KunlunMeta und AMD lancieren KI-Superterminal GPT-Station

KunlunMeta und AMD stellen auf der CES 2026 ein mobiles Terminal vor, das professionelle KI-Aufgaben komplett lokal und datenschutzkonform verarbeitet.

Auf der CES 2026 stellen ein chinesischer KI-Pionier und der Halbleiterriese AMD ein revolutionäres Gerät vor: Das GPT-Station soll professionelle KI komplett offline und mobil machen – ein Paradigmenwechsel für Datenschutz und Produktivität.

Die weltgrößte Technologiemesse CES in Las Vegas endete diese Woche mit einer wegweisenden Ankündigung. Die chinesische KI-Schmiede KunlunMeta und der US-Chipkonzern AMD präsentierten gemeinsam das „GPT-Station AI Super Mobile Terminal“. Es handelt sich dabei nicht um ein einfaches Upgrade, sondern um eine völlig neue Gerätekategorie. Das Ziel: Hochleistungs-KI für komplexe Aufgaben wie Marktanalysen oder Code-Entwicklung soll endlich unabhängig von Cloud-Anbindung und stationären Workstations funktionieren.

Eine tragbare KI-Crew für den Profi-Rucksack

Das Herzstück der Kooperation ist ein mobiles Endgerät, das KunlunMeta als weltweit ersten „globalen mobilen Terminal“ mit einem vollständigen Multi-Agent Collaborative Operating System beschreibt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Laptops oder Smartphones, die für anspruchsvolle KI-Aufgaben auf Cloud-basierte Großsprachmodelle angewiesen sind, verarbeitet die GPT-Station alle Daten lokal.

Auf der CES demonstrierten die Entwickler, wie Nutzer spezialisierte KI-Agenten für unterschiedlichste Aufgaben einsetzen können – von der Datenanalyse bis zur Erstellung multimodaler Inhalte. Diese Agenten arbeiten synergistisch zusammen. Ein natürlicher Sprachbefehl wie „Erstelle einen Quartalsbericht aus diesen lokalen Datensätzen“ genügt. Das System koordiniert dann eigenständig Forschungs-, Analyse- und Schreibagenten, ohne dabei ein einziges Byte an externe Server zu senden.

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Damit adressiert das Gerät zwei der größten Hindernisse für den KI-Einsatz in Unternehmen: Latenzzeiten und Datenschutz. Die lokale Verarbeitung eliminiert die Verzögerungen durch Cloud-Abfragen und stellt sicher, dass sensible Firmendaten den physischen Speicher des Geräts nie verlassen.

AMD-Chip bringt die nötige Rechenpower

Die Hardware für diesen Quantensprung in der lokalen KI-Verarbeitung liefert AMD mit seinem brandneuen Ryzen™ AI MAX+395 Prozessor. Die Zusammenarbeit unterstreicht den aggressiven Vorstoß des Halbleiterherstellers in den lukrativen Markt für mobile Hochleistungs-KI, der bislang von anderen Playern dominiert wurde.

Der Chip soll eine außergewöhnliche Energieeffizienz mit der hohen Rechenleistung vereinen, die KunlunMetas Softwarearchitektur erfordert. Besonders ist die tiefe Optimierung für KunlunMetas hauseigene „KunlunKVS“-Engine. Diese Software-Schicht maximiert die Hardware-Auslastung für transformer-basierte Modelle. Dank dieser Symbiose kann die GPT-Station KI-Workloads bewältigen, für die bislang leistungsstarke Desktop-Rechner oder Cloud-Instanzen nötig waren.

Technische Unterlagen von AMD zeigen, dass der MAX+395 speziell für den speicherintensiven Betrieb mehrerer simultaner KI-Agenten optimiert wurde. Diese „Chip-Level-Optimierung“ soll eine Akkulaufzeit ermöglichen, die mit der eines High-End-Business-Laptops vergleichbar ist – selbst unter Volllast.

