Lexar hat auf der IFA 2026 in Berlin die Muse Ultra-Slim Portable SSD vorgestellt, die nach Angaben des Herstellers mit 3,8 Millimeter Dicke und einer Kante von nur 1 Millimeter die weltweit dünnste tragbare SSD ist. Die Speicherlösung richtet sich vor allem an mobile Videofilmer, die mit dem iPhone in hohen Auflösungen und Bildraten drehen und dafür externen Speicherplatz benötigen.
Kompaktes Design mit ungewöhnlichem Anschluss
Mit Abmessungen von 80 mal 48 Millimetern und einem Gewicht von 26,5 Gramm fällt die Muse deutlich kleiner und leichter aus als klassische externe SSDs. Statt eines herkömmlichen USB-C-Anschlusses setzt Lexar auf einen proprietären PogoPin-Magnetanschluss, der über ein sogenanntes SnapLink-Kabel mit dem Endgerät verbunden wird.
Dieses Design wird in ersten Einschätzungen als potenzieller Schwachpunkt gesehen, da ein herstellerspezifisches Kabelsystem im Vergleich zu einem universellen USB-C-Anschluss weniger Flexibilität bei Ersatz oder Kompatibilität mit anderem Zubehör bietet.
Leistungsdaten und Videofunktionen
Bei der Übertragungsgeschwindigkeit gibt Lexar eine Leseleistung von 1.050 MB/s und eine Schreibleistung von 1.000 MB/s an. Damit soll die SSD auch anspruchsvolle Videoformate ohne Engpässe verarbeiten können.
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Konkret ermöglicht die Muse die direkte Aufnahme von ProRes-Video in 4K bei 120 Bildern pro Sekunde auf dem iPhone 15 Pro oder neueren Modellen, wobei für die 4K-120-Aufnahme laut Herstellerangaben iPhone 16 Pro oder iPhone 17 Pro vorausgesetzt werden. Insgesamt ist die SSD mit den iPhone-Modellen 15, 16 und 17 sowie mit iPad, Mac und PC kompatibel.
Verfügbarkeit, Preise und offene Fragen
Die Muse soll ab dem vierten Quartal 2026 in den Speichergrößen 512 GB und 1 TB erhältlich sein. Einen offiziellen Preis nennt Lexar bislang nicht. Nach Angaben von Tom’s Hardware sollen jedoch rund 230 US-Dollar für die 512-GB-Variante und rund 380 US-Dollar für die 1-TB-Version aufgerufen werden.
Ebenfalls offen bleibt die Frage nach einer Schutzklasse: Weder eine IP-Zertifizierung noch ein spezifizierter Fallschutz wurden von Lexar veröffentlicht. Immerhin gewährt der Hersteller fünf Jahre Garantie auf das Produkt.
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Wettbewerbsumfeld
Im Vergleich zu bestehenden Angeboten für die mobile Videoproduktion positioniert sich die Muse in einem Marktsegment, in dem etwa die SanDisk Phone SSD bereits vertreten ist. Diese kostet 209,99 US-Dollar und bietet mit einer IP65-Zertifizierung einen Schutzstandard, den die Lexar Muse bislang nicht vorweisen kann.
Für Käufer, die Wert auf Robustheit beim Einsatz im Freien legen, dürfte dieser Unterschied bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen, während die Muse vor allem mit ihrem besonders kompakten und leichten Formfaktor sowie den auf ProRes-Aufnahmen zugeschnittenen Übertragungsraten punkten will.

