Lenovo bringt frische Gaming-Monitore mit hohen Bildwiederholraten auf den Markt. Die neuen Legion- und LOQ-Modelle zielen auf Wettbewerbsfähigkeit im Preis-Leistungs-Segment – für Gamer in Europa und Asien.
Der chinesische Technologiekonzern hat Ende Juli und Anfang August mehrere neue Monitore vorgestellt, die sich gezielt an Spieler richten. Besonders im 27-Zoll-Segment will Lenovo mit aggressiven Einstiegspreisen und technischen Extras wie 240-Hertz-Panels punkten. Doch auch für Büronutzer gibt es Neuigkeiten.
Legion-Modell setzt auf maximale Geschwindigkeit
Das Flaggschiff der neuen Reihe ist der Legion 27-10. Der Monitor bietet ein 27 Zoll großes Full-HD-Display mit IPS-Panel und einer Bildwiederholrate von 240 Hertz. Die Reaktionszeit liegt bei bemerkenswerten 0,5 Millisekunden – ideal für kompetitive Shooter und schnelle Sportspiele. Mit 300 Nits Helligkeit und den üblichen Anschlüssen (HDMI und DisplayPort) ist das Gerät solide ausgestattet.
LOQ-Serie: Mehr Auflösung, mehr Ausstattung
Die LOQ-Submarke richtet sich an preisbewusste Gamer. Der LOQ 27Q-10 setzt auf ein QHD-Panel (2560×1440 Pixel) mit 180 Hertz und Fast-IPS-Technologie. Besonders hervorzuheben: AMD FreeSync Premium gegen Bildschirmrisse, HDR10-Unterstützung und eine Abdeckung von 99 Prozent des sRGB-Farbraums. Zwei HDMI-2.1-Ports und ein DisplayPort 1.4 runden das Paket ab.
Für bestimmte regionale Märkte gibt es zudem den LOQ 27-10 mit 200-Hertz-VA-Panel – eine bewusst günstige Option für Einsteiger. Unter der Marke Lecoo bringt Lenovo den N2757Q mit 2K-Auflösung und nativ 200 Hertz heraus, die sich per Overclocking auf 210 Hertz steigern lassen. Das IPS-Panel erreicht 400 Nits und deckt 96 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab.
Preiskampf in Europa: Rabatte bis 28 Prozent
Bereits Ende Juli zeigte sich, wie ernst es Lenovo mit dem Wettbewerb meint. Beim LOQ 27Q-10 senkten mehrere europäische Händler die Preise deutlich. In Spanien war das QHD-Modell zeitweise für 128,92 Euro zu haben – ein Nachlass von rund 28 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Preis von etwa 180 Euro. Andere Listungen zeigten den Monitor für 149,99 Euro, was Marktbeobachter als historischen Tiefststand einstuften.
In China startet der LOQ 27-10 mit VA-Panel bei umgerechnet rund 95 Euro (749 Yuan). Der technisch aufwendigere N2757Q kostet dort etwa 101 Euro (799 Yuan), durch Subventionen könnte er sogar auf rund 91 Euro fallen.
ThinkVision: Neue Büro-Monitore im Schlepptau
Neben den Gaming-Modellen hat Lenovo auch seine professionelle ThinkVision-Reihe aktualisiert. Die Modelle P27Q-40 und E27Q-40 bieten jeweils 27 Zoll mit QHD-Auflösung, 6-Millisekunden-Reaktionszeit und einem Kontrastverhältnis von 1500:1. Während der P27Q-40 mit 1,07 Milliarden Farben und USB-C-Anschluss punktet, setzt der E27Q-40 auf integrierte Lautsprecher und einen VGA-Port – klassische Büroausstattung also.
Konkurrenz schläft nicht
Der Markt für 27-Zoll-Gaming-Monitore bleibt hart umkämpft. ASRock kündigte Ende Juli seine Phantom-Gaming-Serie PGO27QSA an, die mit QD-OLED-Technologie und 240 Hertz aufwartet. Die Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden unterbietet selbst Lenovos Spitzenwerte deutlich. Die Premium-Modelle kosten in den USA 299 Dollar (schwarz) beziehungsweise 309 Dollar (weiß).
Ob Lenovo mit seiner Strategie aus hohen Bildraten und niedrigen Preisen gegen die OLED-Konkurrenz bestehen kann, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen. Die ersten Rabattaktionen in Europa deuten jedoch darauf hin, dass der Konzern ernsthaft um Marktanteile kämpfen will.

