Krankenhausfinanzierung: BVMed und ZVEI fordern feste MedTech-Investitionen

BVMed und ZVEI verlangen eine bedarfsgerechte Finanzierung von Medizintechnik über deren gesamte Nutzungsdauer.

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und der ZVEI haben sich in einem gemeinsamen Positionspapier für eine grundlegende Neuausrichtung der Krankenhausfinanzierung ausgesprochen.

Wie aus einem Bericht vom 24.09.2026 hervorgeht, fordern die beiden Spitzenverbände, die Investitionsfinanzierung für Medizintechnik künftig als festen Bestandteil in die Krankenhausplanung zu integrieren. Damit soll sichergestellt werden, dass moderne Medizintechnik für die Patientenversorgung bedarfsgerecht zur Verfügung steht.

Hans-Peter Bursig vom ZVEI und Dr. Marc-Pierre Möll vom BVMed erläuterten in dem Papier, dass der spezifische Investitionsbedarf künftig bereits bei der Zuweisung von Leistungsgruppen durch die Planungsbehörden berücksichtigt werden müsse. Dabei reiche eine einmalige Förderung der Anschaffungskosten nicht aus.

Vielmehr sei es notwendig, die Finanzierung über die gesamte Nutzungsdauer der medizintechnischen Geräte und Systeme abzubilden, um den technologischen Wandel und die Instandhaltung adäquat zu begleiten.

Finanzierungslücke gefährdet Infrastruktur

Die Verbände begründen ihre Initiative mit der angespannten wirtschaftlichen Situation der Kliniken. Sie verwiesen dabei auf Berechnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) für das Jahr 2023. Diesen Daten zufolge betrug die Finanzierungslücke der Bundesländer in jenem Jahr insgesamt 2,64 Mrd. Euro.

Besonders alarmierend sei der Umstand, dass 41 % des notwendigen Investitionsbedarfs ungedeckt blieben. Diese Unterfinanzierung erschwere es den Krankenhäusern zunehmend, in moderne diagnostische und therapeutische Technologien zu investieren.

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Ein zentraler Kritikpunkt der Verbände bezieht sich auf die aktuelle Krankenhausreform. Die darin vorgesehene Vorhaltevergütung fokussiere sich bislang fast ausschließlich auf die Abdeckung der Betriebskosten.

Die Medizintechnik werde in diesem Modell jedoch nicht gesondert berücksichtigt. Nach Einschätzung von BVMed und ZVEI führe dies dazu, dass eine flächendeckende Versorgung mit innovativen Medizintechnologien nicht ausreichend finanziert sei.

Kopplung an den tatsächlichen Bedarf gefordert

Um den Modernisierungsstau aufzulösen, plädieren die Verbände für eine Systemumstellung. Gefordert wird eine verbindliche Kopplung der Finanzzuweisungen an den tatsächlichen Investitionsbedarf der Kliniken.

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Ein konkreter Vorschlag sieht vor, hierfür die sogenannten InEK-Investitionsbewertungsrelationen heranzuziehen. Durch diesen Mechanismus könnte die Finanzierung präziser an die reale Inanspruchnahme und den Bedarf der jeweiligen Fachabteilungen angepasst werden.

Die MedTech-Verbände betonen, dass eine verlässliche und strukturierte Investitionsfinanzierung die Grundvoraussetzung für eine zukunftssichere Krankenhauslandschaft sei. Nur durch die feste Verankerung in der Planung könne die medizinische Infrastruktur in Deutschland dauerhaft auf einem hohen technologischen Niveau gehalten werden.