OpenAI-Chef Sam Altman ist in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist und hat am Rande der Branchenkonferenz ADIPEC in Abu Dhabi vier Abkommen mit dortigen Institutionen unterzeichnet. Die Vereinbarungen umfassen die Bereiche Energie, Verwaltung, Investitionen sowie eine breitere Anwendung künstlicher Intelligenz.
Kronprinz Sheikh Khaled bin Mohamed bin Zayed Al Nahyan empfing Altman und wohnte der feierlichen Unterzeichnung bei. Laut Berichten vom 2. November 2026 hob Altman hervor, dass Abu Dhabi und die Vereinigten Arabischen Emirate einen mutigen weltweiten Maßstab für die Integration von KI setzten.
Energieprognosen und Verwaltungseinsatz
Zu den Kernvereinbarungen zählt ein Kooperationsvertrag zwischen dem staatlichen Energiekonzern ADNOC, der G42-Tochter Inception42 und OpenAI. Laut ADNOC-Chef Sultan Al Jaber setzt das Unternehmen damit als weltweit erster Energiekonzern auf sogenannte Frontier-Technologie von OpenAI.
Die Systeme basieren auf GPT-Modellen, die auf einer Inferenzinfrastruktur innerhalb der VAE betrieben werden. Autonome Software-Agenten von OpenAI sollen künftig fortlaufend das Rohölangebot, die globale Nachfrage sowie Preise und Raffineriemargen prognostizieren.
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Auf der Konferenz betonte Altman seine Freude über die Zusammenarbeit und nannte die Partnerschaft einen bedeutsamen Schritt. Zudem verwies er auf den Einsatz von ChatGPT sowie auf das kurz vor der Veröffentlichung stehende Modell GPT-6 und sprach von einer neuen Renaissance.
Parallel dazu startete die Regierung von Abu Dhabi gemeinsam mit OpenAI eine Initiative für eine KI-basierte, maschinenlesbare Verwaltung unter Führung des Department of Government Enablement. Ein erstes Pilotprojekt wird bei der Behörde für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit ADAFSA zur Überwachung von Lebensmittelimporten bereits produktiv eingesetzt.
Die Prüfschritte bleiben dabei auf bestehende Rechtsvorschriften rückführbar und werden über Rechenzentren mit Grafikprozessoren innerhalb der Emirate berechnet, während Beamte die Aufsicht behalten.
Investitionen und langfristige Zusammenarbeit
Neben den Vereinbarungen für Energie und Verwaltung vereinbarten die staatliche Investmentgesellschaft Mubadala, Inception42 und OpenAI den Einsatz von KI-Systemen zur Investitionsanalyse, Identifikation von Marktchancen und Risikobewertung. Darüber hinaus schlossen Inception42 und OpenAI einen Fünfjahresvertrag, um Frontier-KI flächendeckend in Verwaltung, Wirtschaft und Bildungswesen der VAE zu verankern.
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Die VAE treiben zugleich den Ausbau der physischen Infrastruktur voran: OpenAI tritt als Partner in der ersten phase eines Projekts für KI-Rechenzentren mit einer Leistung von 5 Gigawatt auf, das das Land gemeinsam mit US-Technologieunternehmen realisiert.
Laut Berichten wirbt OpenAI im Umfeld der Gespräche bei der Abu-Dhabi-Gesellschaft MGX um weitere Finanzmittel, wobei Verhandlungen über eine Ankerinvestition in einer Finanzierungsrunde von bis zu 30 Milliarden US-Dollar geführt wurden.
Zuvor hatte Altman am 31. Oktober 2026 Station in Südkorea gemacht. Bei Samsung hielt er vor rund 50 Führungskräften einen Vortrag über die Gestaltung der kommenden zehn Jahre durch KI und traf den Vorsitzenden der SK-Gruppe, Chey Tae-won, zu Gesprächen über Hardwarekomponenten und Rechenzentren.
Mit den neuen Abkommen in Abu Dhabi festigt OpenAI seine strategische Präsenz im Nahen Osten und bindet seine Technologie direkt an Schlüsselindustrien der Region.

