Lego Smart Play: Bausteine erwachen mit eigener Intelligenz

Lego stellt auf der CES 2026 Steine mit integrierter Elektronik vor, die ohne App Licht und Ton erzeugen. Die Offline-fähigen Sets erscheinen im März und nutzen Star-Wars-Lizenzen.

Lego revolutioniert sein System mit intelligenten Steinen, die ohne Smartphone Licht, Ton und Bewegung erzeugen. Die auf der CES 2026 vorgestellte Technologie soll die Lücke zwischen digitalem und physischem Spiel schließen.

Ein unsichtbarer Chip im klassischen Stein

Der Kern der Innovation ist der „Lego Smart Brick“. Er sieht aus wie ein klassischer 2×4-Stein, beherbergt aber einen Miniatur-Chip, Lautsprecher, Bewegungssensoren und ein komplexes Lichtsystem. Die Technik bleibt unsichtbar – der Fokus liegt weiterhin auf dem haptischen Bauerlebnis.

Anders als frühere Initiativen wie Mindstorms benötigt das neue Smart-Play-Ökosystem keine externe Programmierung oder App. Die Steine kommunizieren über ein lokales Mesh-Netzwerk miteinander und mit neuen „Smart Tags“ sowie intelligenten Minifiguren. Für die Industrie ist die Miniaturisierung ein Durchbruch.

Die Interaktivität entsteht durch Bewegung: Ein beschleunigter Raumschiff-Stein erzeugt passende Triebwerksgeräusche, ein umgekipptes Fahrzeug simuliert einen Crash. Drei Komponenten machen es möglich:

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  • Der Smart Brick verarbeitet Eingaben und gibt audiovisuelle Rückmeldung.
  • Smart Tags definieren den Kontext – ob der Stein Teil eines Motors oder einer Kanone ist.
  • Smart Minifiguren mit Identifikations-Chip lösen charakteristische Dialoge aus.

Die ersten Sets erscheinen am 1. März 2026 und nutzen Star Wars-Lizenzen. Eine TIE-Jäger-Modell brummt beim Durch-die-Luft-Fliegen, im Thronsaal erklingt automatisch die „Imperial March“, sobald die Palpatine-Figur platziert wird.

Datenschutz als Offline-Philosophie

In Zeiten von Datenskandalen setzt Lego bewusst auf „Offline-first“-Architektur. Die Steine besitzen weder Kamera noch Sprachaufzeichnung. Sie benötigen keine Internetverbindung oder Cloud. Das soll besorgte Eltern beruhigen und das soziale, bildschirmfreie Spiel in den Vordergrund stellen.

Strategischer Schachzug in einem digitalen Markt

Der Launch kommt zu einer Zeit, in der die Spielzeugbranche gegen die Dominanz rein digitaler Unterhaltung kämpft. Lego will mit integrierter Robotik traditionelles Konstruktionsspiel mit den Erwartungen moderner Kinder verbinden.

Marktbeobachter sehen darin die wichtigste Evolution seit der Einführung der Minifigur 1978. „Steine, die ‚wissen‘, was sie sind, verändern die Spielmechanik fundamental“, kommentiert Jay‘s Brick Blog. Der Schritt spiegelt den Trend zur „Ambient Computing“ wider – Technik, die nahtlos in die Umgebung integriert ist.

Verfügbarkeit und Bildungsambitionen

Ab dem 1. März sind die ersten Sets in Deutschland, den USA und weiteren Märkten erhältlich. Die Star Wars-Modelle kosten zwischen etwa 70 und 160 Euro. Die modulare Technik lässt Anwendungen in Lego City, Technic oder Bildungssets erwarten.

Parallel kündigte Lego Education neue Lernlösungen für Grund- und Sekundarschulen an. Das Unternehmen treibt so die Integration von Informatik- und KI-Konzepten in den physischen Baukasten voran. Die Branche wird verfolgen, ob intelligente physische Spielzeuge im Kampf um die Aufmerksamkeit der Kinder bestehen können.

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