LG Display: Erster 5K-OLED-Monitor für Büros mit 220 ppi

LG Display präsentiert ersten OLED-Monitor für Büros und plant deutliche Steigerung des Monitoranteils am Gesamtvolumen.

Der südkoreanische Display-Hersteller will mit einem 27-Zoll-5K-Panel neue Kundengruppen erschließen – und das Geschäft mit Gaming-Monitoren und Fernsehern ergänzen.

Auf der K-Display 2026 in Seoul präsentierte LG Display seinen ersten OLED-Monitor, der speziell für den Büroeinsatz entwickelt wurde. Das 27-Zoll-Panel mit 5K-Auflösung und einer Pixeldichte von 220 ppi soll vor allem bei professionellen Anwendern punkten, die auf gestochen scharfe Texte und präzise Farbdarstellung angewiesen sind. Die RGB-Stripe-Subpixel-Struktur sorgt dafür, dass Buchstaben klar und sauber dargestellt werden – ein entscheidender Vorteil gegenüber älteren OLED-Technologien.

Für seine technischen Leistungen erhielt das Display auf der Messe den Preis des Ministers für Handel, Industrie und Energie. Daneben zeigte LG Display auch einen 51,5-Zoll-LCD-Monitor als Teil seines erweiterten Produktportfolios.

Büro-OLEDs: Nische mit Riesenpotenzial

Der Vorstoß in den Büromarkt kommt nicht von ungefähr. Branchenprognosen zufolge steht der Markt für Non-Gaming-OLED-Monitore vor einem explosionsartigen Wachstum. Für 2026 werden bereits 200.000 ausgelieferte Geräte erwartet, im kommenden Jahr soll sich die Zahl auf 650.000 mehr als verdreifachen. 2028 könnten es 1,34 Millionen sein. Bis 2033 sagen Analysten ein Volumen von über fünf Millionen Einheiten voraus – das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 50 Prozent.

Zum Vergleich: Der Gaming-OLED-Markt, in dem LG Display bereits stark vertreten ist, wächst ebenfalls, aber deutlich moderater. Von 3,42 Millionen Einheiten 2025 auf 4,87 Millionen 2026 – danach liegt das jährliche Plus bei rund zwei Prozent.

Strategischer Schwenk: Mehr Monitore, weniger Fernseher

Während einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am 22. Juli skizzierten LG-Display-Manager die neue Strategie. Der Anteil der Monitore am gesamten großen OLED-Versandvolumen soll von gut zehn Prozent im Jahr 2025 auf rund 20 Prozent in diesem Jahr steigen. Die Produktionskapazitäten werden entsprechend umgeschichtet.

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Die Finanzzahlen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Im zweiten Quartal 2026 verbuchte LG Display einen operativen Verlust von 107,7 Milliarden Won – eine leichte Verbesserung gegenüber den 116,0 Milliarden Won Verlust im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag bei 5,612 Billionen Won. Für das erste Halbjahr 2026 steht unterm Strich ein operativer Gewinn von 39,0 Milliarden Won – eine deutliche Erholung nach einem Verlust von 82,6 Milliarden Won im ersten Halbjahr 2025.

Mehr als nur Bildschirme: Robotik und Auto-Zukunft

Die K-Display 2026 nutzten LG Display und der heimische Rivale Samsung Display auch, um Spezialdisplays für zukunftsweisende Anwendungen zu zeigen. LG Display präsentierte ein P-OLED-Panel für humanoide Roboter, das in extremen Temperaturbereichen von minus 30 bis plus 85 Grad Celsius funktioniert.

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Weitere Highlights:
– Ein 83-Zoll-Tandem-OLED-TV-Panel mit 4.500 Nits Spitzenhelligkeit und weniger als 0,3 Prozent Reflexion
– Gaming-Displays mit Rekord-Bildwiederholraten: 540 Hz bei 24,5 Zoll, 720 Hz bei einem 27-Zoll-DFR-Panel
– Automotive-Lösungen wie ein 48-Zoll-„Pillar-to-Pillar“-Display und ein 18-Zoll-Slidable-OLED für digitale Cockpits

Samsung Display zeigte unter anderem ein 6,9-Zoll-OLED für humanoid Roboter und ein 1,3-Zoll-Runddisplay für KI-Spielzeuge. Samsung-Manager betonten, dass der Aufstieg der künstlichen Intelligenz völlig neue Märkte eröffne – von Smart Glasses über Edge-Geräte bis hin zur humanoiden Robotik.