Kupfer- und Zinn-Krise treibt PC-Preise in die Höhe

Explodierende Rohstoffkosten für Kupfer und Zinn führen zu breiten Preiserhöhungen bei PC-Hardware. Hersteller geben den Kostendruck an Verbraucher weiter.

Die Ära stabiler Hardware-Preise ist vorbei. PC-Bauer und Technik-Fans müssen sich auf deutlich teurere Komponenten einstellen, weil die Rohstoffkosten explodieren. Verantwortlich sind vor allem die weltweit gestiegenen Marktpreise für Kupfer und Zinn – zwei Metalle, die in fast jedem Computerbauteil stecken. Hersteller kündigen bereits Preiserhöhungen an.

Rohstoff-Explosion trifft Kernkomponenten

Im Zentrum der Entwicklung stehen die dramatischen Kostensteigerungen bei Kupfer und Zinn. Der Kupferpreis ist innerhalb eines Jahres von etwa 9.000 auf über 13.000 US-Dollar pro Tonne gestiegen. Das Metall ist unverzichtbar für Kühlkörper, Leiterbahnen auf Platinen, Spulen in Netzteilen und Kabel.

Noch heftiger trifft es den Zinn-Markt: Hier gab es binnen Jahresfrist Preissteigerungen von bis zu 80 Prozent. Zinn ist Hauptbestandteil von Lötzinn, das jede Platine – vom Mainboard bis zur Grafikkarte – zusammenhält. Für 2026 prognostizieren Experten erstmals seit 2021 ein Angebotsdefizit, weil die Nachfrage das Wachstum der Raffinade-Produktion übersteigt.

Hersteller geben Kostendruck weiter

Führende Komponenten-Hersteller bereiten sich auf Preisanpassungen vor. Roman Hartung, CEO des Kühlspezialisten Thermal Grizzly, bestätigt: Seine Firma wird die Preise für wassergekühlte GPU-Blöcke um etwa 10 Prozent anheben, um die gestiegenen Materialkosten für die dicken Kupferplatten auszugleichen.

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Andreas Rutnicki, Chef des Wasserkühlungs-Anbieters Alphacool, rät Kunden zu Preisaufschlägen von 5 bis 10 Prozent im gesamten Sortiment. Auch beim Netzteile- und Kühlhersteller be quiet! bestätigen Manager den Druck durch die Knappheit bei Kupfer und Zinn. Branchenkenner sehen diese Ankündigungen erst als Anfang einer breiteren Preiserhöhungswelle.

Struktureller Wandel treibt Nachfrage

Doch warum explodieren die Metallpreise? Die Gründe sind tiefgreifend: Die globale Elektrofizierung, der Ausbau digitaler Infrastrukturen und der KI-Boom treiben die Nachfrage nach Kupfer als Schlüsselmetall der Energiewende und für Rechenzentren.

Gleichzeitig kommt das Angebot nicht hinterher. Während die Nachfrage nach raffiniertem Zinn 2026 voraussichtlich um 3,5 Prozent steigt, wächst die Produktion nur um 3 Prozent. Geopolitische Faktoren verschärfen die Lage: Staaten wie die USA und China sichern sich strategische Reserven an kritischen Mineralien – was das verfügbare Angebot für die Industrie weiter verknappt.

Breite Wirkung: Jeder PC wird teurer

Anders als bei früheren Preisschüben, die oft einzelne Komponenten wie Arbeitsspeicher oder Grafikkarten betrafen, trifft die Kupfer- und Zinn-Krise diesmal praktisch alle PC-Teile. Kupfer steckt in den Stromversorgungsebenen von Mainboards und Grafikkarten, in der Verkabelung von Netzteilen und in Heatpipes von CPU-Kühlern. Zinn hält alles zusammen.

Für Hersteller bedeutet das ein Dilemma: Solche Materialkostensprünge können sie kaum absorbieren, ohne die Profitabilität zu gefährden. Für Verbraucher – besonders in der DIY-PC-Community – wird der Preisdruck spürbar: Budget-Systeme werden teurer, High-End-PCs kosten zusätzliches Geld. Diese Entwicklung kommt zu bereits bestehenden Sorgen über mögliche Speicherknappheit hinzu, die 2026 ebenfalls die PC-Preise treiben könnte.

Was Bauplaner jetzt wissen müssen

Die einhellige Meinung von Branchenanalysten und Herstellern ist klar: Der Aufwärtstrend bei Komponentenpreisen wird vorerst anhalten. Wer einen neuen PC plant, könnte mit aktueller Lagerware die günstigsten Preise für einige Zeit sichern.

Einige Finanzanalysten halten den Kupfer-Preissprung für kurzfristig und erwarten eine Stabilisierung später im Jahr 2026 – abhängig von geopolitischen Faktoren wie möglichen US-Zöllen. Doch der langfristige strukturelle Bedarf an Kupfer und Zinn, getrieben von digitaler und energetischer Transformation, spricht für anhaltenden Druck auf die Lieferketten. PC-Käufer und -Bauer sollten den Markt in den kommenden Quartalen genau im Blick behalten. Die Grundkosten für die Hardware unserer digitalen Welt steigen deutlich.

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