KI-Sicherheit: Bessents Vorschlag für USA und China bleibt ohne Pekings Zustimmung

Xi Jinping trifft Donald Trump zu einem dreitägigen Staatsbesuch. Im Mittelpunkt stehen KI-Sicherheit, Exportkontrollen und die Zukunft des Handelsabkommens.

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu seinem ersten offiziellen Staatsbesuch in den USA seit mehr als einem Jahrzehnt eingetroffen. Donald Trump empfängt den Gast am Mittwoch auf dem Militärstützpunkt Joint Base Andrews im US-Bundesstaat Maryland.

Der dreitägige Besuch umfasst eine feierliche Zeremonie im Weißen Haus, eine Militärparade im Rosengarten, den Besuch der National Archives sowie ein hochrangig besetztes Staatsdinner. Für Donnerstag, den 24. September 2026, ist auf dem Gelände des Weißen Hauses zudem eine Militärflugshow mit Beteiligung von fast 500 Militärangehörigen angesetzt.

Die Erwartungen an greifbare politische Durchbrüche stufen Beobachter wie Bonnie Glaser vom German Marshall Fund jedoch als gering ein. Das Verhältnis der beiden Staaten ist von anhaltenden Rivalitäten in Handelsfragen und der Sicherheitspolitik geprägt. Zudem verweisen Analysten auf eine fehlende persönliche Vertrauensbasis zwischen den beiden Staatsführern.

Tech-Spitze beim Staatsdinner geladen

Besondere Aufmerksamkeit zieht das für den 24. September 2026 geplante Staatsdinner auf sich. Wie aus Regierungskreisen verlautete, stehen führende Wirtschaftsvertreter auf der Gästeliste. Unter anderem sollen Jeff Bezos von Amazon, Sundar Pichai von Alphabet, Sam Altman von OpenAI, Tim Cook von Apple, Elon Musk von Tesla sowie Jensen Huang von Nvidia teilnehmen. Zudem werden Michael Dell und Citigroup-Chefin Jane Fraser erwartet.

Trotz der Anwesenheit prominenter Technologieentscheider gilt eine weitreichende Annäherung bei Regulierungsfragen als unwahrscheinlich. Ein zentraler Verhandlungspunkt ist die Kooperation im Bereich der künstlichen Intelligenz. Bislang beschränken sich die öffentlich diskutierten Initiativen auf einen bilateralen Dialog und einen Melde-Mechanismus für nationale Sicherheitsbedrohungen.

Finanzminister Scott Bessent hatte am 20. September 2026 nach Beratungen mit Chinas Vize-Premier He Lifeng einen solchen Sicherheitsmechanismus ins Spiel gebracht, um mehr Transparenz zwischen den beiden führenden KI-Nationen zu schaffen. Peking hat diesem Vorschlag einer institutionalisierten Benachrichtigung bei schwerwiegenden KI-Vorfällen bisher jedoch nicht öffentlich zugestimmt.

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Uneinigkeit über internationale Leitplanken

Verhandlungen auf Arbeitsebene am Rande der UN-Generalversammlung blieben am 22. September 2026 ohne Durchbruch. Zuvor hatte UN-Generalsekretär António Guterres vor der Vollversammlung gefordert, Kanäle für Dialog und Kooperation zu öffnen und Tötungsentscheidungen niemals autonomen Maschinen zu überlassen.

Trump erteilte kurz nach der Rede weltweiten Regulierungsansätzen eine Absage und kündigte an, KI künftig offiziell als Superintelligenz zu bezeichnen. Bereits am 19. September 2026 hatte er Schutzvorgaben für die Technologie abgelehnt.

Auch auf chinesischer Seite herrschen Vorbehalte. Staatssicherheitsminister Chen Yixin warnte am 13. September 2026 vor Sicherheitsrisiken durch US-Modelle wie Anthropics Mythos und OpenAIs GPT-5.5-Cyber. Zuvor hatte das Außenministerium in Peking Forderungen nach einer globalen Verlangsamung der Entwicklung als feindseligen Wettbewerb zurückgewiesen.

Handel und Exportkontrollen im Fokus

Wirtschaftlich steht die Verlängerung des im Oktober 2025 in Busan geschlossenen Handelsabkommens im Vordergrund, das am 10. November 2026 ausläuft. Scott Kennedy vom Center for Strategic and International Studies (CSIS) sieht in einer Fortführung des Abkommens das wahrscheinlichste Resultat des Gipfels. Bislang sicherte die Vereinbarung chinesische Seltene-Erden-Exporte im Gegenzug für Zollobergrenzen auf US-Seite.

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Zuletzt belief sich das US-Handelsdefizit mit China laut US Census Bureau auf mehr als 91 Milliarden US-Dollar. Während die USA prüfen, bestehende Exportbeschränkungen weiter auszusetzen, erlaubte das Weiße Haus Nvidia zuletzt den Verkauf von H200-Chips an ausgewählte chinesische Kunden, wobei das US-Finanzministerium ein Viertel der Erlöse erhält.

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