KI treibt neue Welle von Smartphone-Betrug an

Sicherheitsbehörden warnen vor KI-gestützten Angriffen auf Mobilgeräte, die durch personalisierte Phishing und Deepfakes die psychologische Manipulation von Nutzern perfektionieren.

Während KI den Alltag erleichtert, nutzen Kriminelle dieselbe Technologie für raffinierte Angriffe. Sicherheitsexperten warnen vor einer neuen Dimension der Cyber-Bedrohung, die gezielt Smartphones ins Visier nimmt. Die Risiken für persönliche Daten und Finanzen steigen.

Die Entwicklung generativer KI hat die Hürden für Cyberkriminelle gesenkt. Personalisierte Angriffe, die früher Wochen dauerten, sind heute in Minuten möglich. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die EU-Agentur ENISA beobachten diese Entwicklung mit Sorge und mahnen zu erhöhter Wachsamkeit.

Hyper-personalisierte Phishing-Angriffe täuschen Nutzer

Die Zeiten schlecht übersetzter Betrugs-E-Mails sind vorbei. KI erstellt heute massenhaft täuschend echte Nachrichten, die kaum von echter Kommunikation zu unterscheiden sind. Diese „Smishing“– oder „Mishing“-Attacken via SMS oder Messenger machen bereits einen Großteil der Bedrohungen aus.

Die Systeme werten öffentliche Daten aus sozialen Netzwerken aus, um Opfer gezielt anzusprechen. Die Angriffe nutzen das Vertrauen der Nutzer aus und verleiten zum Klicken auf bösartige Links. Betrüger fälschen dabei häufig die Telefonnummern von Banken oder Behörden, um glaubwürdiger zu wirken.

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Deepfakes und Stimm-Klone manipulieren Emotionen

Besonders beunruhigend sind Audio- und Video-Deepfakes über Messaging-Dienste. Kriminelle benötigen oft nur Sekunden Audiomaterial, um eine Stimme zu klonen. Mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent sind diese Fälschungen für das menschliche Ohr kaum erkennbar.

Diese Technologie befeuert Betrugsmethoden wie den „Enkeltrick 2.0“. Dabei melden sich Betrüger mit der geklonten Stimme eines Verwandten und täuschen eine finanzielle Notlage vor. Die emotionale Manipulation macht diese Angriffe besonders effektiv.

Intelligente Malware und undichte KI-Apps

Die Gefahr geht über reine Täuschung hinaus. Cyberkriminelle entwickeln KI-gestützte Malware, die ihr Verhalten anpasst, um Antivirenprogrammen zu entgehen. Solche Schadprogramme können Daten stehlen, Gespräche abhören oder Kamera und Mikrofon kapern.

Ein weiteres Risiko sind KI-Apps selbst. Viele populäre Chatbots und Anwendungen weisen Sicherheitslücken auf, die persönliche Daten und Chatverläufe ungeschützt preisgeben. Oft sind falsch konfigurierte Cloud-Datenbanken die Ursache. Nutzer erteilen zudem häufig zu weitreichende Berechtigungen.

Das digitale Wettrüsten beschleunigt sich

Die Cybersicherheits-Landschaft befindet sich in einem KI-getriebenen Wettrüsten. Angreifer automatisieren ihre Attacken, während die Sicherheitsbranche mit KI gegenhält. Experten des Weltwirtschaftsforums sehen KI als wichtigsten Treiber für Veränderungen in der Cybersicherheit in diesem Jahr.

Die Grenze zwischen echt und gefälscht verschwimmt. Die Bedrohung zielt immer weniger auf technische Schwachstellen, sondern gezielt auf die psychologische Manipulation der Nutzer ab. Verbraucherschützer fordern deshalb verbindliche Regeln, um die Risiken durch Algorithmen zu begrenzen.

Was Nutzer jetzt beachten müssen

Für App-Nutzer werden grundlegende Sicherheitspraktiken immer wichtiger:
* App-Berechtigungen kritisch hinterfragen
* Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren
* Betriebssystem und Apps regelmäßig aktualisieren
* Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für wichtige Konten aktivieren

Der wirksamste Schutz bleibt ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Nachrichten und Anrufen – besonders in einer zunehmend von KI geprägten digitalen Welt.

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