LG Display FLiPP: Maskenloses OLED-Verfahren steigert Ausbeute auf 93 Prozent

FLiPP steigert bei 23,5-Zoll-Panels die Fertigungsausbeute auf über 93 Prozent; der Produktionsstart ist noch offen.

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LG Display hat am 8. Oktober 2026 in einem Online-Technologie-Seminar sein maskenloses Fertigungsverfahren FLiPP vorgestellt. Bei 23,5-Zoll-Panels erzielt das Verfahren eine Ausbeute von mehr als 93 Prozent, verglichen mit rund 75 Prozent bei herkömmlichen Verfahren mit Metallmasken. Daraus resultiert nach Unternehmensangaben ein Produktivitätsgewinn von 24 Prozent.

Der Prozess namens FMM-less Innovative Pixel Patterning bildet RGB-OLED-Pixel mittels Photolithographie statt über Feinmetallmasken (FMM). Laut einem Bericht vom 11. Oktober 2026 kündigt das Unternehmen FLiPP als weltweit erste Einführung eines solchen maskenlosen RGB-OLED-Patterning-Prozesses an.

Prozessoptimierung und Leistungssteigerung der Panels

Neben dem Zuwachs bei der Fertigungsausbeute führt der Verzicht auf Feinmetallmasken zu technischen Verbesserungen an den Bildschirmen. Die Aperturrate steigt mit FLiPP auf 65 Prozent gegenüber 42 Prozent bei FMM, was einem Plus von 55 Prozent entspricht. Nach Angaben von LG Display erreicht die Helligkeit das 1,6-Fache und die Lebensdauer das 2,4-Fache der bisherigen FMM-Technik, während der Stromverbrauch um 13 Prozent sinkt.

Zudem erhöht sich die Abscheideeffizienz in der achten Generation von 40 Prozent bei FMM auf 74 Prozent, was dem 1,9-Fachen entspricht. Durch den Einsatz von Inline-Deposition aus der WOLED-Technik verkürzt sich die Prozesszeit bei der Abscheidung um 40 Prozent.

Cho Heung-ryeol, Senior Vice President für Next-Gen Display, wies darauf hin, dass sich FMM- und OMM-Prozesse in ihrer Produktivität um mehr als den Faktor zwei unterscheiden und FLiPP die Produktivitätsvorteile von OMM aufnehmen soll.

Technische Umsetzung auf ungeteilten Glassubstraten

FLiPP wurde über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr seit Juli 2025 entwickelt und zuvor bereits auf der IMID-Messe gezeigt. CTO Choi Young-seok bezeichnete das Verfahren als höchste Prozessinnovation der achten Generation sowie als finale Technologie, die 22 Jahre OLED-Forschung bündle und einen technologischen Schutzwall gegenüber Wettbewerbern errichten solle.

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Die Fertigung von OLED-Pixeln kommt ohne Feinmetallmaske aus — mit Ausbeuten von mehr als 93 Prozent bei 23,5-Zoll-Panels und deutlich geringerem Investitionsbedarf als eine neue 8,6-Gen-Linie. Wer seine Display-Roadmap jetzt plant, sollte die Prozessschritte und Einsparpotenziale kennen, bevor die Konkurrenz ihre Linien umstellt. Kostenlosen Leitfaden zur maskenlosen OLED-Fertigung anfordern

Das Verfahren arbeitet weltweit erstmals auf vollem Mutterglas der 8,5-Generation mit den Abmessungen 2200 mal 2500 Millimeter, ohne dass das Substrat halbiert werden muss. Als größte technische Hürde galt dabei die gleichmäßige Beschichtung über das gesamte Glassubstrat.

Technisch ermöglicht die Fertigung Auflösungen von bis zu 1.000 PPI und reicht von 1-Zoll-Wearables bis zu Bildschirmen über 100 Zoll, inklusive Einsatzmöglichkeiten für Virtual und Augmented Reality.

Wirtschaftliche Einordnung und Marktausblick

Das Verfahren greift auf die bestehende WOLED-Infrastruktur der achten Generation zurück, die seit 2013 aufgebaut wurde. Dies erfordert geringere Investitionen als der Aufbau einer gänzlich neuen 8,6-Gen-Fertigungslinie.

Kim Eung-yong, FLiPP-Fellow bei LG Display, bezifferte die laufenden Kosten für Feinmetallmasken auf mehrere Zehn Milliarden Won pro Modell und Jahr. Durch den Wegfall entstehen Einsparungen bei Produktion, Handhabung und Defekten; eine konkrete Senkungsrate der Panel-Herstellungskosten nannte der Hersteller jedoch nicht.

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Feinmetallmasken verursachen pro Modell und Jahr Kosten im Bereich mehrerer Zehn Milliarden Won — und begrenzen die Ausbeute auf rund 75 Prozent. Der maskenlose Photolithographie-Prozess verspricht 93 Prozent Ausbeute und 74 statt 40 Prozent Abscheideeffizienz. Wie Sie diese Hebel für Ihre Fertigung bewerten, zeigt der Leitfaden. Vergleich der Patterning-Verfahren jetzt abrufen

Die erste Anwendung plant LG Display für IT-OLED-Panels in Tablets, Laptops und Monitoren, gefolgt von Wearables und TV-Geräten. Smartphone-OLEDs und klassische WOLED-Panels verbleiben vorerst auf FMM beziehungsweise bestehenden Anlagen, sodass FMM, OMM und FLiPP künftig nebeneinander bestehen sollen.

Der genaue Zeitpunkt für den Start der Massenproduktion ist noch offen und Gegenstand laufender Abstimmungen mit Kunden. Im Wettbewerbsumfeld arbeiten Visionox mit der ViP-Technologie, deren Massenproduktion in der sechsten Generation im ersten Quartal 2026 anlief und eine 8,6-Gen-Linie im Bau hat, sowie JDI mit eLEAP an ähnlichen maskenlosen Verfahren.