Der Speicherhersteller Lexar hat auf der IFA 2026 in Berlin (4. bis 8. September) die Muse Ultra-Slim Portable SSD vorgestellt und bewirbt das Produkt als weltweit dünnste tragbare Speicherlösung. Das Gerät richtet sich vor allem an Nutzer, die mobil hochauflösendes Video- und Fotomaterial aufnehmen und zwischenspeichern wollen.
Kompaktes Design ohne klassischen Anschluss
Die Muse misst laut Lexar 80 × 48 × 3,8 mm und ist damit gerade 3,8 mm dick, wobei sich das Gehäuse zum Rand hin auf 1 mm verjüngt. Um diese schlanke Bauweise zu erreichen, verzichtet Lexar bei der Muse auf einen klassischen USB-C-Anschluss. Stattdessen liegt dem Laufwerk eine magnetische Hülle bei, mit der sich die SSD per MagSafe direkt an ein Smartphone anbringen lässt.
Leistungswerte und Kompatibilität mit Smartphone-Aufnahmen
In Sachen Geschwindigkeit gibt Lexar für die Muse Lesegeschwindigkeiten von bis zu 1.050 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 MB/s an. Damit soll das Laufwerk auch anspruchsvolle Aufnahmeformate direkt vom Smartphone unterstützen: Die Muse ist für ProRes-Aufnahmen mit 4K bei 120 Bildern pro Sekunde auf dem iPhone ausgelegt und erfüllt zugleich die von Samsung für APV-Aufnahmen mit 4K/120fps geforderte Schreibgeschwindigkeit von mindestens 400 MB/s. Für Nutzer, die mit aktuellen Flaggschiff-Smartphones in hoher Auflösung und Bildrate filmen, positioniert Lexar die Muse damit als direktes Ergänzungsprodukt zur mobilen Kamerafunktion, ohne dass ein Kabel oder ein zusätzlicher Adapter nötig wäre.
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Kapazitäten, Verfügbarkeit und Preis
Die Muse soll in zwei Kapazitätsstufen erscheinen: 512 GB und 1 TB. Lexar plant die Markteinführung für das vierte Quartal 2026. Ein konkreter Preis wurde bislang nicht genannt.
Weiteres Produkt auf der IFA: AI Storage Gen5
Neben der Muse zeigte Lexar auf der IFA 2026 zudem die AI Storage Gen5 SSD, die laut Hersteller eine Bandbreite von 11 GB/s erreicht. Während die Muse auf mobile Anwendungsfälle und minimalistisches Design setzt, richtet sich die Gen5-SSD offenbar an Anwendungen mit deutlich höherem Datendurchsatz, etwa im Bereich rechenintensiver Workloads.
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Einordnung
Mit der Muse reagiert Lexar auf den trend zu immer kompakteren mobilen Speicherlösungen, die sich nahtlos in die Aufnahme- und Bearbeitungsworkflows moderner Smartphones einfügen.
Der Verzicht auf einen physischen USB-C-Anschluss zugunsten einer magnetischen Befestigung stellt dabei einen ungewöhnlichen Kompromiss dar: Er ermöglicht die extreme Schlankheit des Gehäuses, dürfte aber auch die Frage aufwerfen, wie die Datenübertragung im Detail erfolgt, sobald weitere technische Angaben und ein Preis von Lexar veröffentlicht werden. Bis zur angepeilten Markteinführung im vierten Quartal 2026 dürften weitere Details zu Preis und Vertrieb folgen.

