LDLC bringt mit der PC Box eine leistungsstärkere Alternative zur Steam Machine auf den Markt – zum gleichen Preis.
Der französische Elektronikhändler LDLC hat eine neue Gaming-Hardware vorgestellt, die Valves Steam Machine direkt Konkurrenz macht. Ursprünglich als „Stim Machine“ angekündigt, firmiert das System nach Markenrechtsprüfungen nun als LDLC PC Box. Das Besondere: Trotz überlegener Hardwarekomponenten liegt der Preis fast auf dem Niveau von Valves Flaggschiff-Konsole.
Valve rudert bei Leistungsversprechen zurück
Am 25. Juni 2026 stoppte Valve überraschend die Vorbestellungen für die Steam Machine. Zeitgleich strich der Konzern die ursprünglich beworbenen Leistungsmerkmale aus den offiziellen Unterlagen. Wo zuvor noch von 4K-Gaming mit 60 Bildern pro Sekunde und FidelityFX Super Resolution (FSR) die Rede war, heißt es nun vorsichtiger: Das Gerät unterstütze 4K-Gaming mit FSR 4.1.
Der Schritt folgt auf unabhängige Hardware-Tests, die deutliche Schwächen offenlegten. In anspruchsvollen Titeln wie Cyberpunk 2077 und Black Myth Wukong erreichte die Steam Machine bei 1080p Ultra-Einstellungen weniger als 30 FPS. Das System setzt auf einen semi-individuellen RDNA-3-Grafikchip mit 28 Compute Units – vergleichbar mit einer Radeon RX 7600 – und passt in ein kompaktes 3,8-Liter-Gehäuse.
Die LDLC PC Box: Technische Daten und Preise
LDLC setzt dagegen auf die neuere RDNA-4-Architektur. Herzstück ist eine AMD Radeon RX 9060 XT mit 8 GB VRAM, kombiniert mit einem AMD Ryzen 5 8400F Prozessor (Zen 4).
Das System ist in zwei Varianten erhältlich:
– Bausatz zur Selbstmontage: 999,99 Euro
– Fertig montiert: 1.039,99 Euro
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Zum Vergleich: Die Basisversion der Valve Steam Machine mit 512 GB Speicher kostet in der Eurozone ebenfalls 1.039 Euro.
Die weiteren Spezifikationen der LDLC PC Box:
– Arbeitsspeicher: 16 GB DDR5-5600 (erweiterbar auf 128 GB)
– Speicher: 500 GB NVMe SSD, zusätzliche SATA-Anschlüsse
– Gehäuse: SilverStone SG13B-Q mit 11,5 Litern Volumen
– Netzteil: 350 Watt mit 80+ Bronze-Zertifizierung
Während Valves Steam Machine ab dem 30. Juni 2026 ausgeliefert werden soll, positioniert LDLC sein System als klassischen, aufrüstbaren PC – inklusive Unterstützung für die neueste FSR-4-Technologie.
Kompromisse bei Größe und Software-Integration
Die höhere Leistung hat ihren Preis – und zwar nicht nur finanziell. Der auffälligste Unterschied: Das LDLC-Gehäuse ist mit 11,5 Litern fast dreimal so groß wie die kompakte Steam Machine (3,8 Liter).
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Hinzu kommt: Die LDLC PC Box wird ohne vorinstalliertes Betriebssystem ausgeliefert. Zwar ist SteamOS kompatibel, Nutzer müssen es jedoch selbst installieren. Auch praktische Features wie HDMI-CEC-Unterstützung oder die „Instant Sleep“-Funktion der Valve-Konsole fehlen.
In Foren wie Reddit zeigt sich die Community gespalten. Die einen schwören auf das kompakte, konsolenartige Erlebnis der Steam Machine. Die anderen setzen auf höhere Bildraten und die modernere RDNA-4-Architektur der LDLC-Alternative – und nehmen dafür den größeren Formfaktor in Kauf.

