Konsumentenschutz warnt vor gefälschten Dropshipping-Shops

Über 1.500 Käufer wurden von Betrügern mit vermeintlich lokalen Onlineshops getäuscht. Verbraucherschützer fordern schärfere Maßnahmen und gehen rechtlich gegen die Betreiber vor.

Schweizer Verbraucherschützer schlagen Alarm: Betrügerische Onlineshops mit vermeintlich lokaler Identität haben bereits über 1.500 Käufer getäuscht. Die Fälle zeigen einen besorgniserregenden Trend im E-Commerce.

Gefährliche Scheinwelt: Schweizer Fassaden für globale Betrüger

Die Masche der Kriminellen ist perfide. Sie statten ihre Shops mit „.ch“-Domains aus und imitieren das Erscheinungsbild seriöser Schweizer Unternehmen. Das schafft Vertrauen – doch die Ware kommt oftmals nie an oder ist von miserabler Qualität und wird direkt aus China verschickt. Bei Reklamationsversuchen stehen die Kunden vor einer Mauer aus falschen Kontaktdaten und undurchsichtigen Rückgabebedingungen. Das Geld ist meist verloren.

Diese Betrugsmethode nutzt die Lücken im legalen Dropshipping-Modell aus, bei dem Händler die Bestellungen an Drittanbieter weiterleiten. Konsumentenschutz verzeichnete insgesamt 8.640 Anfragen und Beschwerden zu solchen Scheingeschäften. Ein klarer Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, da bewusst über Produktqualität und Firmensitz getäuscht wird.

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Verbraucherschützer in der Offensive – Politik gefordert

Angesichts der wachsenden Bedrohung geht die Organisation Konsumentenschutz in die Offensive. Sie führt eine öffentliche Liste betrügerischer Websites und erstattete im Sommer 2025 bereits Strafanzeige gegen acht besonders hartnäckige Shops. Von 17 angeschriebenen Shops stellten neun ihre Praktiken ein oder machten dicht.

Doch die Verbraucherschützer fordern mehr Engagement von der Politik. Sie drängen das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), betrügerische Seiten schneller vom Netz zu nehmen. Der Bundesrat erkannte im November 2025 an, dass bestehende Instrumente konsequenter genutzt werden müssen. Diskutiert wird auch eine Erweiterung der Kompetenzen im Rahmen der geplanten Revision des Telekommunikationsgesetzes.

Im Sog des globalen E-Commerce-Booms

Der Anstieg der Betrugsfälle ist kein Zufall. Weltweit nutzen Kriminelle die niedrigen Einstiegshürden im Onlinehandel. Social-Media-Influencer auf Plattformen wie Instagram und TikTok haben Dropshipping zudem oft als schnellen Weg zum Reichtum romantisiert – und so zur Verbreitung zweifelhafter Shops beigetragen.

Für die Schweiz ist das Problem Teil einer besorgniserregenden Gesamtentwicklung. Die digitale Kriminalität hat sich seit 2020 mehr als verdoppelt. Allein beim Bundesamt für Cybersicherheit (FOCS) gingen in einem aktuellen Berichtsjahr fast 63.000 Vorfälle ein. Onlineshopping-Betrug wird zur systemischen Herausforderung.

Was Verbraucher jetzt tun können

Bis regulatorische Maßnahmen voll wirksam sind, bleibt die Wachsamkeit der Kunden die wichtigste Verteidigungslinie. Verbraucherschützer raten zu gesunder Skepsis bei „zu guten“ Angeboten. Vor jedem Kauf sollten Käufer eine vollständige und plausible Firmenadresse prüfen, auf seriöse Kontaktdaten achten und nach vertrauenswürdigen Shop-Zertifizierungen suchen.

Die aktuelle Warnung ist ein deutlicher Weckruf: Eine lokale Domain ist in der digitalen Welt keinerlei Garantie für ein seriöses Geschäft. Der Kampf gegen die Betrüger erfordert schärfere Werkzeuge der Behörden – und einen kritischen Blick der Verbraucher.

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