Der Technologiekonzern Lenovo baut sein Angebot an Gaming-Hardware aus und startet auf dem chinesischen Markt den Bellator 27UZ. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, wird das 27-Zoll-Gerät für 2.199 CNY angeboten, was umgerechnet rund 330 US-Dollar entspricht. Ob der Bildschirm künftig auch weltweit erhältlich sein wird, bleibt unklar, da Produkte der Bellator-Reihe in der Regel nicht international vertrieben werden.
Dual-Modus mit bis zu 400 Hertz
Der Bellator 27UZ verfügt über eine native Auflösung von 3.840×2.160 Pixeln (4K) bei einer Bildwiederholfrequenz von 180 Hz, die sich im übertakteten Zustand auf 200 Hz steigern lässt.
Für wettkampforientierte Anwendungen bietet das Display zudem einen Umschaltmodus: Im Full-HD-Betrieb erreicht das Panel standardmäßig 360 Hz und lässt sich auf bis zu 400 Hz übertakten.
Zur Vermeidung von Bildrissen unterstützt der Bildschirm Adaptive Sync sowie AMD FreeSync und Nvidia G-Sync. Als Hintergrundbeleuchtung setzt Lenovo auf Mini-LED-Technologie mit 1.152 Dimming-Zonen und einer Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits. Der Farbraum wird laut Herstellerangaben zu 99 Prozent im sRGB- und zu 95 Prozent im DCI-P3-Spektrum abgedeckt.
Anschlussseitig stehen ein DisplayPort 1.4, zwei HDMI-2.1-FRL-Ports sowie ein USB-Hub mit einem USB-B-3.2-Gen-1-Upstream- und zwei USB-3.2-Gen-1-Type-A-Downstream-Anschlüssen bereit. Ein integrierter USB-C-Anschluss stellt Power Delivery mit bis zu 65 W zur Verfügung.
Ein 27-Zoll-Display, das nativ 4K bei 180 Hz zeigt und im Full-HD-Modus auf bis zu 400 Hz springt — solche Dual-Modus-Panels kommen jetzt in den Handel. Damit Sie nicht zwischen Dutzenden Modellen raten müssen: Der kostenlose Guide zeigt Ihnen, welche Auflösung und Bildwiederholrate zu Ihrem Setup passen und wo Mini-LED, OLED und IPS sich wirklich unterscheiden. Kostenlosen Monitor-Guide jetzt anfordern
Hohe Dynamik im Markt für Gaming-Displays
Lenovos Neuvorstellung fügt sich in eine Reihe jüngster Produktankündigungen im asiatischen Raum ein. So kündigte KTC Japan am 30. Oktober den Verkauf seines 24,5-Zoll-Monitors 25M5 in Japan an.
Das Modell nutzt ein Fast-IPS-Panel mit 2.560×1.440 Bildpunkten, maximal 260 Hz über DisplayPort und 1.152 Dimming-Zonen für 44.980 Yen, beziehungsweise 40.482 Yen mit einem zehnprozentigen Rabattcoupon.
Auch TCL treibt den Ausbau voran und präsentierte den E-Sport-Monitor 27P2A Ultra für 3999 Yuan, der per Tastendruck zwischen HD bei 1080 Hz und QHD bei 550 Hz umschalten kann und auf 180 Dimmzonen setzt. Im Nahen Osten erweiterte TCL seine Modellpalette jüngst unter anderem um den 27P2A für 1.099 AED sowie den 27P3A Pro mit 1.196 Dimming-Zonen für 1.799 AED.
Mini-LED mit 1.152 Dimming-Zonen und 1.600 Nits klingt stark — doch viele dieser neuen Gaming-Monitore erscheinen zunächst nur in Asien, und ein weltweiter Start ist oft unklar. Wer trotzdem jetzt kaufen will, braucht einen klaren Plan: Welche Spezifikationen zählen, welche Anschlüsse Sie wirklich brauchen und wann Warten günstiger ist. Checkliste für den Monitor-Kauf sichern
Parallel dazu brachte MSI in Asien den MAG 276QR42 mit Rapid-IPS-Panel und bis zu 425 Hz für 1.998 CNY in den Handel, während Lenovo für den Einstiegsbereich bei JD.com ergänzend das IPS-Modell LOQ 25-10 für 599 Yuan führt.
Analysten von IndexBox prognostizieren für den weltweiten Markt der 4K-Gaming-Monitore zwischen 2026 und 2035 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 7,2 Prozent. Als wesentliche Treiber der Entwicklung gelten neben schnellen Reaktionszeiten und neuen Schnittstellenstandards vor allem Panel-Technologien wie OLED und Mini-LED.

