LG Electronics und LG Display haben in dieser Woche eine offensive Expansion im Premium-Display-Segment angekündigt. Im Mittelpunkt stehen eine überarbeitete UltraGear-OLED-Serie sowie die Serienproduktion neuartiger Panel-Technologien. Die Innovationen zielen gleichermaßen auf rasanten Gaming-Spaß wie auf gestochen scharfe Textdarstellung ab – ein Bereich, in dem OLEDs bislang oft Schwächen zeigten.
Bis zu 1300 Nits Helligkeit
Am 4. Juli präsentierte LG mehrere Modelle der UltraGear-OLED-Reihe in Größen von 27 bis 45 Zoll. Herzstück ist die Micro-Lens-Array-Plus-Technologie (MLA+) , die Spitzenhelligkeiten von bis zu 1300 Nits ermöglicht. Das Flaggschiff-Modell 32GS95UE bietet eine Dual-Mode-Funktion: Nutzer können zwischen 4K-Auflösung bei 240 Hertz und Full-HD bei 480 Hertz umschalten. Zusätzlich ist Pixel-Sound integriert – der Ton kommt direkt aus dem Panel.
Für Freunde gebogener Bildschirme gibt es 34-Zoll- und 39-Zoll-Varianten mit einer 800R-Krümmung und 240 Hertz. Das größte Modell, der 45GS96QB, kombiniert ebenfalls 800R-Kurve und 240 Hertz – gedacht für besonders immersive Spielerlebnisse.
Ultra-Wide-Monitor mit 5K2K-Auflösung
Bereits am 3. Juli waren Details zum UltraGear evo GX9 durchgesickert. Der 39-Zoll-Curved-Monitor bietet eine 5K2K-Auflösung (5120×2160) im 21:9-Format. Er nutzt ein Tandem-RGB-OLED-Panel der vierten Generation und schafft wahlweise 165 Hertz in nativer Auflösung oder 330 Hertz in einem niedrigeren Modus. Zur Ausstattung gehören DisplayPort 2.1 und USB-C mit 90 Watt Ladeleistung.
Revolutionäre Pixelstruktur für Windows
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Parallel dazu gab LG am 4. Juli den Start der Massenproduktion des weltweit ersten 4K-OLED-Panels mit 240 Hertz und RGB-Streifen-Pixelstruktur bekannt. Diese Architektur ist speziell für Windows-Umgebungen optimiert und löst ein altes Problem: Bisherige OLEDs zeigten bei der Darstellung von Text oft unscharfe Ränder. Die neue Technik erreicht eine Pixeldichte von bis zu 160 PPI.
Die Panels nutzen die Dynamic-Frequency-and-Resolution-Technologie (DFR) , die hardware-seitig zwischen 4K bei 240 Hertz und Full-HD bei 480 Hertz umschaltet. In den kommenden Monaten sollen sie in zahlreichen High-End-Monitoren verbaut werden.
Gigabyte setzt auf LG-Technologie
LG beliefert auch Dritthersteller. So stellte Gigabyte am 3. Juli seine AORUS-Elite-WOLED-Monitore vor, die auf LGs Tandem-WOLED-Panels basieren. Die 27-Zoll-Displays erreichen bis zu 280 Hertz.
Wettbewerb verschärft sich
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Der Markt für Gaming-Monitore ist in Bewegung. Asus präsentierte am 5. Juli neue ROG-Swift- und Strix-OLED-Modelle, ebenfalls mit Tandem-WOLED-Technik. Darunter ein 24,5-Zoll-1080p-Display mit 540 Hertz und ein 26,5-Zoll-QHD-Modell, das bis zu 540 oder sogar 720 Hertz in niedrigeren Auflösungen schafft.
Auch preislich tut sich etwas. Der LG 27GX700A-B (27 Zoll, QHD, 280 Hertz) fiel am 4. Juli auf 449,99 Euro – ein neuer Tiefstpreis. Samsung und Dell haben ihre OLED-Modelle ebenfalls um mehrere hundert Euro reduziert. TCL zeigte seinen ersten OLED+-Monitor für den europäischen Markt, während Samsung seine Odyssey-QD-OLED-Serie mit deutlichen Preisnachlässen gegen die neue Konkurrenz von LG und Asus in Stellung bringt.
