KI-Sicherheit: Wildberger will Webseiten schneller auf Lücken prüfen lassen

Der Versicherer will bis 2030 rund 800 Stellen abbauen, Standorte bündeln und dreistellige Millionenbeträge in digitale Bereiche investieren.

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Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat Pläne angekündigt, künstliche Intelligenz künftig verstärkt zur Schließung von Sicherheitslücken auf Webseiten einzusetzen. KI-basierte Werkzeuge seien in der Lage, Schwachstellen schneller und präziser aufzuspüren, betonte der Minister. Im digitalen Raum gehe es vor allem um Geschwindigkeit. Nach Einschätzung Wildbergers stehe man am Beginn eines neuen Zeitalters der Cybersicherheit.

Reaktionen auf Schwachstelle in PHP und Ausbau staatlicher Kompetenzen

Die Initiative folgt auf einen Vorfall aus der vergangenen Woche, bei dem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie Behörden weltweit vor einer hochkritischen Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP gewarnt hatten.

Zahlreiche Internetseiten, darunter auch Angebote der Bundesregierung und der Bundesverwaltung, waren daraufhin vorübergehend vom Netz genommen worden. Laut Wildberger gab es zum aktuellen Zeitpunkt keine Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung behördlicher Systeme.

Ein Sprecher des Digitalministeriums erklärte, dass die entsprechende Sicherheitswarnung weiterhin Gültigkeit besitze. Das BSI sehe unverändert akuten Handlungsbedarf und rufe alle Nutzer der betroffenen Software dazu auf, verfügbare Patches zügig aufzuspielen.

Um Sicherheitsrisiken künftig strukturell zu begegnen, investiert die Bundesregierung gezielt in die eigene digitale Souveränität und baut Kompetenzen auf. Dazu zählt unter anderem das neue KI-Sicherheitsinstitut in Berlin.

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Digitaler Umbau und Millioneninvestitionen bei Generali Deutschland

Auch in der Privatwirtschaft treiben Großunternehmen den technologiegetriebenen Umbau voran, der teils tiefgreifende personelle und räumliche Veränderungen mit sich bringt. Der Versicherungskonzern Generali Deutschland mit Sitz in München kündigte in einer Mitteilung an, seine Organisation über die kommenden vier Jahre zu modernisieren.

Das Unternehmen plant Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in die Bereiche IT, Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Aufgaben, die nicht zum Kerngeschäft zählen, sollen künftig an externe Partner ausgelagert werden.

Im Zuge dieses Umbaus sollen bis Ende 2030 rund 800 Arbeitsplätze abgebaut werden, was knapp 9 Prozent der derzeit rund 9.100 Beschäftigten entspricht. Betriebsbedingte Kündigungen sind nach Angaben des Konzerns nicht vorgesehen.

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Stattdessen soll die Reduzierung über Altersteilzeit, reguläre Renteneintritte, natürliche Fluktuation und freiwillige Vorruhestandsregelungen geregelt werden, während in strategischen Zukunftsbereichen Neueinstellungen geplant sind.

Personalvorstand Arne Benzin verwies in diesem Zusammenhang auf eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2030. Verhandlungen mit dem Betriebsrat wurden aufgenommen.

Darüber hinaus reagiert der Versicherer auf den Trend zur Hybridarbeit und fasst Bürostandorte zusammen, um Immobilienkosten zu senken. Die Niederlassungen in Aachen, Nürnberg und Stuttgart werden aufgegeben; die betroffenen Beschäftigten sollen an die Standorte Köln, München und Karlsruhe wechseln.

Am Standort Aachen hatte Generali laut WDR zuvor gut 100 Millionen Euro in Gebäude investiert. Wie viele Mitarbeiter in Nürnberg von den Plänen betroffen sind, ist nicht bekannt.

Generali Deutschland konzentriert sich künftig auf fünf Regionalzentren in München, Köln, Karlsruhe, Hamburg und Saarbrücken; die Standorte in Frankfurt, Leipzig und Berlin bleiben erhalten. Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen in Deutschland Beitragseinnahmen von 15,5 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 1,04 Milliarden Euro.