Gleich mehrere Entwickler haben diese Woche neue Werkzeuge vorgestellt, die die Produktion professioneller Präsentationen und visueller Marketingmaterialien grundlegend vereinfachen sollen.
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Chatten statt klicken: Conversational AI erobert die Folienbearbeitung
Am 10. Juni 2026 veröffentlichte Shenzhen Pixso Technology die Version 1.37 von Presenti AI. Herzstück des Updates ist der Single-Slide AI Chat – ein eingebetteter Assistent, der es Nutzern erlaubt, einzelne Elemente einer Präsentation per Chat zu bearbeiten. Ob Diagramme, Tabellen oder Textinhalte: Die Änderungen erfolgen direkt über die Chat-Schnittstelle im Editor.
Die Plattform verarbeitet unterschiedlichste Eingabeformate: Textanweisungen, Word-Dokumente, PDFs, Markdown und Mindmaps. Besonders praktisch: Auch Audio-Input und bestehende PowerPoint-Dateien werden unterstützt. Eine automatisierte Engine übernimmt Layout und Design in mehreren Sprachen.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt SketchBubble AI, das ebenfalls am 10. Juni vorgestellt wurde. Das Tool verwandelt Ideen innerhalb weniger Minuten in strukturierte Präsentationen. Auf Basis von Schlüsselwörtern generiert es Folien mit Inhalt und Design – exportierbar für Google Slides, PPTX und PDF.
Gamma.app knackt die 100-Millionen-Marke
Wie groß der Markt für KI-gesteuerte Produktivitätstools inzwischen ist, zeigen die aktuellen Zahlen von Gamma.app. Die Plattform, die 2022 an den Start ging, verzeichnet mittlerweile über 100 Millionen Nutzer. Der Jahresumsatz liegt bei 100 Millionen US-Dollar – umgerechnet rund 93 Millionen Euro. Eine Serie-B-Finanzierungsrunde brachte zudem 68 Millionen US-Dollar (etwa 63 Millionen Euro) ein. Die Bewertung des Unternehmens: rund 2,1 Milliarden US-Dollar.
Für Nutzer, die langfristig planen, bietet PowerPresent AI seit dem 9. Juni eine lebenslange Lizenz an. Das browserbasierte Tool generiert Folien aus URLs oder Dokumenten und greift auf eine Bibliothek mit über 100 Designer-Layouts zurück.
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Mobile Revolution: KI-Videos direkt vom iPhone
Im Mobile-Bereich sorgte der Launch der Naivideo iOS-App am 10. Juni für Aufsehen. Entwickelt von PicLumen AI, erstellt die App kurze KI-Videos aus Bildern und Textanweisungen – direkt auf dem iPhone. Durch die Verarbeitung direkt auf dem Gerät sollen Datenschutz und Geschwindigkeit gleichermaßen profitieren. Ein Segen für alle, die Produkt- oder Social-Media-Inhalte unterwegs erstellen wollen.
Auch Apple hat nachgelegt. Auf der Entwicklerkonferenz am 9. Juni kündigte der Konzern Verbesserungen für Image Playground und die Fotos-App an. Neue Funktionen erlauben es, Bildinhalte über die ursprünglichen Grenzen hinaus zu erweitern, Bilder neu zu komponieren und automatisch zu optimieren. Das Ziel: realistischere Bildgenerierung und präzisere Entfernung störender Elemente.
Leistungsvergleich: Wer liefert die besten Ergebnisse?
Doch wie gut sind diese Tools wirklich? Ein am 10. Juni veröffentlichter Vergleich von vier KI-Präsentationstools – Baidu Wenku, Kimi, Quark AI und Coze Space – liefert erste Antworten. Getestet wurde die Fähigkeit, einen Jahresbericht zu erstellen. Das Ergebnis: Coze Space war die einzige Plattform, die eigenständig Diagramme generierte und Daten logisch strukturiert hervorhob. Die anderen Tools zeigten zwar Fortschritte bei der Dokumentenverarbeitung, haderten aber noch mit der Datenvisualisierung und KI-typischen Ungenauigkeiten.
E-Commerce: 80 Prozent Kostenersparnis durch KI
Besonders dramatisch fallen die Einsparungen im E-Commerce aus. Pollo AI launchte am 10. Juni seinen Commerce Studio mit Workflows für virtuelle Anproben und Produktpräsentationen. Noch einen Schritt weiter geht Kidoku: Das Unternehmen brachte Anfang Juni „AI Creative One“ auf den Markt. Die KI-gesteuerte Bildgenerierung soll die Produktionskosten im Vergleich zur traditionellen Produktfotografie um bis zu 80 Prozent senken – und die Arbeitszeit um rund 94 Prozent. Wichtig für datenschutzbewusste Händler: Hochgeladene Kundendaten werden nicht für das Training der Modelle verwendet.

