KVM-Markt im Umbruch: ASUS integriert Auto-Switch in ProArt-Displays

ASUS präsentiert neue ProArt-OLED-Displays mit integriertem Auto-KVM-Switch, während klassische KVM-Geräte und Gaming-Monitore deutlich günstiger werden.

Der Markt für KVM-Switching-Hardware erlebt eine Phase massiver Bewegung: Während Hersteller wie ASUS professionelle Monitore mit integrierten Umschaltfunktionen auf den Markt bringen, fallen die Preise für klassische Einzelgeräte auf neue Tiefststände. Für Unternehmen und Kreativschaffende in Deutschland wird die Wahl zwischen integrierter und dedizierter Lösung damit zunehmend zur Preisfrage.

ASUS integriert Auto-KVM in neue ProArt-OLED-Displays

ASUS hat am 30. Juli 2026 zwei neue Profi-Monitore vorgestellt, die sich an Grafikdesigner, Videoeditoren und digitale Künstler richten. Der ProArt Display OLED PA279CDV mit 26,5 Zoll und der PA329CDV mit 31,5 Zoll bieten jeweils 4K-QD-OLED-Technik mit 120 Hertz Bildwiederholrate und einer Spitzenhelligkeit von 1000 Nits.

Das Herzstück der neuen Displays: ein integrierter Auto-KVM-Switch, mit dem sich zwei getrennte Arbeitsplätze über ein einziges Tastatur-Maus-Set steuern lassen. Die Anschlussausstattung umfasst USB-C mit 96 Watt Power Delivery, HDMI 2.1 sowie DisplayPort 1.4 mit Daisy-Chain-Unterstützung. Der PA279CDV ist seit Juli 2026 für 699 Euro erhältlich, das größere Schwestermodell PA329CDV folgt im September 2026 zum Preis von 899 Euro.

Zusätzlich brachte der Hersteller im Juli den ProArt PA27UCGE auf den Markt. Der 27-Zoll-4K-IPS-Monitor kostet rund 800 Euro und punktet ebenfalls mit integriertem Auto-KVM-Switch sowie einem eingebauten Colorimeter für professionelle Kalibrierung.

Dedizierte KVM-Switches: Preise purzeln

Auch bei den klassischen Standalone-Geräten tut sich einiges. Am 31. Juli 2026 wurde ein AV-Access-KVM-Switch für Zwei-PC-Setups zu 265,99 Euro gehandelt – deutlich unter dem bisherigen Preis von 312,99 Euro.

Nur zwei Tage zuvor, am 29. Juli, war der DisplayPort-1.4-KVM-Switch von UGREEN für 53,31 Euro zu haben. Das Gerät unterstützt 8K bei 60 Hertz oder 4K bei 240 Hertz und bietet vier USB-3.0-Anschlüsse zur Peripherie-Verteilung zwischen zwei Rechnern. Auch Cable Matters senkte den Preis für seinen 8K-DisplayPort-1.4-Switch auf rund 52 Euro.

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Im Hochgeschwindigkeitssegment bringt Unitek den D1118A USB-C-KVM-Switch für 113 Euro an den Start. Das Modell liefert 10 Gbit/s Datentransfer und unterstützt 4K-HDMI-Ausgabe bei 30 Hertz – inklusive Split-Screen-Modus und Treiber-gestütztem Drag-and-Drop zwischen den angeschlossenen Systemen.

Open-Source-Alternative und Gaming-Segment

Neue Einstiegsmöglichkeiten gibt es auch im Profi- und Enthusiastenbereich. Am 30. Juli wurden Details zu ESP-KVM bekannt, einer Open-Source-IP-KVM-Lösung auf Basis des ESP32-P4-RISC-V-Mikrocontrollers. Die Materialkosten liegen bei etwa 45 Euro – eine preiswerte Alternative für die Fernwartung von Hardware. Unterstützt werden MJPEG- und H.264-Encoding für die Steuerung per LAN oder VPN.

Vom aktuellen Preistrend profitieren auch Gamer: Der ASRock Phantom Gaming PGO27QFV, ein 27-Zoll-QD-OLED-Monitor mit 360 Hertz, wurde am 29. Juli auf 499,99 Euro reduziert – zuvor lag der Preis bei 646 Euro. Obwohl primär für Gaming konzipiert, bietet das Gerät einen USB-C-Anschluss mit Power Delivery und folgt damit dem Branchentrend, Konnektivität und Peripherie-Management in High-End-Displays zu integrieren.

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Selbst im Netzwerkbereich zeigen sich die Auswirkungen: Der TP-Link LS1005G, ein 5-Port-Gigabit-Switch, kostet seit Ende Juli nur noch 8,58 Euro – das Angebot gilt bis zum 11. August 2026.