ClickUp bringt mit Brain2 eine umfassende KI-Plattform auf den Markt, während Studien zeigen: Die Produktivitätsgewinne durch künstliche Intelligenz kommen bislang vor allem den Mitarbeitern zugute – nicht ihren Arbeitgebern.
ClickUp Brain2: Der Alleskönner fürs Unternehmen
ClickUp hat am heutigen Samstag Brain2 vorgestellt – eine KI-Plattform, die mit vollem Unternehmenskontext arbeitet. Statt isolierter Einzeltools setzt die Lösung auf ein einheitliches Ökosystem. Die Plattform kombiniert optimierte Modelle wie Claude, GPT und Gemini und schafft so Produktionsergebnisse mit wachsendem Gedächtnis. In Blindtests schnitt das System besser ab als allgemeine KI-Assistenten.
Die Software ist über Web, Desktop und Mobilgeräte nutzbar und erfüllt mit SOC 2 und ISO 42001 höchste Sicherheitsstandards. Ein klarer Schritt zur Konsolidierung des zersplitterten KI-Marktes.
Neue Spezialisten für Slack, Sprache und Code
Auch andere Anbieter ziehen nach. Anthropic brachte am 23. Juni Claude Tag auf den Markt – eine Funktion, die den KI-Assistenten zum ständigen Teammitglied in Slack-Kanälen macht. Die KI kann eigenständig Aufgaben im Hintergrund erledigen und sich selbst korrigieren. Bereits Anfang Juni stellte Anthropic zudem auf ein Pay-as-you-go-Modell für seine Modelle Opus 4.8 und Sonnet 4.6 um.
Speechify veröffentlichte am 25. Juni eine KI-gestützte Spracheingabe für iOS und Mac. Die Tastatur-App entfernt automatisch Füllwörter, korrigiert die Grammatik und fügt den Text direkt in Anwendungen wie Gmail, Slack oder Notion ein.
Open-Source-Welle für Entwickler
Im Entwicklerbereich sorgt Orca von Stably für Aufsehen. Die am 24. Juni veröffentlichte, quelloffene Entwicklungsumgebung steuert ganze Flotten von KI-Code-Agenten parallel und unterstützt über 30 Kommandozeilen-Assistenten, darunter Codex, Grok und Cursor.
Drei weitere Open-Source-Tools kamen am 26. Juni hinzu: Der Prism Carbon Tracker misst als VS-Code-Erweiterung den Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß von KI-Code-Assistenten. Super Productivity bietet lokales Aufgaben- und Zeitmanagement ohne Telemetrie. TAMOSS wiederum ist eine Kubernetes-native Lösung für Medien-Workflows.
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Die große Kluft: Effizienz ohne Gewinn
Doch der Tools-Rausch verdeckt ein fundamentales Problem. Eine Anthropic-Umfrage unter 81.000 Nutzern zeigt: Die Produktivität steigt im Schnitt um 5,1 von 7 Punkten. Doch nur zehn Prozent der Befragten glauben, dass ihre Arbeitgeber diesen Wert auch einfangen können.
Die Gallup-Daten bestätigen den Trend: 65 Prozent der Arbeitnehmer berichten von persönlichen Gewinnen durch KI, aber nur 12 Prozent sehen eine Transformation ihres Unternehmens. Eine Studie des National Bureau of Economic Research unter 6.000 Führungskräften kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: 89 Prozent melden keine signifikante Produktivitätssteigerung in den letzten drei Jahren.
Die PwC-Analysten liefern die Erklärung: Nur 20 Prozent der Firmen sichern sich 74 Prozent aller KI-generierten Werte. Der Rest schaut in die Röhre.
Gigantische Reichweiten, überschaubare Preise
Während die Unternehmen noch hadern, wachsen die Plattformen rasant. Googles Gemini hat die Marke von 900 Millionen monatlichen Nutzern geknackt und ist in über 230 Ländern aktiv. Die tiefe Integration in das Google-Ökosystem und die Multimodalität sind die Trumpfkarten.
Die Preise für KI-Assistenten bleiben gespalten: ChatGPT Plus und Perplexity Pro kosten umgerechnet etwa 18 Euro pro Monat, Google Gemini Plus schlägt mit rund 4,50 Euro zu Buche. Im Projektmanagement-Bereich startet GoodDay bei etwa 5,50 Euro, während Motion mit rund 26 Euro das obere Ende markiert. Spezialisierte Automatisierung wie Lindy kostet umgerechnet etwa 45 Euro.
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Im südostasiatischen Markt hat Tencent Cloud am 26. Juni neue KI-Agenten vorgestellt: WorkBuddy für Büro-Workflows und Miora für kreative Studios. Die Plattform TokenHub bündelt als Model-as-a-Service-Angebot den Zugriff auf Drittanbieter-Modelle über eine einzige API-Schnittstelle.

