KO II 2.5: Teenage Engineering verdoppelt Sample-Länge auf 40 Sekunden

Das KO-II-Update 2.5 verdoppelt die Sample-Länge und ergänzt Arpeggiator sowie neue Sample-Raten. Auch HeadRush aktualisiert seine Modelle.

Der schwedische Elektronikhersteller Teenage Engineering hat mit der Version 2.5 ein umfangreiches Betriebssystem-Update für den KO II Sampler veröffentlicht. Die Aktualisierung für das Gerät, das zu einem Preis von 329 US-Dollar angeboten wird, bringt signifikante technische Erweiterungen und neue Funktionen für die Musikproduktion mit sich.

Neben funktionalen Ergänzungen wie einem Arpeggiator und einer Sample-Reverse-Funktion wurde insbesondere die Kapazität des Geräts durch eine Verdoppelung der maximalen Sample-Länge von bisher 20 auf nun 40 Sekunden deutlich erhöht.

Technische Optimierungen und neue Performance-Tools

Das Update adressiert zentrale Aspekte der Klanggestaltung und Flexibilität. Nutzer haben künftig die Wahl zwischen verschiedenen Sample-Raten, wobei Einstellungen von 46 kHz, 32 kHz und 26 kHz zur Verfügung stehen.

Zudem integriert die neue Software-Version ein verbessertes Time-Stretching sowie ein sogenanntes Per-Pad-Time-Shifting, was eine präzisere Bearbeitung einzelner Klangabschnitte ermöglicht. Ergänzt wird der Funktionsumfang durch neue musikalische Skalen, die die kreativen Einsatzmöglichkeiten des kompakten Samplers erweitern sollen.

Die Aktualisierung erfolgt in einem Marktumfeld, in dem die langfristige Software-Pflege von Hardware-Produkten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ähnliche Bestrebungen zeigten sich zuletzt auch bei anderen Herstellern im Audio-Bereich.

So erhielten die Modelle Prime, Core und Flex Prime von HeadRush ebenfalls ein kostenloses Firmware-Update. Dieses ermöglicht nun den direkten Zugriff auf die TONE3000-Bibliothek über den Touchscreen, ohne dass eine Verbindung zu einem Computer erforderlich ist.

Stanley Vergilis, CEO des Unternehmens, verwies darauf, dass dieser Schritt weniger als zwei Monate nach dem Launch von NAM A2 erfolgt sei. Auch der NAM-Entwickler Steve Atkinson äußerte sich positiv über die erreichte Qualität der Integration.

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Strategische Bedeutung von Software-Wartung und Legacy-Support

Die kontinuierliche Aktualisierung bestehender Geräte steht im Kontrast zu Entwicklungen bei anderen Elektroniksparten. Während Hersteller wie Samsung den Software-Support für ältere Galaxy-Tablets zuletzt eingestellt haben, wodurch offizielle Android-Upgrades und Sicherheitspatches nach einem Fenster von drei bis fünf Jahren enden, setzen andere Branchen auf extrem lange Lebenszyklen.

Ein Beispiel hierfür ist die Deutsche Bahn, die Rahmenverträge für die Software-Wartung und -Entwicklung der ICE-1-Serie (Baureihe 401) bis Ende 2038 vergeben hat.

Den Zuschlag erhielt Alstom als einziger Bieter, da das Unternehmen exklusiv über die Rechte am Quellcode verfügt. Der Vertragswert liegt über der EU-Schwelle von 432.000 Euro und soll den Betrieb der Züge bis zum Jahr 2040 sicherstellen.

Regulatorische Anforderungen an digitale Produkte

Die Relevanz robuster Update-Prozesse wird zudem durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen verstärkt. Im Kontext industrieller Linux-Geräte gewinnen Verfahren wie A/B-Updates, Hardware-Redundanz und signierte Update-Bundles an Bedeutung, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Der seit Dezember 2024 in Kraft getretene EU Cyber Resilience Act sieht hierfür verbindliche Pflichten vor.

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Während erste Meldepflichten bereits ab September 2026 greifen, treten die Hauptpflichten der Verordnung im Dezember 2027 in Kraft. Von Herstellern wird künftig vermehrt der Einsatz von Software Bill of Materials (SBOMs) gefordert, um die Transparenz und Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg zu erhöhen.