Besonders betroffen: Feuerwehren in Norddeutschland und der Einzelhandel.
Einbrecher zielen auf Feuerwehr-Ausrüstung
In der Nacht zu Sonntag drangen Unbekannte gewaltsam in das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr im Rostocker Stadtteil Gehlsdorf ein. Sie öffneten ein Rolltor und stahlen technische Geräte aus den Einsatzfahrzeugen. Der Schaden: rund 40.000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen.
Der Vorfall ist kein Einzelfall. Bereits Anfang des Jahres gab es einen Einbruch in Dummerstorf – Schaden: über 3.700 Euro. Auch in Brandenburg und Schleswig-Holstein beobachten Ermittler eine Zunahme solcher Taten. Die Täter haben es gezielt auf hydraulische Rettungsgeräte abgesehen.
Gewalt im Einzelhandel eskaliert
In einer Gelsenkirchener Penny-Filiale griff am Freitagmittag ein 37-Jähriger eine Angestellte und den Filialleiter an. Der Mann war beim Diebstahl von Getränken und Kosmetik erwischt worden, sprach Todesdrohungen aus und wurde von der Polizei festgenommen. Die Ermittlungen laufen wegen räuberischen Diebstahls, Körperverletzung und Bedrohung.
Noch dramatischer verlief ein Vorfall im Süden Berlins. Ein 29-Jähriger nahm am Freitagabend eine Supermarktmitarbeiterin als Geisel und hielt sie fast zwölf Stunden mit einem Messer in seiner Gewalt. Am Samstagmorgen griff die Polizei mit einem Taser zu. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubs.
In Chemnitz griffen am späten Samstagabend zwei Männer einen Essenslieferanten an, nachdem sie die Zahlung verweigert hatten. Einer der Tatverdächtigen – gegen ihn lagen bereits vier offene Haftbefehle vor – biss bei der Festnahme einen Polizisten und verletzte ihn.
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Kriminelle Netzwerke rekrutieren via Social Media
Eine aktuelle Analyse aus der Schweiz zeigt: Kriminelle Organisationen nutzen soziale Medien, um Jugendliche und junge Erwachsene anzuwerben. Sie locken mit Summen von bis zu 10.000 Euro – für Straftaten wie Einbrüche in Waffengeschäfte.
Zwischen dem vergangenen Jahr und Juni 2026 identifizierten die Behörden mindestens 360 so angeworbene Personen. Das Durchschnittsalter: 21 Jahre. Sogar 14-Jährige waren dabei. Ein Kriminologe ordnet die Entwicklung ausländischen Gruppierungen zu, die gezielt Online-Plattformen zur Nachwuchsgewinnung nutzen.
Immer mehr kriminelle Netzwerke nutzen gezielt digitale Sicherheitslücken und soziale Plattformen für ihre Zwecke aus. Diese Checkliste hilft Ihnen dabei, solche Risiken frühzeitig zu erkennen und Ihr Unternehmen proaktiv gegen Cyberangriffe abzusichern. Kostenloses Cyber-Security E-Book sichern
Sabotage und bewaffnete Konflikte
Am Freitagabend brannten auf der Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln bei Leverkusen-Rheindorf Kabelschächte. Ein Bekennerschreiben einer politisch motivierten Gruppierung tauchte im Internet auf. Der nordrhein-westfälische Innenminister spricht von gezielter Sabotage. Dieselbe Gruppe soll bereits für Anschläge auf Bahninfrastruktur im Juli 2025 und auf ein Umspannwerk Anfang 2026 verantwortlich sein.
In Berlin-Oberschöneweide eskalierte am Samstag ein Streit zwischen zwei Männern. Ein 48-Jähriger soll ein Luftdruckgewehr eingesetzt haben. Das Opfer musste operiert werden, ist aber außer Lebensgefahr. Der Täter flüchtete – bei einer Durchsuchung stellte die Polizei die mutmaßliche Tatwaffe sowie Softairwaffen sicher.
An der Donau in Bayern endete ein Konflikt zwischen Anglern am Samstagabend mit drei Verletzten. Ein Beteiligter wurde eine Treppe hinuntergestoßen, ein Fischtöter diente als Schlagwerkzeug. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

