KI-PCs: Hype verpufft, Käufer bleiben skeptisch

Die erste Welle von KI-PCs überzeugt Kunden nicht, da klare Anwendungsfälle fehlen. Hersteller passen ihre Marketingstrategie an und setzen wieder auf klassische Leistungsargumente.

Die als Revolution angepriesenen KI-PCs kämpfen mit einer ernüchternden Realität: Die Hardware ist da, der echte Nutzen für Verbraucher und Unternehmen fehlt. Trotz massiver Marketingoffensiven der Hersteller bleibt die Nachfrage weit hinter den Erwartungen zurück – und steigende Komponentenpreise verschärfen die Lage.

KI-Features überzeugen nicht

Die erste Welle sogenannter KI-PCs, die 2025 mit großem Getöse auf den Markt kam, hat keinen nennenswerten Kaufrausch ausgelöst. Branchengrößen wie Dell Technologies räumen ein: Die aggressive Bewerbung der KI-Funktionen hat bei Kunden eher für Verwirrung als für Begeisterung gesorgt. Käufer priorisieren weiterhin klassische Werte wie Leistung, Akkulaufzeit und Displayqualität.

Eine aktuelle Gartner-Studie bestätigt den Trend. Zwar wuchs der PC-Markt im vierten Quartal 2025 – angetrieben durch den Windows-11-Umstieg und Unternehmensinvestitionen. Doch die Studie stellt klar: Die meisten lokalen KI-Funktionen bieten bislang keinen spürbaren Produktivitätsvorteil gegenüber etablierten Cloud-Lösungen. Das ist ein Kernproblem für die Akzeptanz.

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Fehlende Killer-App bremst den Markt

Warum zögern die Kunden? Ein Hauptgrund ist das Fehlen einer überzeugenden „Killer-Applikation“, die die Notwendigkeit eines speziellen KI-Prozessors (NPU) im Gerät eindeutig demonstriert. Die populärsten KI-Tools wie ChatGPT laufen problemlos im Browser – plattformunabhängig und ohne teure Spezialhardware.

Die bisherigen lokalen KI-Funktionen wirken dagegen wie Spielerei: Ein verbesserter Hintergrund-Weichzeichner in Video-Calls oder kleine Leistungsoptimierungen reichen nicht für einen neuen Upgrade-Zyklus aus. Selbst das als Flaggschiff-Funktion beworbene Windows Recall scheiterte an Datenschutzbedenken. Ohne einen unverzichtbaren Anwendungsfall fällt die Investitionsentscheidung schwer.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen verschärfen die Krise

Die ohnehin schwierige Nutzenfrage wird durch externe Wirtschaftsfaktoren weiter verkompliziert. Ironischerweise trägt der KI-Boom in Rechenzentren zu einer globalen Speicherknappheit bei. Die Preise für DRAM und NAND steigen, was PC-Hersteller unter Kostendruck setzt.

Analysten prognostizieren für 2026 Preissteigerungen von 15 bis 20 Prozent für PCs. In unsicheren makroökonomischen Zeiten zögern viele Unternehmen daher, umfangreiche Hardware-Erneuerungen durchzuführen. Die geplanten KI-PC-Offensiven treffen auf eine zurückhaltende Käuferschaft.

Hersteller korrigieren ihre Strategie

Angesichts der klaren Marktsignale passen führende Hersteller bereits ihre Taktik an. Dell etwa bewirbt seine Geräte nicht mehr primär mit KI, sondern rückt wieder Kernleistung und Nutzererfahrung in den Vordergrund. Die KI-Fähigkeiten werden als Zusatznutzen für die Zukunft positioniert, nicht als Hauptverkaufsargument.

Diese strategische Wende zeigt: Die Branche begreift, dass die Technologie einem klaren Zweck dienen muss. KI darf kein leeres Marketing-Buzzword bleiben, sondern muss echten Mehrwert schaffen.

Langfristige Prognose bleibt verhalten optimistisch

Trotz der aktuellen Rückschläge schreiben Analysten der Technologie langfristig Potenzial zu. Gartner prognostiziert, dass KI-PCs im kommenden Jahr mehr als die Hälfte des Marktes ausmachen werden, einfach weil die Hardware in Neugeräten zum Standard wird.

Die entscheidende Frage für die nahe Zukunft lautet: Schafft es die Industrie, die Nutzenlücke zu schließen? Entwickler müssen Anwendungen kreieren, die die lokalen NPUs in puncto Geschwindigkeit, Datenschutz oder Offline-Fähigkeit tatsächlich überlegen machen. Der anfängliche Hype ist verflogen. Jetzt muss die PC-Branche beweisen, dass der KI-PC kein Produkt auf der Suche nach einem Problem ist – sondern ein Werkzeug für die produktive Zukunft.

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