KI-Traffic explodiert: Adobe misst 1.324% Anstieg im Handel

Adobe und Shopify lancieren Tools zur Analyse von KI-Traffic. L'Oréal integriert ChatGPT für virtuelle Make-up-Proben und Forschung.

Ihr Ziel: Unternehmen helfen, die wachsende Macht der Künstlichen Intelligenz im Konsumverhalten zu verstehen. Denn KI-Assistenten wie ChatGPT oder Google Gemini werden zur neuen digitalen Schaufensterfront.

Adobe misst die Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen

Adobe hat mit Adobe Brand Visibility ein Werkzeug vorgestellt, das Unternehmen zeigt, wie ihre Marke in KI-Diensten wie ChatGPT, Perplexity AI und Microsoft Copilot präsent ist. Die Branche spricht hier von „Generative Engine Optimization“ (GEO) – der Optimierung für KI-Suchmaschinen.

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Während Unternehmen ihre Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen optimieren, stellen neue Gesetze wie der EU AI Act bereits klare Regeln für den Einsatz dieser Technologien auf. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Pflichten und Fristen für Ihr Unternehmen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Das neue Tool kombiniert Adobes Content-Optimierung mit KI-Marktdaten von Semrush. Grundlage ist eine Datenbank mit fast 300 Millionen KI-Suchanfragen. Der Bedarf ist enorm: Zwischen Oktober 2024 und Mai 2026 stieg der KI-generierte Traffic auf US-Einzelhandelsseiten um 1.324 Prozent. Bei Reiseportalen lag das Plus sogar bei über 2.200 Prozent.

Parallel dazu launchte Adobe GenStudio for Commerce Media Networks. Die Plattform hilft Händlern, Werbekampagnen in ihren eigenen digitalen Ökosystemen zu erstellen und zu verwalten.

Shopify macht KI-Verkäufe sichtbar

Auch Shopify reagiert auf den Trend. Der E-Commerce-Riese führte am heutigen Donnerstag eine Reihe neuer Funktionen ein, die Händlern helfen, Traffic aus KI-Plattformen zu analysieren. Ein spezielles Dashboard verfolgt nun Verkäufe und Conversions, die durch Empfehlungen von KI-Assistenten entstehen.

Die Zahlen sind vielversprechend: Bei großen Einzelhändlern wie Walmart und Target stammen bereits mehr als 1,5 Prozent des Traffics von KI-Empfehlungen. Shopify Search Intelligence identifiziert zudem häufige KI-Anfragen, die derzeit nicht zu den Produkten eines Händlers führen. Ein neues Knowledge Base Tool erfasst Fragen, die KI-Assistenten über eine Marke nicht beantworten können – und schließt so Wissenslücken.

Mit Campaign Autopilot bringt Shopify zudem einen KI-gesteuerten Marketing-Agenten an den Start. Und: Erstmals können Händler Werbeanzeigen direkt in ChatGPT schalten.

L’Oréal und OpenAI: Schönheit aus der KI

Auf der VivaTech 2026 in Paris gaben L’Oréal und OpenAI eine strategische Partnerschaft bekannt. Kernstück: Die virtuelle Make-up-Anprobe ModiFace wird direkt in ChatGPT integriert. Ab Spätsommer 2026 können Nutzer für Maybelline New York Lippenstifte und Lidschatten während eines KI-Gesprächs digital testen.

Doch die Zusammenarbeit geht tiefer. L’Oréal nutzt OpenAIs Technologie auch für die wissenschaftliche Forschung. Ein spezialisiertes Modell namens GPT-Rosalind analysiert das Hautmikrobiom für die Marke La Roche-Posay. Intern hat L’Oréal OpenAI-Modelle in seine CreAItech-Plattform integriert und bereits 73.000 Mitarbeiter im Umgang mit generativer KI geschult.

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Die rasante Integration von KI-Systemen in Unternehmen wie L’Oréal bringt neben Chancen auch neue rechtliche Verantwortungen mit sich. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Verantwortliche jetzt konkret tun müssen, um rechtskonform zu agieren. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko – und was müssen Unternehmen jetzt konkret tun?

Die Zahlen belegen den Trend: Fünf Prozent aller ChatGPT-Unterhaltungen drehen sich derzeit um Schönheitsthemen. Die KI wird zum neuen digitalen Store.

ZoomInfo vernetzt Vertriebsdaten mit ChatGPT

Der B2B-Datenanbieter ZoomInfo gab heute eine wechselseitige Integration mit ChatGPT bekannt. Über die GTM.AI-Plattform können Kunden künftig verifizierte Daten – darunter 100 Millionen Unternehmensprofile und 500 Millionen Kontakte – direkt in ChatGPT nutzen.

Gleichzeitig fließen Signale aus ChatGPT zurück in ZoomInfos GTM Studio Audiences. Vertriebs- und Marketingteams können so ihre Zielgruppenansprache auf Basis von KI-Interaktionen verfeinern.

Neue Funktionen direkt in ChatGPT

OpenAI selbst erweitert derweil sein Plattform-Angebot. Seit gestern gibt es Scheduled Tasks für ChatGPT Plus, Business und Enterprise. Die Funktion erlaubt automatisierte Erinnerungen, wiederkehrende Aufgaben und Web-Monitoring.

Der Fokus auf Unternehmensanwendungen kommt nicht von ungefähr. Berichte von der VivaTech zeigen: OpenAI hat sein Video-Tool Sora im März 2026 eingestellt. Grund waren hohe Betriebskosten bei geringen Umsätzen. Der Schritt ebnet spezialisierten Video-KI-Anbietern den Weg – und zeigt, wohin die Reise bei OpenAI geht: zurück zu den Kerngeschäften Text und Daten.