aktuelle Regulierung, heute noch als Hürde empfunden, könnte sich zum Standortvorteil wandeln. Deutsche Firmen, die die EU-KI-Verordnung vorbildlich umsetzen, könnten zum globalen Maßstab für „vertrauenswürdige KI“ werden.
Die PwC-Analyse warnt davor, KI isoliert zu betreiben. Die Technologie müsse entlang einer klaren Strategie skaliert werden, sonst drohe der Stillstand im Dauer-Pilotmodus.
Ausblick: Talentoffensive nötig
Die Zukunft der KI in Deutschland hängt von der Lösung der Engpässe ab. Im Fokus stehen die Qualifizierung der bestehenden Belegschaft und der Ausbau von KI-Studiengängen.
Erwartet wird eine engere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. Ziel sind Rahmenwerke für verantwortungsvolles Datenteilen und innovationsfreundliche Testumgebungen wie „KI-Regulierungssandboxen“.
Für deutsche Unternehmen heißt die Devise: weg vom Experimentieren, hin zur tiefen Integration. Die Investitionen sind getätigt. Der ersehnte ROI erfordert nun eine strategische, unternehmensweite Transformation von Prozessen, Kompetenzen und Datennutzung.
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