Korg Kaoss Pad V: Endlich die große Neuauflage des Effekt-Kults

Korg präsentiert auf der NAMM 2026 eine vollständig modernisierte Neuauflage des Kaoss Pad mit Dual-Touch-Oberfläche, Vocal-to-MIDI-Funktion und erweiterter Konnektivität. Die Auslieferung startet im Mai 2026.

Nach über einem Jahrzehnt des Wartens präsentiert Korg mit dem Kaoss Pad V eine vollständig modernisierte Neuauflage seines legendären Effektprozessors. Auf der NAMM-Messe 2026 vorgestellt, ist es der erste große Hardware-Update seit dem KP3+ von 2013. Das Gerät kombiniert die klassische, intuitive Bedienung mit zeitgemäßen Features wie einer Dual-Touch-Oberfläche, einem eigenen Vocal-Prozessor und erweiterter Konnektivität – eine Ansage für Bühne und Studio.

Dual-Touch: Zwei Finger, doppelte Kontrolle

Die revolutionärste Neuerung ist das Dual-Touch-Interface. Erstmals können Musiker mit zwei Fingern gleichzeitig zwei unabhängige Effektparameter steuern. Das eröffnet völlig neue Klangwelten: Mit einem Finger den Filter modulieren, während der andere die Delay-Rückkopplung justiert. Aus dem punktuellen Effektgerät wird so ein mehrschichtiges Instrument mit bisher unerreichter Ausdruckskraft. 200 Werkspresets und Platz für 100 eigene Patches laden zum Experimentieren ein.

Voice FX: Die Stimme als Instrument

Ein komplett neuer Voice FX-Engine macht den Kaoss Pad V zum kreativen Vocal-Tool. Er erzeugt in Echtzeit Harmonien, Vocoder-Effekte und Pitch-Shifting. Die Innovation: Die Stimme kann in MIDI-Daten umgewandelt werden. Beatboxer und Sänger steuern so externe Synthesizer – eine einzigartige Performance-Möglichkeit. Auch das Sampling wurde aufgewertet: Bis zu acht Takte Samplingzeit, Live-Overdubbing und BPM-synchronisierte Loops sorgen für rhythmische Präzision.

Konnektivität: Alles-in-Einem für die moderne Setup

Korg hat die Anschlüsse massiv erweitert. Ein dedizierter 1/4″-TRS-Eingang schaltet zwischen Mikrofon-Vorverstärker und Hi-Z-Mode für Gitarren und Bässe um. Gitarristen benötigen so kein zusätzliches Equipment. Zudem fungiert das Gerät nun als USB-Audio-Interface für die nahtlose Integration in die DAW. Mikrofon-, Line- und USB-Eingänge lassen sich gleichzeitig nutzen – ideal für Streamer und Produzenten. Die klassischen RCA- und MIDI-Anschlüsse bleiben erhalten.

Marktpositionierung: Hohes Preis-Leistungs-Verhältnis?

Der Kaoss Pad V schließt eine große Lücke im Markt für performative Effektgeräte. Doch der Fortschritt hat seinen Preis: Die Vorbestellung liegt bei etwa 599 Euro. Das ist deutlich mehr als die 349 Dollar des KP3+ von 2013. Die Rechtfertigung liefern die umfangreichen Neuerungen wie die Dual-Touch-Oberfläche und die Vocal-to-MIDI-Funktion. Für Performer, die ihre Live-Sets oder Produktionen mit dynamischer Klangmanipulation bereichern wollen, könnte sich die Investition lohnen.

Die Auslieferung soll im Mai 2026 beginnen. Die Kombination aus ikonischem Legacy und zukunftsweisenden Features könnte den Kaoss Pad V zum neuen Standard in vielen Studios und auf Bühnen machen. Ob sich das kreative Potenzial der neuen Oberfläche durchsetzt, wird eine neue Generation von Künstlern entscheiden.