Krefelder Digitalwoche: 13 kostenlose Events zu KI und Sicherheit

Weltweit starten neue Programme zur digitalen Bildung mit Fokus auf KI und Cybersicherheit.

Bildungseinrichtungen, Regierungen und Tech-Konzerne starten diese Woche weltweit neue Programme gegen die digitale Kluft. Die Initiativen erstrecken sich von Westafrika über Europa bis nach Südostasien und konzentrieren sich auf Künstliche Intelligenz (KI), Datenanalyse und Cybersicherheit.

Partnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen

Adobe und LinkedIn haben am Dienstag eine gemeinsame Initiative angekündigt, die Marketingfachleuten KI-Kompetenzen vermitteln soll. Hintergrund ist ein eklatanter Mangel an entsprechenden Qualifikationen in der Branche – trotz rasant steigender Nachfrage.

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In Ghana eröffnete die KNUST School of Business am Mittwoch ein neues Digital Skills Lab. Das Zentrum ist mit 200 Computern ausgestattet, darunter 44 Geräte, die von der OmniBSIC Bank und ACCA Ghana gespendet wurden. Studierende sollen hier in KI, Cloud-Computing und Finanztechnologien geschult werden – ein entscheidender Schritt für ihre Berufschancen nach dem Studium.

Nigeria geht noch einen Schritt weiter: Die Regierung hat ein Großprojekt gestartet, das zehn Millionen Bürger in digitaler und finanzieller Grundbildung qualifizieren soll.

Auf den Philippinen bietet die Behörde für technische Bildung (TESDA) seit Dienstag kostenlose Online-Kurse in KI und digitalen Fähigkeiten an. Die Module behandeln den verantwortungsvollen Umgang mit KI sowie praktische Anwendungen in Business, Marketing und Content-Erstellung. Teilnehmen kann jeder – unabhängig von Alter oder Bildungsgrad.

Europa rüstet auf

Das Deutsche Compliance Institut hat am Mittwoch einen sechsmoduligen Online-Kurs namens „Continuous Learning & Digital Literacy“ gestartet. Der Lehrplan orientiert sich am europäischen DigComp-Rahmen und behandelt neben Datenschutz nach DSGVO auch KI-Kompetenz.

Auch die Volkshochschulen ziehen nach: Die VHS Monheim beginnt ihr zweites Semester 2026 mit neuen Kursen zu ChatGPT und KI. In Niedersachsen hat die KVHS Landkreis Harburg ihr Herbst- und Winterprogramm veröffentlicht – mit beruflicher Weiterbildung und Digitalmodulen, die nach Landesrecht als Bildungsurlaub anerkannt sind.

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In Nordrhein-Westfalen hilft das Projekt „KI für KMU Niederrhein“ kleinen und mittleren Unternehmen in Duisburg, Wesel und Kleve bei der Einführung von KI. Die Hochschule Rhein-Waal ist beteiligt, das Projekt läuft bis 2029. Und der Digital Campus Vorarlberg hat einen zweiten Standort in Dornbirn eröffnet – mit Kursen in Softwareentwicklung und digitalem Management.

Kommende Workshops und Schulungen

Die Krefelder Digitalwoche vom 20. bis 28. Juni bietet 13 kostenlose Veranstaltungen, darunter einen Schwerpunkt auf digitale Sicherheit am bundesweiten Digitaltag am 26. Juni.

Die Handwerkskammer Mannheim veranstaltet am 8. Juli ein kostenloses Webseminar zur digitalen Projektarbeit – speziell für Handwerksbetriebe, die von Papier auf digitale Workflows umsteigen wollen.

Supply Chain Asia bietet Workshops zur Automatisierung mit generativer KI und Tools wie Make.com an – ein Termin fand bereits im Frühjahr statt.

In Ahaus endete kürzlich ein Smartphone- und Tablet-Grundkurs für Senioren mit einer digitalen Stadtrallye. Ein Folgekurs soll Ende September starten.

Was 2026 wirklich zählt

Experten haben diese Woche ihre Empfehlungen für digitale Grundkompetenzen aktualisiert. Technologiekompetenz bedeutet demnach längst mehr als bloße Bedienung: Wer heute mit digitalen Werkzeugen bewerten und gestalten kann, ist klar im Vorteil. Zu den Schlüsselqualifikationen für Studierende zählen Programmierung, Datenanalyse und der Umgang mit Projektmanagement-Tools.

Für den Arbeitsalltag haben sich mehrere Tools als unverzichtbar erwiesen: Kallidus für Unternehmensschulungen, Smallpdf für die Dokumentenbearbeitung und Zotero für Recherche und Quellenverwaltung. Auch Wissensplattformen wie Obsidian und Evernote bleiben zentral – in einer Berufswelt, die zunehmend von Datenmengen geprägt ist.