Das Open-Source-Projekt Konveyor hat eine neue Erweiterung für die Desktop-Umgebung KDE Plasma vorgestellt, die das Prinzip des scrollbaren Spalten-Tilings integriert. Die Entwicklung orientiert sich technisch an dem Bedienkonzept des Niri-Compositors und zielt darauf ab, die Fensterverwaltung unter dem Wayland-Protokoll effizienter zu gestalten.
Integration als nativer KWin-Effekt
Im Gegensatz zu vielen anderen Tiling-Lösungen, die oft als eigenständige Window-Manager oder Compositor fungieren, ist Konveyor als KWin-Effekt konzipiert. Dies bedeutet, dass die Software die bestehende Architektur von Plasma und dessen Compositor KWin nicht ersetzt, sondern als modulares Plugin erweitert.
Für die Nutzung dieser Funktionalität wird nach Angaben der Entwickler mindestens die Version Plasma 6.4 oder eine neuere Iteration der Desktop-Umgebung vorausgesetzt.
Einem Bericht vom September 2026 zufolge liegt der Fokus der Erweiterung auf einer horizontalen Organisation der Arbeitsabläufe. Fenster werden dabei in einer fortlaufenden Reihe angeordnet, durch die der Nutzer scrollen kann. Um eine konsistente Darstellung zu gewährleisten, bietet das System vordefinierte Spaltenbreiten an, die sich auf ein Drittel, die Hälfte oder zwei Drittel des verfügbaren Bildschirms festlegen lassen.
Wer sich für moderne Desktop-Umgebungen und effiziente Workflows interessiert, findet in diesem kostenlosen Startpaket den idealen Einstieg in die Welt von Ubuntu. Entdecken Sie, wie Sie das System parallel zu Windows installieren und von mehr Stabilität profitieren. Kostenloses Linux-Startpaket mit Ubuntu-Vollversion jetzt sichern
Erweiterte Funktionen und Multi-Monitor-Betrieb
Neben der standardmäßigen horizontalen Ausrichtung verfügt Konveyor über zusätzliche Darstellungsmodi. Dazu gehören ein spezieller Portrait-Modus für hochkant ausgerichtete Monitore sowie die Möglichkeit der Tab-Stapelung innerhalb der Spalten. Für Anwendungen, die nicht in das Tiling-Raster passen, steht weiterhin ein Floating-Modus zur Verfügung, der eine freie Platzierung der Fenster ermöglicht.
Die Navigation innerhalb der Umgebung erfolgt über vertikal angeordnete Workspaces. Zur Steuerung werden zudem Gesten mit drei oder vier Fingern unterstützt, was insbesondere die Bedienung auf Touchpads verbessern soll.
In Konfigurationen mit mehreren Bildschirmen zeigt sich die Erweiterung flexibel: Jeder Monitor erhält eigene Scroll-Reihen und unabhängige Workspace-Stacks, sodass Nutzer auf verschiedenen Displays getrennte Arbeitsabläufe verwalten können.
Anpassung und Distribution
Für die administrative Kontrolle bietet das Projekt optionale Widgets sowie ein dediziertes Kontroll-Panel an. Nutzer, die eine minimalistische Umgebung bevorzugen oder die grafischen Bedienelemente nicht benötigen, können diese Komponenten über einen spezifischen Startparameter deaktivieren.
Während Profi-Lösungen wie Konveyor die Fensterverwaltung optimieren, setzen auch immer mehr Unternehmen auf die allgemeine Leistungsfähigkeit von Open-Source-Systemen. Prüfen Sie mit diesem Gratis-Paket in wenigen Minuten, ob Ubuntu auch für Ihre täglichen Anforderungen die schnellere Alternative ist. Hier das Gratis-Startpaket anfordern und Ubuntu neben Windows testen
Die Installation wird durch vorbereitete Installer für verschiedene Linux-Distributionen unterstützt. Aktuell werden Arch Linux, Fedora, openSUSE und Debian offiziell abgedeckt.
Ein technisches Detail betrifft insbesondere Nutzer der Distribution Arch Linux: Hier wurde ein Mechanismus implementiert, der bei Updates von Plasma oder dem KWin-Compositor automatisch einen Rebuild der Konveyor-Komponenten auslöst. Damit soll sichergestellt werden, dass die tiefe Integration in das System auch nach Versionssprüngen der Desktop-Umgebung stabil bleibt.

