Klassic v1.0: KDE-3-Oberfläche läuft als Theme unter Plasma 6

Das Open-Source-Projekt bildet die klassische KDE-Oberfläche mit aktueller Technik nach und läuft direkt in einer Plasma-6-Sitzung.

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Das Open-Source-Projekt Klassic ermöglicht die Nutzung der klassischen KDE-3-Benutzeroberfläche unter der aktuellen Desktop-Umgebung KDE Plasma 6. Wie aus Berichten vom 28. September 2026 hervorgeht, setzt die Version Klassic v1.0 dabei nicht auf die Ausführung von altem Programmcode aus dem Jahr 2002, sondern rekonstruiert das Erscheinungsbild vollständig als Theme mit entsprechenden Widgets und Konfigurationen für die moderne Plasma-Umgebung.

Rekonstruktion mit moderner technischer Basis

Klassic nutzt für die Nachbildung der historischen Oberfläche aktuelle Frameworks wie Qt 6 und Qt Quick. Damit unterstützt das Projekt moderne Anzeige-Technologien, die in der ursprünglichen KDE-3-Ära noch nicht zur Verfügung standen. Dazu gehören insbesondere die native Unterstützung des Display-Server-Protokolls Wayland sowie die korrekte Darstellung auf hochauflösenden Bildschirmen durch fraktionale Skalierung (HiDPI).

Das Paket umfasst wesentliche Elemente der klassischen Desktop-Erfahrung. Enthalten sind unter anderem das K-Menü, eine Quicklaunch-Leiste, ein Taskmanager sowie die für KDE 3 typischen Sperr- und Abmeldeknöpfe. Auch digitale und analoge Uhren im damaligen Design sowie das spezifische KDE-3-Panel sind Teil der Distribution.

Ergänzt wird die optische Anpassung durch entsprechende Farbschemata, Fensterdekorationen und Hintergrundbilder. Moderne Anwendungen werden dabei automatisch den klassischen Menüeinträgen zugeordnet, um eine konsistente Nutzerführung zu gewährleisten.

Integration und Systemressourcen

Ein wesentliches Merkmal von Klassic ist die tiefe Integration in bestehende Systeme. Das Projekt verändert eine laufende Plasma-6-Sitzung, ohne dass eine separate Anmeldung oder eine zusätzliche Session gestartet werden muss. Nach der Installation lässt sich die Optik direkt als Theme innerhalb der Desktop-Einstellungen auswählen.

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Hinsichtlich der Systemanforderungen gibt der Entwickler an, dass der Ressourcenverbrauch von Klassic dem einer unveränderten Plasma-6-Sitzung auf derselben Hardware entspricht. Damit bleibt die Effizienz der modernen Basis erhalten, während lediglich die visuelle Präsentation angepasst wird. Berichten zufolge ist die Software bereits auf Distributionen wie Fedora 41, openSUSE Tumbleweed und Arch Linux lauffähig.

Installation und historischer Kontext

Die Software wird auf der Plattform GitHub unter der Lizenz GPL-3.0 bereitgestellt. Für die Installation ist das Klonen des Repositories sowie das anschließende Kompilieren mittels CMake erforderlich.

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Als Abhängigkeiten werden Qt 6, die KDE Frameworks 6 sowie spezifische Plasma-6-Bibliotheken genannt. Für Anwender wird empfohlen, das jeweils neueste getaggte Release für den Build zu verwenden, da der master-Zweig häufig unfertige Entwicklungsstände enthalten kann.

Das Projekt greift ein Design auf, das die Linux-Desktop-Welt über Jahre prägte. KDE 3.0 wurde ursprünglich am 3. April 2002 veröffentlicht. Die aktive Entwicklung dieser Generation endete offiziell mit der letzten Wartungsversion KDE 3.5.10, die am 26. August 2008 erschien. Klassic schließt damit die optische Lücke zwischen der historischen Benutzeroberfläche und den aktuellen technischen Standards von 2026.