LG Display verdoppelt OLED-Monitor-Anteil bis Jahresende

LG Display strebt eine Verdopplung des OLED-Anteils bei Großbildschirmen an und kehrt im ersten Halbjahr 2026 in die Gewinnzone zurück.

Der südkoreanische Display-Hersteller will den Anteil von OLED-Monitoren im Großformat bis Jahresende verdoppeln.

Der Konzern gab am Mittwoch bekannt, den Anteil von OLED-Monitoren im Large-Panel-Segment von rund zehn Prozent im Jahr 2025 auf 20 Prozent bis Ende 2026 steigern zu wollen. Grund für die strategische Neuausrichtung ist die wachsende Nachfrage nach leistungsstarker Gaming-Hardware. Gleichzeitig will das Unternehmen sein Produktionsportfolio zwischen TV- und IT-Panels optimieren.

Rückkehr in die Gewinnzone

LG Display meldete für das erste Halbjahr 2026 einen operativen Gewinn von 39 Milliarden Won (etwa 28 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen operativen Verlust von 82,6 Milliarden Won verbucht. Der Umsatz der ersten sechs Monate belief sich auf 11,15 Billionen Won (rund acht Milliarden Euro).

Das zweite Quartal 2026 schloss das Unternehmen mit einem operativen Verlust von 107,7 Milliarden Won ab – bei einem Umsatz von 5,61 Billionen Won. Die Verantwortlichen führen dies auf Einmalaufwendungen in Höhe von 240 Milliarden Won zurück. Diese entstanden durch ein freiwilliges Abfindungsprogramm, das im April 2026 gestartet war. Es richtete sich an Mitarbeiter ab 45 Jahren oder mit mehr als 20 Jahren Betriebszugehörigkeit. Ohne diese Sondereffekte sei das Kerngeschäft profitabel geblieben, so der Konzern. OLED-Produkte tragen inzwischen 57 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

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Gaming-Panels mit Rekord-Bildwiederholraten

Auf der K-Display 2026 in Seoul, die am Mittwoch eröffnete, präsentierte LG Display eine Reihe neuer Hochleistungspanels. Im Fokus stehen die Premium-Segmente Gaming und professionelle Büroanwendungen.

Zu den Highlights zählen Gaming-OLED-Panels mit 540 Hz (24,5 Zoll) und 720 Hz (27 Zoll). Für den professionellen Markt zeigte das Unternehmen einen 27-Zoll-5K-OLED-Monitor mit einer Pixeldichte von 220 PPI. Das Gerät wurde während der Messe mit dem Preis des Ministers für Handel, Industrie und Energie ausgezeichnet.

Neben klassischen Displays stellte LG Display Spezialtechnologien vor: P-OLED-Panels für humanoide Roboter, die in Temperaturbereichen von minus 30 bis plus 85 Grad Celsius funktionieren. Für die Automobilbranche gab es ein 48-Zoll-„Pillar-to-Pillar“-Armaturenbrett-Display sowie ein verschiebbares 18-Zoll-OLED für die Fondpassagiere.

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iPhone-Produktion und vorsichtiger Ausblick

Die Mobilfunksparte erreichte im Juni 2026 einen Meilenstein: Die Massenproduktion von Smartphone-OLED-Panels für das iPhone 18 Pro lief an. Für das zweite Halbjahr erwartet LG Display steigende Auslieferungen sowohl bei Großformat- als auch bei Mobil-OLEDs.

Finanzvorstand Kim Sung-hyun zeigte sich jedoch vorsichtig. Steigende Halbleiterkomponentenpreise und geopolitische Unsicherheiten könnten das zweite Halbjahr belasten. Zur Risikominimierung setzt das Unternehmen auf KI und digitale Transformation, um Kosten zu senken.

Die Investitionsausgaben für 2026 liegen voraussichtlich im mittleren bis hohen Bereich von zwei Billionen Won. Künftige Großinvestitionen will das Management nur bei klarer Nachfrage und verbindlichen Kundencommitments tätigen.