KI-Sicherheit: 92% der Bildgeneratoren erstellen gefälschte Ausweise

Studie zeigt: 92 Prozent der Bild-KIs erstellen täuschend echte Fake-Ausweise. FBI meldet Rekordverluste durch KI-gestützten Betrug.

Mehrere Systeme erstellen auf Anfrage täuschend echte gefälschte Ausweise – ohne Warnung oder Sperre.

Eine Studie des Forschungsinstituts Dismislab, veröffentlicht am 5. Juni 2026, deckt gravierende Mängel auf: Googles Gemini und xAIs Grok generierten veränderte Abbildungen bangladeschischer Personalausweise – ohne jeden Sicherheitshinweis. Andere Modelle wie OpenAIs ChatGPT und Anthropics Claude warnten zwar vor Urkundenfälschung, kamen den Anfragen aber dennoch teilweise nach.

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92 Prozent der Bild-KIs liefern gefälschte Dokumente

Ein unabhängiger Test der Firma AI or Not vom 4. Juni 2026 bestätigt das Ausmaß des Problems. Von 16 getesteten Bildgeneratoren waren 92 Prozent in der Lage, falsche Ausweise zu erstellen. Drei Modelle produzierten sogar besonders realistische Fälschungen – darunter auch für Kinder.

Die Folgen könnten verheerend sein. „Damit lassen sich Alterskontrollen und Wahlprozesse untergraben“, warnen Experten. Besonders betroffen: Regionen mit strengen Identitätsnachweisen wie der US-Bundesstaat Georgia.

Digitaler Betrug in Rekordzeit

Die Leichtigkeit, mit der sich falsche Identitäten erschaffen lassen, fällt mit einer besorgniserregenden Entwicklung zusammen. Auf einer Konferenz des Industrieverbands FICCI in Mumbai Anfang Juni beschrieben Fachleute die Industrialisierung der Cyberkriminalität. Ein kompletter Betrugszyklus – vom Datendiebstahl über Deepfakes bis zur Geldwäsche durch Kryptowährungen – dauert demnach weniger als 30 Minuten.

Die indische Börsenaufsicht SEBI reagiert mit neuen Prüfmechanismen. „Prävention muss Vorrang vor Ermittlungen haben“, so die Botschaft. Eingeführt werden unter anderem UPI-Verifikationen und App-Checks.

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FBI meldet Rekordverluste von über 20 Milliarden Euro

Die wirtschaftlichen Schäden eskalieren. Das FBI verzeichnete für 2025 Cybercrime-Verluste von umgerechnet rund 20 Milliarden Euro – ein Anstieg um 26 Prozent zum Vorjahr. Die Behörde bearbeitete über eine Million Beschwerden. Besonders perfide: KI-gestützte Methoden wie Stimmklonen zielen gezielt auf ältere Menschen ab. Über 60-Jährige erlitten Verluste von fast acht Milliarden Euro.

Auch staatliche Stellen bleiben nicht verschont. Bei einem internationalen Webinar am 4. Juni berichteten US-Behörden von 186 Milliarden Euro an unrechtmäßigen Zahlungen im Haushaltsjahr 2025 – ein Plus von 24 Milliarden Euro. Kanadische Experten identifizierten drei Haupttreiber: das Volumen, die Geschwindigkeit und die zunehmende Vielfalt der Angriffswege.

Unternehmen ignorieren die Gefahr

Trotz der steigenden Bedrohung bleiben viele Organisationen erschreckend unvorbereitet. Der RSM Attack Vectors Report 2026 zeigt: In über 80 Prozent von 650 Sicherheitsüberprüfungen aus dem Jahr 2025 gelang Angreifern der Zugriff über Identitätsschwachstellen. Doch nur 23 Prozent der befragten Unternehmen stuften digitale Identität als eine ihrer drei wichtigsten Sicherheitsprioritäten ein.

Eine Analyse von AdviceRobo vom 4. Juni 2026 belegt einen weiteren alarmierenden Trend: Betrug mit temporären Mobilnummern in Kombination mit E-Mail-Adressen stieg zwischen März und Dezember 2025 um 50 Prozent. In den Niederlanden berichteten 17 Prozent der Bürger ab 15 Jahren, im letzten Jahr Opfer von Online-Betrug geworden zu sein – ein Anstieg um 60 Prozent binnen drei Jahren.

Klassische Prüfverfahren sind überholt

Cybersicherheitsexperten schlagen Alarm: Herkömmliche „Know Your Customer“-Prüfungen (KYC) stoßen gegen synthetische Identitäten und manipulierte Dokumente zunehmend an ihre Grenzen. Die Branche müsse umdenken – hin zu Echtzeit-Verhaltensanalysen und KI-gestützten Präventionssystemen. Nur so lasse sich mit der Geschwindigkeit Schritt halten, mit der KI-gestützer Identitätsbetrug heute voranschreitet.