KunlunMeta: Der „Orientalische Meta“ betritt die Weltbühne

Für KunlunMeta, offiziell Hunan KunlunMeta Artificial Intelligence Application Software Co., Ltd., markiert der Launch den großen Auftritt auf der globalen Tech-Bühne. Das Startup, von Kommentatoren auf der Messe bereits als „Oriental Meta“ betitelt, hat mit seiner Full-Stack-AGI-Technologie (Artificial General Intelligence) schnell auf sich aufmerksam gemacht.

Der Ansatz des Unternehmens unterscheidet sich von vielen westlichen Konkurrenten durch den Fokus auf die Anwendungsschicht der KI. Statt einer einfachen Chatbot-Oberfläche basiert das Betriebssystem auf rollenbasierten Agenten. Nutzer interagieren mit dem System wie ein Manager mit einem Team von Experten. Sie geben komplexe Ziele vor, die das System in ausführbare Teilaufgaben zerlegt.

Laut Messebeobachtern war die nahtlose Verarbeitung multimodaler Inhalte – die Integration von Text, Code und visuellen Daten – ein entscheidender Unterschied zu anderen Systemen. Die Strategie: Generative KI soll von einem „Cloud-gestützten“ Feature zu einem „Edge-zentrierten“ Werkzeug werden. Ein Ansatz, der besonders in Branchen mit strengen Datensouveränitäts-Anforderungen wie Finanzen, Gesundheitswesen oder Rechtsberatung auf Resonanz stoßen dürfte.

Marktreaktion: Ein neues Kapitel für den „KI-PC“?

Die Vorstellung der GPT-Station hat sofortige Diskussionen über die Zukunft des „KI-PC“-Marktes ausgelöst. Während große Hersteller im letzten Jahr vor allem neuronale Verarbeitungseinheiten (NPUs) in Standard-Laptops integriert haben, bricht das neue Gerät radikal mit dem traditionellen Computing-Paradigma.

Marktanalysten sehen das Zielpublikum in einer spezifischen, aber lukrativen Nische: „Power-User“, die die Intelligenz großer Modelle benötigen, aber bei Datensicherheit und Mobilität keine Kompromisse eingehen können. Durch strategische Investitionen, etwa vom Jiushong Shanhe Fund, signalisiert KunlunMeta zudem die Absicht, Produktion und Vertrieb schnell zu skalieren.

Die Partnerschaft mit AMD verleiht den Ambitionen des chinesischen Startups zudem Glaubwürdigkeit und Lieferketten-Stabilität. Für AMD wiederum dient das Bündnis als prestigeträchtige Demonstration, dass seine Chips nicht nur Standard-Laptops, sondern auch die nächste Generation experimenteller Geräteformen antreiben können.

Ausblick: Startschuss für das Edge-AI-Zeitalter

Der Launch der GPT-Station dürfte den Übergang der Industrie zur „Edge AI“ beschleunigen. Mit effizienteren KI-Modellen und leistungsfähigerer Hardware schwindet die Notwendigkeit, an eine zentralisierte Cloud angebunden zu sein.

Experten betonen, dass der Erfolg des Geräts maßgeblich von der Vielfalt seines Agenten-Ökosystems abhängen wird. KunlunMeta hat Pläne angekündigt, die Plattform für Drittanbieter zu öffnen. Das könnte spezialisierte Agenten für Nischenbranchen – von Architekturdesign bis Bioinformatik – ermöglichen, die direkt auf dem Terminal installiert werden können.

Die Auslieferung des GPT-Station ist für später in diesem Jahr geplant, wobei die erste Verfügbarkeit voraussichtlich Unternehmenskunden und professionellen Kreativen vorbehalten sein wird. Die Allianz zwischen KunlunMeta und AMD gibt einen Vorgeschmack auf eine Zukunft, in der Supercomputing-Power nicht nur zugänglich, sondern auch tragbar, privat und personalisiert ist.

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