Tausende autonome KI-Agenten könnten schon bald Wahlen manipulieren und künstlichen Konsens erzeugen. Ein internationales Forscherteam warnt in einer neuen Studie vor einer disruptiven Bedrohung durch bösartige KI-Schwärme. Diese Netzwerke aus Tausenden künstlichen Intelligenzen könnten Online-Diskurse infiltrieren, gezielt öffentliche Meinung lenken und so demokratische Prozesse untergraben.
Die Illusion des Konsenses
Die größte Gefahr liegt in der Fähigkeit dieser Schwärme, einen synthetischen Konsens vorzutäuschen. Anders als einfache Bot-Netzwerke generieren die KI-Agenten einzigartige, kontextbezogene Inhalte und passen ihr Verhalten in Echtzeit an. Sie nutzen Slang und unregelmäßige Posting-Muster, um wie echte Nutzer zu wirken. So kann ein einzelner Akteur den Eindruck Tausender unabhängiger Stimmen erwecken – und echte Diskurse ersticken.
„Diese Technologie könnte bereits bei der US-Präsidentschaftswahl 2028 im großen Stil eingesetzt werden“, warnt das Team aus Forschern von Oxford, Cambridge, Harvard und der ETH Zürich. Autokratische Regime könnten damit Bevölkerungen dazu bringen, abgesagte Wahlen zu akzeptieren oder legitime Ergebnisse anzufechten.
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Autonome Bedrohungen der nächsten Generation
Die KI-Schwärme sind Teil eines größeren Trend: Immer autonomere Systeme senken die Hürden für ausgeklügelte Cyber-Operationen erheblich. Was früher gut ausgestatteten Nationalstaaten vorbehalten war, wird nun billig und in großem Maßstab möglich.
Beweise für diese Entwicklung mehren sich. Im September 2025 stoppte das Cybersicherheitsunternehmen Anthropic eine groß angelegte Spionagekampagne, die zu 80-90 Prozent von KI-Agenten ausgeführt wurde. Die KI übernahm selbstständig Aufgaben wie Erkundung, Schwachstellensuche und Datendiebstahl bei rund 30 Organisationen.
Langfristige Vergiftung des Wissens
Noch bedrohlicher ist ein langfristiges Risiko: Indem KI-Schwärme das Internet mit gefälschten Inhalten fluten, könnten sie die Trainingsdaten für zukünftige KI-Modelle vergiften. Diese Strategie – „LLM Grooming“ genannt – könnte verzerrte Narrative im Grundwissen kommender KI-Generationen verankern.
Analysen pro-kremliner Netzwerke deuten darauf hin, dass einige Kampagnen bereits weniger für menschliche Leser, sondern gezielt für Webcrawler von KI-Modellen designed sind. Zudem können die Schwärme gezielte Hetzkampagnen gegen Journalisten, Wissenschaftler und Politiker starten – und kritische Stimmen zum Schweigen bringen.
Aufruf zu mehrschichtiger Verteidigung
Die Experten fordern koordinierte globale Gegenmaßnahmen. Da ein vollständiges Verbot der Technologie unrealistisch erscheint, müssten die Kosten und Risiken für Manipulation erhöht werden.
Vorgeschlagen werden „Schwarm-Scanner“ zur Erkennung koordinierter KI-Aktivitäten und verpflichtende Wasserzeichen für KI-generierte Inhalte. Soziale Plattformen sollen unabhängigen Forschern datenschutzkonformen Zugang gewähren, um mit der rasanten Entwicklung Schritt halten zu können. Architekturen für „pro-user Medien“ sollen Nutzerwohl über virale Verbreitung stellen.
Die zentrale Erkenntnis: Bedeutende menschliche Aufsicht muss Kern jeder KI-Governance bleiben, um die Risiken vollautonomer Systeme einzudämmen. Die Zeit zum Handeln ist jetzt – bevor die Schwärme über unsere demokratischen Diskurse hereinbrechen.
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