Krypto-Betrüger waschen 7 Millionen Dollar via Blockchain

Eine neue Dimension des Cybertrading-Betrugs über Dating-Apps verursacht massive Schäden. Analysen zeigen Millionen-Transaktionen auf der Blockchain und Telegram als zentralen Marktplatz der Kriminellen.

Eine neue Welle des sogenannten „Pig Butchering“ erschüttert Verbraucher und Behörden. Während die Polizei in Augsburg heute vor aktuellen Fällen warnt, decken Analysten massive Geldverschiebungen auf der Blockchain auf – und identifizieren Telegram als zentralen Marktplatz der Betrüger.

Die Warnung des Polizeipräsidiums Schwaben Nord ist eindeutig: Cybertrading-Betrug über Dating-Apps erreicht eine neue Dimension. Beamte machten einen Fall öffentlich, bei dem eine 32-jährige Frau zwischen Oktober und Dezember 2025 Opfer einer perfiden Masche wurde. Was als Flirt begann, endete im finanziellen Desaster. Dieser Einzelfall ist nur die Spitze eines Eisbergs.

Vom digitalen Flirt zum finanziellen Ruin

Die Methode, international als „Pig Butchering“ (Schweineschlachten) bekannt, folgt einem grausamen Drehbuch. Die Täter bauen über Wochen eine emotionale Vertrauensbasis auf. Nach dem ersten Kontakt auf Dating-Apps verlagern sie das Gespräch auf Messenger wie WhatsApp oder Telegram.

Dort inszenieren sie eine Beziehung und geben sich als erfolgreiche Krypto-Investoren aus. Sie präsentieren manipulierte Handelsplattformen, die zunächst enorme Gewinne simulieren. Schnappt die Falle zu, wenn das Opfer hohe Summen investiert hat und eine Auszahlung beantragt? Genau dann werden plötzlich Steuern oder Gebühren gefordert – das Geld ist dann meist schon weg.

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7 Millionen Dollar in verdächtiger Blockchain-Bewegung

Wie aktuell das Problem ist, zeigen Daten von On-Chain-Analysten vom heutigen Montag. Ein Forscher unter dem Pseudonym „Specter“ identifizierte eine massive Transaktion mit typischen Betrugsmustern. Dabei transferierten Unbekannte rund 7 Millionen US-Dollar von der Tron- auf die Ethereum-Blockchain.

Die Analyse offenbart die Professionalität der Hintermänner:
* Die Gelder wurden von vielen kleinen Wallets konsolidiert – vermutlich Einzahlungen einzelner Opfer.
* Unmittelbar nach dem Transfer flossen etwa 3,1 Millionen Dollar in den Krypto-Mixer Tornado Cash, der die Herkunft der Gelder verschleiert.

Solche Bewegungen deuten darauf hin, dass Betrüger ihre Beute aus den Feiertagsmonaten nun systematisch waschen.

Telegram: Der Schwarzmarkt der Cyberkriminellen

Hinter den Kulissen operiert eine hochorganisierte Schattenwirtschaft. Neue Berichte werfen ein Schlaglicht auf die Rolle von Telegram. Trotz behördlicher Bemühungen haben sich auf dem Messenger riesige Marktplätze für Cyberkriminelle etabliert.

Zwei Netzwerke stehen besonders im Fokus: „Tudou Guarantee“ und „Xinbi Guarantee“. Berichten zufolge wickeln diese Plattformen monatlich Transaktionen im Wert von fast zwei Milliarden Dollar ab. Hier kaufen Betrüger-Syndikate alles ein – von Geldwäsche-Dienstleistungen bis hin zu gefälschten Investment-Websites.

KI und Deepfakes: Die nächste Eskalationsstufe

Eine besonders besorgniserregende Entwicklung ist der Einsatz künstlicher Intelligenz. Sicherheitsexperten warnen, dass Täter zunehmend KI-gestützte Chatbots einsetzen, um mit hunderten Opfern gleichzeitig „romantische“ Konversationen zu führen.

Noch gefährlicher ist der Einsatz von Deepfake-Technologie. In jüngsten Fällen manipulierten Betrüger in Videoanrufen ihre Gesichter in Echtzeit, um Vertrauen zu erwecken. Manchmal gaben sie sich sogar als Behördenvertreter aus, die angeblich bei der Rückgewinnung verlorener Gelder helfen wollen – eine Falle, die Opfer ein zweites Mal ausnimmt.

Ein technologisches Wettrüsten zeichnet sich ab

Für das Jahr 2026 zeichnet sich ein intensives Wettrüsten ab. Während Betrüger ihre KI-Modelle verfeinern, arbeiten Sicherheitsfirmen an besseren Erkennungsmechanismen. Verbraucherschützer fordern präventive Warnsysteme direkt in Dating-Apps.

Bis solche Systeme greifen, bleibt gesundes Misstrauen der wichtigste Schutz: Wer auf Tinder oder Bumble nach Krypto-Investments gefragt wird, sollte das Gespräch sofort beenden.

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