Kioxia und Sandisk: 31,4 Mrd. Dollar für NAND-Fabrik bis 2032

Kioxia und Sandisk wollen bis 2032 mehr als 5 Billionen Yen in Japans Speicherproduktion investieren, staatliche Hilfen vorausgesetzt.

Die Speicherchip-Hersteller Kioxia und Sandisk haben eine Investition von über 5 Billionen Yen (31,4 Mrd. US-Dollar) in Japan über einen Zeitraum von sechs Jahren bis 2032 angekündigt. Das Vorhaben steht unter dem Vorbehalt staatlicher Unterstützung. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen eines Treffens mit Premierministerin Takaichi.

Neue Fab in Kitakami im Zentrum der Pläne

Kernstück der Investitionspläne ist eine neue Fabrik in Kitakami in der Präfektur Iwate. Dort sollen Kioxia und Sandisk gemeinsam 1,8 Billionen Yen (11,3 Mrd. US-Dollar) investieren, um 3D-NAND-Speicher für den Einsatz in KI-Rechenzentren zu produzieren.

Zusätzlich planen die Unternehmen den Ausbau ihrer bestehenden Werke in Yokkaichi und Kitakami. Über die vergangenen 25 Jahre haben Kioxia und Sandisk nach eigenen Angaben bereits mehr als 50 Mrd. US-Dollar in ihre japanischen Produktionsstandorte investiert.

Parallel dazu verfolgt Kioxia offenbar auch eigenständige Pläne für eine weitere NAND-Fabrik in Kitakami mit einem Investitionsvolumen von über 1 Billion Yen (6,27 Mrd. US-Dollar). Der Betrieb dieser Anlage soll ab 2029 oder später aufgenommen werden und für die Produktion der zehnten NAND-Generation für KI-Rechenzentren genutzt werden.

Subventionen des japanischen Wirtschaftsministeriums METI werden für dieses Vorhaben erwartet. Die zehnte Generation des Kioxia-Flash-Speichers BiCS Flash wird bereits seit dem vergangenen Monat produziert.

Kioxia auf Platz drei im NAND-Markt

Kioxia gilt als drittgrößter NAND-Hersteller weltweit, hinter Samsung und SK Hynix. Im zweiten Quartal 2026 hielt Kioxia einen NAND-Marktanteil von 14 Prozent und lag damit gleichauf mit dem chinesischen Konkurrenten YMTC. Samsung kam auf einen Anteil von 25 Prozent, SK Hynix auf 22 Prozent.

Angespannter Speichermarkt als Hintergrund

Die Investitionsankündigung fällt in eine Phase, in der der globale Speichermarkt unter erheblichem Preisdruck steht. Laut Marktforschern von TrendForce sollen DRAM und NAND im Jahr 2027 rund 68 Prozent der Cloud-Investitionsausgaben ausmachen, gegenüber 47 Prozent im Jahr 2026 – bezogen auf ein Gesamtvolumen von geschätzt 1,3 Billionen US-Dollar würde dies etwa 884 Mrd. US-Dollar entsprechen.

Server-DRAM-Preise sollen 2026 um 270 Prozent im Jahresvergleich steigen, Enterprise-SSDs um 235 Prozent bis Ende des Jahres. Der Anbieter OVHcloud hat als Reaktion darauf seine Preise um bis zu 87 Prozent angehoben.

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Auch bei HBM-Speicher zeichnen sich für 2027 laut TrendForce Preissteigerungen zwischen 70 und 140 Prozent ab. Während das DRAM-Angebot demnach knapp bleibt, soll sich die Lage bei NAND in der zweiten Jahreshälfte 2027 entspannen.

Die Entwicklung betrifft nicht nur die Speicherhersteller selbst: Google hat mit Android 17 strengere Speicherlimits für Apps eingeführt und Entwickler aufgefordert, ihre Anwendungen bis Februar 2027 zu optimieren sowie bis April 2027 ein Zero-Tap-Sign-In zu implementieren. Wer diese Vorgaben nicht erfüllt, muss mit reduzierter Sichtbarkeit im Play Store rechnen. Als Grund nennt Google die globale Knappheit bei Speicherchips.

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Die milliardenschweren Investitionen von Kioxia und Sandisk in Japan reihen sich damit in eine Reihe von Kapazitätserweiterungen der Branche ein, mit denen Hersteller auf die steigende Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Anwendungen reagieren.