Apple, Google und Dropbox zielen mit neuen Abomodellen und autonomen Desktop-Assistenten auf Unternehmen und Kreativschaffende.
Dropbox Dash: Die universelle Suchmaschine fürs Büro
Dropbox erweitert sein Portfolio mit Dash, einem KI-gestützten Universal-Suchwerkzeug für Geschäftsteams. Der Dienst kostet zwischen 28 und 37 Euro pro Nutzer und Monat und durchsucht Google Workspace, Microsoft 365, Slack und Dropbox aus einer zentralen Oberfläche. Mit der Funktion „Stacks“ lassen sich Links organisieren – aktuell beschränkt sich das Angebot jedoch auf Team-Umgebungen.
Google Gemini Spark: Der Mac-Assistent für Fortgeschrittene
Google startete am 30. Juni eine Beta-Version von Gemini Spark für macOS. Der KI-Agent sortiert lokale Dokumente, erstellt Tabellen aus vorhandenen Dateien und plant Aufgaben. Voraussetzung: ein Google-AI-Ultra-Abo für rund 92 Euro monatlich. Der Dienst ist vorerst nur für volljährige Nutzer in den USA verfügbar und arbeitet mit Plattformen wie Canva und Dropbox zusammen.
Parallel dazu bringt Vida im Juli einen proaktiven KI-Assistenten für Mac auf den Markt. Die Software beobachtet Arbeitsabläufe, baut ein Langzeitgedächtnis auf und erledigt Routineaufgaben wie die Bereinigung des Arbeitsbereichs. Die Basisversion ist kostenlos, die Profi-Variante kostet 9,10 Euro pro Monat.
Revolution in der Rechtsbranche: KI übernimmt Vertragsmanagement
Die Legal-Tech-Branche erlebt einen Automatisierungsschub. Spellbook launchte am 2. Juli sein Autonomous Contract Management (ACM) – eine Komplettlösung, die Eingabe, Prüfung und Analyse von Unternehmensverträgen automatisiert. Das Unternehmen, das über 110 Millionen Euro eingesammelt hat, peilt für 2026 einen Jahresumsatz von rund 92 Millionen Euro an.
Die zunehmende Automatisierung durch KI-Systeme in Unternehmen bringt komplexe rechtliche Pflichten mit sich, die im EU AI Act streng geregelt sind. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Fristen und Risikoklassen der neuen Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Viele Kanzleien müssen zudem umdenken: Der Support für Worldox läuft 2026 aus. Die Migration zu Alternativen wie Docsvault v18 nimmt Fahrt auf. Die aktualisierte Software setzt auf KI-gestützte Erfassung durch DocAI und aktenzentrierte Ablagesysteme. RPost verweist derweil auf sein E-Signatur-Tool RSign, das seit August 2022 in iManage und NetDocuments integriert ist und bis zu 60 Prozent Kostenersparnis gegenüber anderen Anbietern verspricht.
Apples Creator Studio: Ein Paket für Kreative
Apple bringt am 4. Juli das neue Abo-Paket Creator Studio an den Start. Für 11,90 Euro monatlich oder 119 Euro jährlich erhalten Nutzer Final Cut Pro, Logic Pro, Motion und Compressor – plus die iPad-Version von Pixelmator Pro. Fünf neue Apps ergänzen das Angebot, darunter eine eigenständige Siri-KI-App zur Dokumentenauswertung und geräteübergreifenden Steuerung. Die KI-Anwendung startet allerdings nicht in der Europäischen Union.
Weitere Neuerungen im Überblick
- Claude Desktop App: Verarbeitet ab Juli lokale Ordner mit Belegen und Kontoauszügen zu Excel-Tabellen.
- PaperQuire 0.3.0: Erschienen am 4. Juli – ermöglicht KI-Agenten wie ChatGPT oder Copilot, Markdown-Dateien in PDF zu rendern (Windows, macOS, Linux).
- Google Workspace: Nach dem Beta-Start am 10. März ist Gemini nun tiefer in Docs und Sheets integriert. Multimodale Inhalte und sprachgesteuerte Tabellenaktualisierungen sind möglich.
Während neue KI-Assistenten immer mehr Aufgaben am Mac übernehmen, bleiben effiziente Arbeitsabläufe die Basis für produktives Arbeiten. Mit diesen 19 ausgewählten Shortcuts sparen Sie täglich wertvolle Zeit und bedienen Ihren Apple-Rechner so flüssig wie ein Profi. Die 19 besten Mac-Tastenkombinationen kostenlos herunterladen
Milliarden-Markt: Wer profitiert von der KI-Welle?
Die Finanzzahlen sprechen eine deutliche Sprache. ServiceNow meldete für das erste Quartal 2026 Abonnement-Einnahmen von 3,37 Milliarden Euro – ein Plus von 22 Prozent im Jahresvergleich. Das Unternehmen hob sein KI-Umsatzziel auf 1,38 Milliarden Euro an und erwartet für 2026 Gesamteinnahmen von rund 14,5 Milliarden Euro.
Apple bereitet sich derweil auf neue Hardware vor. Branchenbeobachter rechnen für die erste Jahreshälfte 2027 mit neuen iPad-Pro-Modellen und einem überarbeiteten 14-Zoll-MacBook-Pro. Die Geräte sollen mit M6- oder M7-Chips und verbesserten Kühlsystemen kommen. Steigende Speicherkosten könnten die Preise jedoch um 185 bis 275 Euro nach oben treiben. Im zweiten Quartal 2026 verbuchte Apple Mac-Verkäufe von 7,7 Milliarden Euro – ein Anstieg um 7,6 Prozent.

