Gleich mehrere Hersteller haben Mitte Juli 2026 neue Displays und kompakte Peripheriegeräte vorgestellt, die KVM-Funktionen (Keyboard, Video, Mouse) direkt integrieren. Besonders für Nutzer mit zwei MacBooks oder gemischten PC- und Laptop-Setups verspricht das eine deutliche Arbeitserleichterung.
Philips setzt auf QD-OLED mit integriertem Switch
Am 17. Juli 2026 kündigte Philips den 27E2N6900QW an – einen 27-Zoll-4K-Monitor mit QD-OLED-Technologie. Das Display richtet sich an Profis und anspruchsvolle Privatanwender. Herzstück ist der eingebaute KVM-Switch, mit dem sich zwei Rechner über ein einziges Tastatur-Maus-Set steuern lassen. Über USB-C liefert der Monitor zudem 96 Watt Leistung – genug, um Laptops direkt mit Strom zu versorgen. Der Preis liegt umgerechnet bei rund 700 Euro, der Vorverkauf startet am 24. Juli 2026.
AOC bringt zwei gebogene Gaming-Monitore
Ebenfalls am 17. Juli 2026 erweiterte AOC sein Portfolio um zwei 34-Zoll-Ultrawide-Monitore: den CU34G4CA und den CU34G4ZCA. Beide Modelle sind gebogen und verfügen über integrierte KVM-Switches sowie 90-Watt-USB-C-Ladefunktion. Der CU34G4CA erreicht eine Bildwiederholrate von 180 Hertz, das Schwestermodell sogar bis zu 250 Hertz – ein klarer Vorteil für Gamer. Die Markteinführung in Europa ist für August 2026 geplant, der Einstiegspreis liegt bei etwa 349 Euro.
OLED-Innovationen von MSI und Alienware
Auch andere Hersteller ziehen nach. MSI präsentierte kürzlich den PRO MAX OLED 271UPJW12, der auf eine neuartige Inkjet-gedruckte OLED-Technologie setzt und ebenfalls einen KVM-Switch integriert. Alienware wiederum bringt mit dem AW3926QW einen 39-Zoll-5K2K-OLED-Monitor auf den Markt, der neben der KVM-Funktion 90 Watt USB-C-Power-Delivery und den schnellen DisplayPort-2.1-Standard bietet.
Kompakte KVM-Hardware mit KI-Funktionen
Nicht nur in Monitoren, auch in eigenständigen Geräten entwickelt sich die KVM-Technik weiter. Am 16. Juli 2026 stellte Sipped den NanoKVM-Go vor – ein kompaktes USB-C-Gerät für die Fernsteuerung von Computern auf Hardware-Ebene. Es ermöglicht den browserbasierten Zugriff über WLAN und unterstützt Tailscale für sichere Verbindungen.
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Die erweiterte Version NanoKVM-Go+ enthält eine neuronale Verarbeitungseinheit (NPU) mit 3,2 TOPS Rechenleistung. Damit lassen sich lokale KI-Aufgaben wie die Offline- Texterkennung (OCR) oder die Verfolgung des Bildschirmverlaufs realisieren. Beide Geräte werden über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, der Versand soll Ende 2026 beginnen.
Thunderbolt 5 und die richtige Verkabelung
Die Entwicklung der Datenübertragungsstandards beeinflusst zunehmend die KVM-Konfigurationen. Thunderbolt 5 hält langsam Einzug in den Markt und bietet eine bidirektionale Bandbreite von bis zu 80 Gigabit pro Sekunde – doppelt so viel wie Thunderbolt 4 mit 40 Gbit/s. Das ermöglicht den Betrieb mehrerer 8K-Displays. Keychron demonstrierte kürzlich eine Thunderbolt-5-Dockingstation, die die Anschlussmöglichkeiten von Laptops erweitert.
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Für Nutzer von Apple-Hardware betont der Zubehörhersteller iVANKY in aktuellen Hinweisen zu seinem FusionDock Ultra KVM die Bedeutung hochwertiger Kabel. Bei Dual-MacBook-Setups empfehlen die Hersteller den Betrieb mit zwei USB-C-Kabeln sowie spezifische USB-C-zu-HDMI- oder DisplayPort-Adapter für den Anschluss externer Monitore.
Mini-PC als kostengünstige Alternative
Im Bereich der Mini-Computer sorgt der GEEKOM Air12 für Aufsehen. Der Windows-11-Pro-Rechner unterstützt drei 4K-Display-Ausgänge und ist ab sofort für umgerechnet rund 270 Euro erhältlich. Solche Geräte werden häufig in KVM-geschalteten Umgebungen genutzt, um Laptop-Arbeitsplätze kostengünstig zu ergänzen.


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