Finanzteams verbringen 13 Stunden pro Woche mit der Kontrolle von KI-Ergebnissen – der Bedarf an klassischer Datenkompetenz steigt.
Trotz des rasanten Vormarsches Künstlicher Intelligenz in Unternehmen zeigt eine neue Studie: Die Nachfrage nach grundlegenden Datenfähigkeiten bleibt hoch. Der am Montag veröffentlichte Report The Emerging Economics of AI in Finance von IDC und Sage enthüllt ein Paradoxon der Digitalisierung. Finanzabteilungen verbringen durchschnittlich 13 Stunden pro Woche damit, KI-generierte Ergebnisse zu überprüfen. Diese manuelle Kontrolle – von den Autoren als „Verifikationssteuer“ bezeichnet – frisst satte 26 Prozent der Produktivitätsgewinne wieder auf.
Der Preis der Automatisierung
Die Zahlen sind ernüchternd: 48 Prozent der Befragten investieren mehr als 15 Stunden pro Woche in die Nachkontrolle, 19 Prozent sogar über 30 Stunden. Nur vier Prozent der Finanzabteilungen arbeiten mit einem hohen Maß an Autonomie. Die Folge: Fortgeschrittene Kenntnisse in Microsoft Excel bleiben eine der gefragtesten Qualifikationen für Bürojobs. In über 80 Prozent der Stellenausschreibungen für daten- und büroorientierte Positionen wird Excel-Kompetenz vorausgesetzt.
Bildungsanbieter reagieren auf diesen Bedarf mit neuen Schulungsprogrammen. Nexacu startet am heutigen Dienstag eine Serie von Excel-Kursen in Sydney – von Grundlagen bis zur Makro-Programmierung, als eintägige Intensivtrainings vor Ort oder online. Die Greater Reading Chamber Alliance bietet ab dem 29. Juli einen zehnstündigen Online-Kurs an, der sich auf logische Formeln, Zielwertsuche und Pivot-Tabellen konzentriert.
Für Buchhaltungsprofis hält die Excel University NASBA-akkreditierte Kurse mit Fortbildungspunkten bereit. Die Themen: Finanzmodellierung, Power Query und Suchfunktionen. Auch Anbieter wie Computer Learning Zone erweitern ihr Angebot um Spezialthemen wie XLOOKUP und Datenvalidierung.
Weltweite Bildungsoffensive
Finanzteams verlieren 13 Stunden pro Woche durch KI-Nachkontrolle. Der Report zeigt, wie Sie mit einem eintägigen Excel-Intensivtraining und NASBA-akkreditierten Kursen Ihre Produktivität zurückgewinnen. Jetzt kostenlosen Trainings-Guide anfordern
International gewinnt die Excel-Weiterbildung an Fahrt. In Vadodara (Indien) bietet das Arth Training Institute ein- bis zweimonatige Aufbaukurse mit Schwerpunkt VBA-Makros und Power Query an. In Moradabad listen lokale Verzeichnisse bereits über 115 Schulungsinstitute – ein Indikator für den wachsenden Bedarf an technischen Softwarekenntnissen in Schwellenländern.
Die Kursinhalte folgen einem gestaffelten System: Einsteiger lernen die Bedienoberfläche und Grundformeln wie SUMME, MITTELWERT und Zellbezüge. Fortgeschrittene Module behandeln komplexe Datenmanipulationen, benannte Bereiche und erweiterte Suchtechniken.
Wenn Excel auf KI trifft
Die Grenzen zwischen klassischer Tabellenkalkulation und moderner Automatisierung verschwimmen zunehmend. AuditFile kündigte am Montag die Integration von E-Signaturen in seine KI-gestützte Prüfungsplattform an. Nutzer können Excel- und Word-Dokumente direkt aus dem Prüfungsprozess zur Unterschrift versenden. CEO Steven Bong betont: „Die Plattform übernimmt die administrative Papierarbeit, während die Prüfer sich auf die inhaltliche Kontrolle konzentrieren können.“
Ein ähnlicher Trend zeigt sich auf dem Carolinas AI & Automation Summit am 15. und 16. Juli. Die Veranstaltung bietet praxisnahe Schulungen für Microsoft Copilot und zeigt, wie Fachkräfte und Kleinunternehmer KI mit bestehenden Produktivitätsanwendungen verbinden können.
92% der Finanzverantwortlichen setzen KI ein – doch die Verifikationssteuer frisst 26% der Gewinne. Stattdessen: Praxis-Checkliste KI-Verifikation und Excel-Kurse mit Fortbildungspunkten. Trainings-Guide mit Checkliste sichern
Das menschliche Element bleibt entscheidend
Laut einer Studie von Robert Half setzen bereits 92 Prozent der Finanzverantwortlichen KI in ihren Systemen ein. Doch der Übergang bleibt ein manuell geprägter Prozess. Das Institute of Management Accountants (IMA) hat deshalb Mikro-Zertifikate eingeführt. IMA-CEO Michael DePrisco bringt es auf den Punkt: „KI-Reife im Finanzwesen erfordert eine Kombination aus Urteilsvermögen, Prozessmanagement und menschlichen Kompetenzen.“ Die klassische Datenkompetenz bleibt demnach unverzichtbar – auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

