Ein ETH-Spinoff zeigt auf dem Weltwirtschaftsforum, wie sich die strenge EU-KI-Verordnung in der Praxis umsetzen lässt. Ihr Werkzeug könnte zum globalen Standard werden.
Während in Davos das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) beginnt, rückt ein Schweizer Unternehmen ins Rampenlicht: LatticeFlow AI. Das Deep-Tech-Unternehmen bietet eine Plattform, die als entscheidender Enabler gilt, um die abstrakten Vorgaben der EU-KI-Verordnung in technisch überprüfbare Standards zu übersetzen. Die vollständig in Kraft getretene Verordnung stellt Unternehmen weltweit vor immense Herausforderungen – LatticeFlow liefert nun den Werkzeugkasten.
Vom Gesetzestext zur technischen Realität
Die Lücke zwischen regulatorischem Anspruch und praktischer Umsetzung ist groß. Hier setzt LatticeFlow an. Das Spin-off der ETH Zürich hat mit seiner Plattform ein System entwickelt, das KI-Modelle in kritischen Sektoren wie Gesundheitswesen, Finanzen und Industrie auf Robustheit, Fairness und Sicherheit prüft. Es geht nicht um einfache Checklisten, sondern um tiefgehende, evidenzbasierte Audits.
Seit dem Inkrafttreten der EU‑KI‑Verordnung drohen Unternehmen empfindliche Sanktionen, wenn Risikobewertungen, Kennzeichnungen und Audit‑Nachweise fehlen. Viele Entwickler fragen sich, wie sich juristische Vorgaben in konkrete Tests und prüfbare Reports übersetzen lassen. Ein praxisorientierter Umsetzungsleitfaden bietet Checklisten, Risikoklassifizierung und konkrete Prüfabläufe, damit Sie Ihre Modelle rechtssicher dokumentieren und Compliance‑Lücken schließen. Jetzt kostenlosen KI‑Umsetzungsleitfaden herunterladen
„Die EU-KI-Verordnung hat den Maßstab gesetzt. Jetzt braucht es Mechanismen, um diese Regeln auch umzusetzen“, so die Analyse in einer heute veröffentlichten WEF-Publikation. ETH-Präsident Joël Mesot hebt darin die Rolle akademischer Ausgründungen für die „ethische Infrastruktur“ der KI-Wirtschaft hervor. LatticeFlow wird als Paradebeispiel genannt.
Compliance als Ingenieursaufgabe
Der Ansatz des Unternehmens: Compliance wird als technisches und nicht nur als juristisches Problem behandelt. Die Plattform, bestehend aus der Governance-Lösung „AI GO!“ und dem Evaluierungs-Framework „COMPL-AI“, automatisiert die Suche nach Schwachstellen in Daten und Modelllogik. So können selbst komplexe Generative KI und große Sprachmodelle (LLMs) regelkonform entwickelt werden.
Ein praktischer Beweis: Das Schweizer Open-Source-Sprachmodell „Apertus“ – ein Gemeinschaftsprojekt von ETH, EPFL und dem Schweizer Nationalen Hochleistungsrechenzentrum (CSCS) – wurde mit den Tools von LatticeFlow erfolgreich auf Einhaltung der EU-Vorgaben validiert.
Der „Brüssel-Effekt“ setzt ein
Die EU-KI-Verordnung entfaltet bereits eine ähnliche globale Strahlkraft wie einst die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR). Für multinationale Konzerne wird die Einhaltung europäischer Standards zunehmend zur Voraussetzung für den weltweiten Geschäftsbetrieb. Die in Davos präsentierte Lösung von LatticeFlow bietet ihnen eine Blaupause.
Die Fähigkeit, auditfähige Nachweise zu generieren, wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Denn die Bußgelder bei Verstößen gegen die KI-Verordnung können bis zu 7 Prozent des weltweiten Umsatzes betragen – ein existenzielles Risiko.
Der Markt für KI-Governance boomt
Bis Ende 2026, so schätzen Analysten in Davos, wird die Integration von Compliance-Tools in den KI-Entwicklungszyklus zum Standard werden. Der Markt für Governance-Plattformen steht vor einem exponentiellen Wachstum.
Die Prominenz von LatticeFlow auf dem Weltwirtschaftsforum markiert einen Wandel in der KI-Debatte: Es geht nicht mehr nur um Leistung, sondern um „vertrauenswürdige Skalierung“. Die Fähigkeit, die Sicherheit und Fairness eines KI-Systems mathematisch nachzuweisen, wird darüber entscheiden, welche Unternehmen die nächste Phase der digitalen Wirtschaft anführen. Mit seiner wissenschaftlichen Fundierung ist das Schweizer Unternehmen gut aufgestellt, um hier zum De-facto-Standard zu werden.
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