LGA1700: Gigabyte bestätigt neue Intel-Prozessoren für Anfang 2027

BIOS-Pflege für B760- und H610-Platinen soll künftige Intel-Chips unterstützen; Details zu den Prozessoren sind noch offen.

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Der Hardwarehersteller Gigabyte hat bestätigt, dass neue Intel-Prozessoren auf Basis der Raptor-Lake-Architektur für die Sockelplattform LGA1700 Anfang 2027 erwartet werden. Damit verlängert sich die Lebensdauer der Plattform überraschend weiter, während Mainboard-Hersteller bereits erste Vorkehrungen für die kommenden Chips treffen.

Gigabyte kündigt BIOS-Updates für B760 und H610 an

Gigabyte kündigte eine entsprechende BIOS-Unterstützung für künftige Prozessoren auf Basis des LGA1700-Sockels an. Diese Aktualisierungen sollen für die gesamte Mainboardpalette mit den Chipsätzen B760 und H610 bereitgestellt werden. Nach Angaben des Unternehmens decken die Updates sowohl DDR4- als auch DDR5-Varianten der Hauptplatinen ab.

Ein wesentlicher Vorteil der Aktualisierungen liegt laut Gigabyte darin, dass Nutzer künftig einen Prozessorwechsel vornehmen können, ohne ihr bestehendes Mainboard austauschen zu müssen. Frühere Chipsätze wie Z690, Z790 und B660 werden in der offiziellen Ankündigung des Herstellers hingegen nicht genannt. Konkrete Modellbezeichnungen, technische Spezifikationen oder Preise der neuen Prozessoren behielt Gigabyte bislang für sich.

Intel hält sich bedeckt – Gerüchte über Neuauflage

Von Intel selbst liegt bislang keine offizielle Bestätigung für die neuen Prozessoren vor. Branchenberichten zufolge soll es sich bei den kommenden Chips um Neuauflagen der Raptor-Lake-Reihe handeln. Ob diese Modelle künftig unter Bezeichnungen wie Core 2000 oder Raptor Lake Next geführt werden, bleibt vorerst unbestätigt.

Dem Fachportal VideoCardz zufolge soll die Produktion der neuen Chips Ende Januar 2027 anlaufen. Zu den unbestätigten Spezifikationen zählen demnach unter anderem ein 16-Kern-Modell mit acht Performance- und acht Efficiency-Kernen bei einer Leistungsaufnahme von 125 W sowie ein 20-Kern-Modell mit acht Performance- und zwölf Efficiency-Kernen bei 65 W.

Weitere Gerüchte bringen zudem eine Einordnung in die Core-200-Serie ins Spiel. Diskutiert werden ein Core 7 mit 20 Kernen (acht Performance- und zwölf Efficiency-Kerne) bei 65 W, ein Core 5 mit 16 Kernen (acht Performance- und acht Efficiency-Kerne) bei 125 W, ein weiterer Core 5 mit zehn Kernen (sechs Performance- und vier Efficiency-Kerne), 65 W sowie 24 MB L3-Cache und ein Core 3 mit vier Performance-Kernen bei 65 W. Der Branchenbeobachter Jaykihn brachte zudem ins Gespräch, dass das 16-Kern-Modell den bisherigen 14-Kern-Prozessor Core i5-14600K ersetzen könnte.

Hohe Speicherkosten stützen die Nachfrage nach DDR4

Dass die betagte LGA1700-Plattform weiterhin mit neuen Prozessoren versorgt wird, fügt sich in Aussagen aus der Chefetage von Intel ein. Intel-Manager Robert Hallock erklärte im August 2026, dass Prozessoren für den LGA1700-Sockel aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach DDR4-Arbeitsspeicher noch über Jahre hinweg angeboten werden sollen.

Die Marktsituation bei Speichermodulen spielt Nutzern älterer Systeme dabei in die Karten. Nach Erhebungen von PC Gamer liegt der Preis für ein 32-GB-Kit vom Typ DDR4-3600 bei rund 210 US-Dollar.

Im Vergleich dazu schlägt ein 32-GB-Kit mit aktuellem DDR5-6000-Speicher mit 480 US-Dollar zu Buche, was Aufrüstungen auf Basis bestehender DDR4-Infrastruktur wirtschaftlich attraktiv hält.

Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Gigabyte’s latest BIOS update hints at Intel’s Raptor Lake Next launch in 2027 — new CPUs may support both …“